Darum Europa

Volkstrauertag bei Nancy vom Friedensprojekt „Europa“ geprägt

21. November 2017

Andilly 19.11.2017: Die deutsche Kriegsgräberstätte Andilly liegt im französischen Département Meurthe-et-Moselle, etwa 20 Autominuten von Nancy entfernt, und ist die größte des Zweiten Weltkrieges in Frankreich. Auch in diesem Jahr fand auf diesem Friedhof eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag unter zahlreicher Beteiligung von französischen und deutschen Besuchern statt.

Die Hauptrednerin an diesem Vormittag, die Karlsruher Landtagsabgeordnete Bettina Lisbach, betonte in ihrer Rede zum einen die besondere Verantwortung der Deutschen zu ihrer Vergangenheit. Gerade aus dieser sei der Blick über den nationalen Tellerrand und damit auch das Engagement für das „Friedensprojekt Europa“ so wichtig, so Lisbach. Die Rede von Frau Lisbach finden Sie hier. Auch der französische Abgeordnete Dominique Potier fokussierte in seiner Ansprache die deutsch- französische Freundschaft, die Europa mittrage. Das Gedenken an die Toten der Weltkriege und der gegenwärtigen Kriege sei eine Verpflichtung, sich für ein friedliches Miteinander einzusetzen.

Der Geschäftsführer des Volksbunds in Nordbaden, Volker Schütze, der mit seinem Team die Gedenkfeier in Andilly organisiert, zeigte sich erfreut über die große Teilnahme aus Nordbaden und der Region Andilly. Familien aus dem Dorf nahmen an der Zeremonie teil, Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Kranzniederlegung. Ein Großteil der Besucher aus Karlsruhe und Umgebung nutzten die Zeit nach der Feier zum Besuch der Gräber ihrer Angehörigen und legten Blumen oder Gestecke als Zeichen der Erinnerung und Trauer nieder.

Die Partnergemeinde von Andilly, Forbach – Bermersbach, war beim Volkstrauertag wie auch bein vorausgehenden Gottesdienst vertreten. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier durch den Gesangverein Freundschaft aus Forbach-Gausbach. Die Zeremonie wurde damit zur Begegnung zwischen Deutschen und Franzosen.