Projektangebote

 

Die Projekte können in den laufenden Unterricht integriert, in einer Projektwoche oder als einzelne(r) Projekttage durchgeführt werden.

Sollten Sie an dem einen oder anderen Interesse oder darüber hinaus Ideen zur Zusammenarbeit mit dem Volksbund haben, sprechen Sie uns einfach an. Wir unterstützen Sie gerne in der Planung und Durchführung!

 

Schul- und Bildungsreferent: Sebastian.steinebach(at)volksbund.de

 

 

 

A: Gräbersuche online

Es besteht die Möglichkeit, über die Gräbersuche online auf der Internetseite des Volksbundes herauszufinden, wo die Toten der Weltkriege ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Ansatzpunkte für die Recherche können (die eigenen) Nachnamen, Geburtsorte oder auch Gedenktafeln bzw. Mahnmale mit den Namen von Kriegsopfern sein. Ziel der Recherche ist es, über diese Suchfunktion Einzelbiografien des Ersten und Zweiten Weltkriegs näher zu kommen und einen Bezug zur eigenen bzw. regionalen Geschichte herzustellen. Die virtuelle Spurensuche kann durch Recherchen in Archiven oder durch Kontakt zu noch lebenden Angehörigen oder Zeitzeugen ergänzt werden. Zur Gräbersuche online stellt der Volksbund eine pädagogische Handreichung zur Verfügung. 

 

B: Denkmal vor Ort

In vielen Gemeinden gibt es Denkmäler, die in irgendeiner Form an die beiden Weltkriege oder den Krieg von 1870/71 erinnern. Darauf greift das Projekt „Denkmal vor Ort“ zurück. Ziel ist es dabei, sich einem örtlichen Denkmal und damit der Geschichte der Region anzunähern, diese aktiv zu erkunden und kritisch zu hinterfragen. Geschichte wird dabei im eigenen Lebensbereich und im alltäglichen Bewusstsein erfahrbar und reflektierbar. Das Projekt sensibilisiert die Schüler für Geschichte und Erinnerungskultur sowie für aktuelle Themen der Gegenwart und Zukunft. Auch die Gräbersuche online kann in das Projekt „Denkmal vor Ort“ integriert werden. Eine Besonderheit ist, dass diese Erkundung auch dort durchgeführt werden kann, wo keine Kriegsgräber(stätte) in der Nähe ist. Es eignet sich daher auch gut für einzelne Projekttage.

Referenz: Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, Nürtingen (Ausbilderin Frau D. Seemann; doroseemann(at)web.de), Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Sindelfingen (Herr J. Alber; ju.ma1(at)gmx.de)

 

C: Informationstafeln zu Kriegsgräberstätten

Schulklassen und andere Gruppen können in einem Projekt an der Erstellung von Informationstafeln mitwirken, die an Kriegsgräberstätten aufgestellt werden sollen, um auf deren Geschichte und das Schicksal der dort Bestatteten hinzuweisen. Das Projekt zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern die Geschichte ihrer Heimatorte näherzubringen, um ein (regionales) Geschichtsbewusstsein zu entwickeln. Die gemeinsame Hinarbeit auf das „Produkt Informationstafel“ kann dabei für die Schüler Anreiz sein, sich in die Arbeit mit Quellen, Literatur, Zeitzeugenberichten etc. zu vertiefen. Über den Projektzeitraum hinaus wird angestrebt, dass Schulen eine Patenschaft für die Pflege der Kriegsgräberstätten übernehmen. Durch das Aufstellen von Informationstafeln sollen Kriegsgräberstätten, die je eine eigene Entstehungsgeschichte haben und deren Belegung je nach Standort unterschiedliche Gruppen von Toten umfasst, für die Besucher zugänglich gemacht werden. Häufig passieren Wanderer, Spaziergänger oder Touristen zufällig die oft abseits belebter Straßen und Wege gelegenen Kriegsgräberstätten. Eine Informationstafel kann dazu beitragen, dass die Besucher die Kriegsgräberstätte erst als solche erkennen und auf die Bedeutung von Kriegsgräberstätten als Orte der Erinnerung und Mahnung aufmerksam werden. Mit dem Aufstellen von Informationstafeln wird der Ort „Kriegsgräberstätte“ für Schulen und andere Gruppen als außerschulischer Lernort zugänglich gemacht.

Informationstafel zur Kriegsgräber- und Gedenkstätte Lerchenberg (bei Meersburg/Bodensee)

 

 

D: Mitgestaltung des Volkstrauertags

Gedenktage wie der Volkstrauertag sind immer wieder Anlass, sich über Krieg und Frieden, Rassismus und die Verfolgung während des Nationalsozialismus Gedanken zu machen. Die bewusste Wahrnehmung der leidvollen Geschichte der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus ist Aufgabe aller in unserer Gesellschaft Verantwortung tragenden Kräfte. Dies gilt besonders für den Erziehungsauftrag der Schulen. In vielen Gemeinden beteiligen sich schon seit langem Schulen an der Mitgestaltung des Volkstrauertags. Im Unterricht oder in einem gesonderten Projekt können Schüler eigene Gedanken zum Ausdruck bringen und in die örtliche Gedenkfeier einbringen. Dabei können neue Formen der Erinnerung entstehen, die auch jüngere Menschen erreichen. Der Volkstrauertag ist für den Volksbund ein wichtiger Gedenktag, bei dem es vor allem auf die aktive Mitgestaltung der jüngeren Generationen ankommt. Er ist Anlass zum Gedenken und bietet die Möglichkeit zur aktiven Friedensarbeit.

Referenz: Gymnasium Engen (gestaltete den Volkstrauertag 2014 im Neuen Schloss Stuttgart), Herr O. Wangerin (Lehrer). o.wangerin(at)gymnasium-engen.de

 

E: Teilnahme an der Haus- und Straßensammlung

In der Zeit zwischen Allerheiligen und dem Volkstrauertag findet die Haus- und Straßensammlung des Volksbundes statt. Da der Verein in seiner Arbeit zu einem Großteil auf Spenden angewiesen ist, besitzt die Sammlung einen hohen Stellenwert. In einigen Orten engagieren sich Schulklassen und andere Jugendgruppen bei der Sammlung. Wenn auch Sie und Ihre Schüler uns bei der Sammlung unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Bezirksverband. Die Teilnahme an der Haus- und Straßensammlung sowie die Mitgestaltung des Volkstrauertages fallen in den Bereich des „Sozialen Engagements“ und können daher im Rahmen der Projekte der Schulen anerkannt werden (vgl. TOP, Themenorientierte Projekte - Soziales Engagement).

 

F: Aktion Rote Hand gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Am 12. Februar 2002 trat das Fakultativprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention in Kraft, das die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten betrifft. Es verbietet den Einsatz von Kindern als Soldaten, dennoch werden weltweit immer noch geschätzt über 250.000 Minderjährige in Kriegen der Erwachsenen ausgebeutet. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. engagiert sich gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten, indem er sich an der weltweiten Aktion Rote Hand beteiligt. Die Aktion Rote Hand hat das Ziel, mit tausenden roten Handabdrücken die Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen. Sie kann in Ihrer Schule initiiert und z.B. mit einem Projekttag zum Thema Kindersoldaten durchgeführt werden.

 

 

G: Begehung von Kriegsgräberstätten und Durchführung von Exkursionen

 - Im Rahmen eines Unterrichtsbesuchs kann mit Gräberlisten gearbeitet werden.  (Kommunale) Friedhöfe, auf denen Kriegstote ruhen, werden situationsabhängig besucht.

- Exkursionen zu Kriegsgräberstätten im In- und Ausland sowie ehemaligen Konzentrationslagern oder historischen Orten können vorbereitet und begleitet werden. Eine Mitfinanzierung von Einzelprojekten ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Sprechen Sie uns gerne an!

Referenz: Gymnasium Engen (Ansprechpartner siehe unter "Volkstrauertag", O. Wangerin), Realschule Radolfzell (Herr H. Rommel; h.rommel(at)rs-radolfzell.de), Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Freiburg (Herr M. Wider; Matthias.wider(at)t-online.de) 

 

H: Vorträge

Unser ehrenamtlicher Schulreferent, Ltd. Regierungsdirektor i. R. Gerd Willers, bietet Ihnen eine Auswahl an Vorträgen, für die er gern an Ihre Schule kommt.

Alle Vorträge widmen sich dem Gesamtthema "Zwischen Zivilcourage und Selbstaufgabe. Widerstand im totalitären Staat".

1) Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden. (Nach Harald Welzer)

2) Helmuth James Graf von Moltke. - Kopf des Kreisauer Kreises.

3) Kurt Schumacher - Ein "aufrechter" Demokrat.

4) Fritz Bauer - Der Initiator der Ausschwitz - Prozesse.

Melden Sie sich einfach in der Landesgeschäftsstelle bei Bildungsreferent Sebastian Steinebach:

Tel: 07531-9052-19, Mail: sebastian.steinebach@volksbund.de

 

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
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BIC: COBADEFFXXX

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