Schularbeit
„Arbeit für den Frieden – Versöhnung über den Gräbern“ ist das Motto der Jugendbegegnungen des Volksbundes. Die Erziehung zu einem friedlichen Miteinander heute und in der Zukunft ist gleichzeitig eines der wichtigsten Ziele der Schulen – im Bildungsplan 2004 des Landes Baden-Württemberg ist die Friedenserziehung in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern verankert.
Eine Mitwirkung der Schulen an den Aufgaben des Volksbundes wird von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder im Beschluss zur "Berücksichtigung der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Schulen" empfohlen. Auch der Bundeselternrat gibt Schulen und Eltern die Empfehlung, die Angebote des Volksbundes in der Friedenserziehung zu nutzen und ihn in seiner Arbeit zu unterstützen.
Wir bieten allen Schulen und anderen Bildungseinrichtungen unsere Unterstützung in ihrem Auftrag der Friedenserziehung sowie im Bereich der historisch-politischen Bildung an.
Angebote in der Schul- und Bildungsarbeit
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Angeboten sowie Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit von Volksbund und Schule:
- Information über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dessen Jugend- und Schularbeit sowie Durchführung von Informationsveranstaltungen (z.B. im Rahmen von Schulleiterdienstbesprechungen, Lehrerkonferenzen, Elternabenden, Seminarsitzungen, ...)
- Bereitstellung pädagogischer Handreichungen und Unterrichtsmaterialien zu historisch-politischen und friedenspädagogischen Themen aus der Reihe Beispiele – Praxis, von Informationsmaterial zu den Workcamps und Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten sowie wissenschaftlicher Publikationen
- Projektfahrten in die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes im In- und Ausland: Golm (Deutschland), Ysselsteyn (Niederlande), Lommel (Belgien) und Niederbronn-les-bains (Frankreich)
Alle unsere Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten sind großen Kriegsgräberstätten angegliedert und bieten damit ideale Anknüpfungspunkte zur friedenspädagogischen und historisch-politischen Bildungsarbeit.
Wir unterstützen Sie gerne in der Vor- und Nachbereitung, z.B. durch einen Unterrichtsbesuch, wenn Sie und Ihre Gruppe eine Projektfahrt in die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten gebucht haben. - (Schul-)Projekte zu friedenspädagogischen sowie historisch-politischen Themen, auch im Bereich des sozialen Engagements
Die inhaltlich-thematische Bildungsarbeit kann in Absprache gerne auch um praktische Pflegetätigkeiten der Schüler an Kriegsgräber(stätten) erweitert werden. Diese bieten einen weiteren, mit den Händen tatsächlich "greifbaren" Zugang zur Beschäftigung mit den Auswirkungen von Krieg und Gewalt. - Unterrichtsbesuche zur Heranführung von SchülerInnen an die Haus- und Straßensammlung, Ermunterung zur Mithilfe bei der Sammlung von Spenden
- Ermunterung zur Mitgestaltung des Volkstrauertages durch Schulklassen oder einzelne SchülerInnen sowie zur Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Volkstrauertags für die kommenden Generationen
Lehrerfortbildungen und Lehrerinformationsfahrten in die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes

- Teilnehmer einer Lehrerfortbildung in der Dauerausstellung "Kriegsschicksale"
Der Landesverband veranstaltet seit mehreren Jahren Lehrerfortbildungen und Lehrerinformationsfahrten in die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Niederbronn-les-bains.
In Zusammenarbeit mit Abteilung 7 der Regierungspräsidien (Schule und Bildung) werden regelmäßig Veranstaltungen ausgeschrieben, die Lehrkräften die Möglichkeit bieten, die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte und deren pädagogische Angebote vor Ort kennen zu lernen und zu erfahren, wie Lernen an einer Kriegsgräberstätte aussehen kann und welche Möglichkeiten der Projektarbeit mit Jugend und Schulgruppen es gibt.
Je nach Dauer sind auch Besuche historischer Orte in der Umgebung Bestandteil der Fahrten.
Angebote für Studienseminare und Hochschulen

- Lehramtsanwärter des Studienseminars Sindelfingen in der JBS Niederbronn-les-Bains
Der Landesverband arbeitet mit mehreren Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung und Pädagogischen Hochschulen zusammen.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Lehramtsanwärtern und Studierenden den Volksbund als möglichen Kooperationspartner vorzustellen, der Unterstützung im schulischen Auftrag der Friedenserziehung sowie in der friedenspädagogischen und historisch-politischen Bildungsarbeit, insbesondere in der Projektarbeit, bieten kann.
Die Veranstaltungen sind zum Teil mit Exkursionen in die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes verbunden, um deren pädagogische Angebote für Klassen- und Gruppenfahrten, Haus und Umgebung sowie die angrenzenden Kriegsgräberstätten kennen zu lernen. Auch Themen wie z.B. der Bereich Erinnerungskultur oder die Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien durch die Lehramtsanwärter oder Studierenden in Workshops sind möglich.
Wenn auch Sie mit dem Volksbund zusammenarbeiten möchten, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!
Vortragsangebot
Der Landesverband verfügt über ein breites Vortragsangebot, von dem Sie als Hochschule, Studienseminar, Lehrerkollegium,... profitieren können.
Die Vorträge führen in die Friedensarbeit des Volksbundes und dessen Jugend- und Schularbeit ein, dienen der vertieften Darstellung von Themen aus den Bereichen Sozialpsychologie, Ethik und Politik und schaffen über Personen aus Geschichte und Politik die Verbindung hin zur Friedenspädagogik.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über mögliche Vorträge:
- „Die Friedensarbeit des Volksbundes und dessen Angebote in der Jugend- und Schularbeit“
- „Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden“ nach Prof. H. Welzer
- „Erinnerungskultur“ nach Prof. A. Assmann
- „Moltke. Persönlichkeit und friedenspädagogische Folgerungen“
- „Kurt Schumacher im friedenspädagogischen Blick"



