„Geflohen, vertrieben – angekommen !?“ – Ausstellung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge durch Bürgermeister Christian Eheim in Graben-Neudorf eröffnet

4. Oktober 2017

 

PRESSEMITTEILUNG, 04.10.2017

Seit Mittwoch (4. Oktober 2017) wird im Foyer des Rathauses Graben-Neudorf die Ausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen !?“ gezeigt. Die Ausstellung wurde durch Bürgermeister Christian Eheim und den Vorstand des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge Nordbaden, Herrn Axel E. Fischer, MdB, eröffnet.  

„Die Ausstellung erinnert an das Schicksal Millionen Heimatvertriebener und greift gleichzeitig die hochaktuelle Frage der Mechanismen von Gewaltmigration auf. Wenn heute wieder hunderttausende Menschen auf der Flucht sind, dann ist eine Auseinandersetzung mit den Fluchtbewegungen des 20. Jahrhunderts dringend geboten“, würdigt Bürgermeister Christian Eheim das Engagement des Volksbunds.  

Der Vorsitzende des Volksbunds, Axel E. Fischer, betonte, dass sich der Volksbund seit Ende des zweiten Weltkrieges auch um die durch den Krieg ums Leben gekommenen deutschen Flüchtlinge im Ausland kümmert. 1954 beauftragte die Bundesregierung den Volksbund mit der Bergung und Umbettung von Kriegstoten im Ausland. Dazu gehören auch die getöteten Flüchtlinge. Erst ein kleiner Teil der Toten von Flucht und Vertreibung von 1944 bis 1946 konnten auf einem der Volksbundfriedhöfe bestattet werden. Von den beigesetzten ca. 30.000 Opfern sind nur etwa 17.000 namentlich bekannt. Die deutschen Kriegsgräberstätten, so der korrekte Name, in Czanowo (Neumark/ Pommern) in Polen, Oskbøl in Dänemark und Golm (Insel Usedom) stehen exemplarisch für Erinnerungsstätten ziviler Kriegsopfer. 

Neben der Pflege und dem Erhalt von Kriegsgräberanlagen engagiert sich der Volksbund intensiv in seiner Jugend- und Bildungsarbeit. Der Volksbund lebt seine europäische Friedens- und Versöhnungsarbeit in den vielen Jugendbegegnungen, sei es in den weltweiten Workcamps, sei es in den vier Jugendbegegnungsstätten. „Die Arbeit an den Gräbern und alles andere, was er tut, steht im Dienste des Friedens und der Völkerverständigung: Seien es die Gedenkver­anstaltungen, die Schul- und Jugendarbeit, seine Bücher oder Ausstellungen“, so Fischer.  

Die Ausstellung ist noch bis 18. Oktober montags bis freitags von 08:30 - 12:00 Uhr und donnerstags von 15:00 - 18:00 Uhr im Foyer des Rathauses Graben-Neudorf zu sehen.