Ausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen!?“ in Böbingen eröffnet

26. April 2017

Von Thomas Faul, Bezirksgeschäftsführer Nordwürttemberg

 

 

Am 24. April wurde die Ausstellung im Foyer der Schule am Römerkastell in Böbingen an der Rems eröffnet. Sie stellt die Aspekte der Gewaltmigration im 20./21. Jahrhundert dar. Die Ausstellung lässt sich von den Fragestellungen der gegenwärtigen Problemlagen leiten, wobei die historisch-politischen Hintergründe des Themas den Bezugsrahmen abbilden.
Im Herbst 2016 hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Faches Ethik mit Aspekten der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert beschäftigt. Grundlage für die Arbeit waren thematische Plakate, die den Schülerinnen und Schülern vom Volksbund für Kriegsgräberfürsorge e.V. zur Verfügung gestellt wurden. Bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag präsentierten die Schülerinnen und Schüler Ergebnisse ihrer Arbeit in Textbeiträgen.
Der Kontakt, der dann auch zur Ausstellung in Böbingen führte, fand sich zwischen Herrn Rektor Achim Freudenberg und Bildungsreferent Sebastian Steinebach auf der diesjährigen Bildungsmesse Didacta in Stuttgart.

 
Die Ausstellung wurde mit Redebeiträgen von Herrn Bürgermeister Stempfle, Herrn Rektor Achim Falkenberg und Bezirksgeschäftsführe Thomas Faul eröffnet. Erfreulich, dass von der geistlichen Seite Frau Pfarrerin Margot Neuffer, vom Gemeinderat Herr Freudenreich und weitere Personen und Mitarbeiter der Schule anwesend waren. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung vom Schüler Florian Kümmel am Klavier und von Herrn Rektor Falkenberg mit dem Lied Bob Dylans „Blowin‘ in the wind“selbst umrahmt. Rektor Falkenberg zudem aus, dass diese Ausstellung in beeindruckender Wiese und zum Teil auch in bedrückender Weise die Thematik von Flucht und Vertreibung darstellt.

  
Bürgermeister Jürgen Stempfle hob in seinem Grußwort darauf ab, dass die schlimmen Ereignisse während und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg sich in einem Bogen bis in unsere heutige Zeit fortsetzten. Während der historisch langen Friedensperiode von 70 Jahren gab es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen, welche die Menschen dazu zwangen, ihre Heimat zu verlassen und sichere Zielländer anzustreben. Böbingen und damit auch die Schule am Römerkastell sehe sich im Selbstverständnis einer gelingenden Willkommenskultur den geflüchteten Familien gegenüber. Viele ehrenamtliche Bürger engagieren sich vorbildlich, um den betroffenen Neubürgern das Leben in der Gemeinde leichter zu machen und Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen.


Bezirksgeschäftsführer Thomas Faul, führte schließlich in die Inhalte und Hintergründe der Wanderausstellung ein. Die Ausstellung solle auch Bewusstsein schaffen. „Nur wer ein Bewusstsein zu etwas hat, kann eine Haltung entwickeln.“   

 

Info | Die Ausstellung steht auch Schulklassen anderer weiterführender Schulen offen. Lehrkräfte, die mit Ihren Klassen noch bis zum 4. Mai in die Ausstellung möchten, melden sich telefonisch unter 07173 6352 und können einen Besuchstermin vereinbaren. Die Schulleitung der Schule am Römerkastell stellt den Besuchergruppen aus den Schulen einen ansprechenden und didaktisch sinnvollen Fragebogen begleitend zur Ausstellung zur Verfügung. Die Ausstellung gastiert noch bis zum 4. Mai in der Schule am Römerkastell.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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