Jahrestag der Oktoberdeportation

Gedenkveranstaltung in Konstanz

23. Oktober 2017

Am Morgen des 22. Oktober 1940 wurden die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Badens und der Saarpfalz in das französische Internierungslager Gurs in den Pyrenäen deportiert. Für die 6.504 Deportierten war das Lager Gurs nur eine Zwischenstation: Die meisten wurden ab Sommer 1942 in die Vernichtungslager im Osten verschleppt. Wenigen gelang vorher die Flucht, viele starben aufgrund der unerträglichen Bedingungen des Lagers bereits im ersten Winter.

Bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Oktoberdeportation erinnerten 112 brennende Kerzen an der Gedenkstehle in der Innenstadt an die 112 Bürgerinnen und Bürger von Konstanz, die dieses leidvolle Schicksal ereilte. Schülerinnen und Schüler des Ellenrieder-Gymnasiums aus Konstanz trugen Texte vor: „Wenn ich an den Besuch im Lager denke, wünsche ich mir, dass noch viele andere Klassen das sehen und erfahren werden, was wir gesehen und erfahren haben, und dass sie sich wie wir das Wissen aneignen und in die Welt tragen: Damit dieses Wissen nie verloren geht und die Welt aus den Fehlern lernen kann“. Sie sind grade erst von einem 8-tägigen Schulprojekt bei Rivesaltes zurückgekehrt, wo sie gemeinsam mit französischen Schülerinnen und Schülern das „Memorial du Camp de Rivesaltes“ besucht haben. Sie haben auch die Gräber der Deportierten gereinigt und sich inhaltlich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Seit 2005 veranstaltet der Volksbund gemeinsam mit dem Ellenrieder-Gymnasium Projektfahrten nach Gurs und Rivesaltes.

Heike Baumgärtner

 

 

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