Landrat Dr. Richard Sigel eröffnet Ausstellung „14/18 Mitten in Europa“

Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn der Frieden ist der Weg.

2. Februar 2018

Freuten sich über die Eröffnung der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg "14-18 Mitten in Europa" im Landratsamt des Rems-Murr-Kreises. V. l. n .r. Bezirksvorsitzender OB Hartmut Holzwarth, Winnenden, Landrat Dr. Richard Sigel, Bezirksgeschäftsführer Thomas Faul. Landrat a. D. Johannes Fuchs

Am vergangenen Mittwochabend eröffnete der Landrat des Rems-Murr-Kreises Dr. Richard Sigel als Hausherr und Kreisbeauftragter des Volksbundes im Foyer des Landratsamtes diese Ausstellung zum 1. Weltkrieg. Anlässlich der Ermordung von Mahatma Gandhi am 30. Januar 1948 zitierte Dr. Sigel zu Beginn seiner Begrüßung den oben genannten Satz des überaus bekannten Friedensaktivisten Mahatma Gandhi.

 Die gemeinsame Veranstaltung des Landkreises Rems Murr und dem Bezirksverband Nordwürttemberg ist heuer die erste Ausstellung im Landratsamt in Waiblingen. Bei seiner Begrüßungsrede betonte Landrat Dr. Sigel, dass es sich bei dieser Ausstellung um eine kleine aber feine Ausstellung handelt und das Thema 1.Weltkreig im Jahre 2018 alle noch öfters berühren werde. Anschließend umriss Landrat Dr. Sigel kurz die wesentlichen Eckpunkte des ersten technischen und total geführten Krieges. Er ging dabei, als exemplarisches Beispiel für das Schicksal der Zivilbevölkerung, auf die damalige Hungersituation im Gebiet seiner Herkunft auf der Schwäbischen Alb ein.

 Bezirksgeschäftsführer Thomas Faul nahm anschließend die Einführung zur Ausstellung vor. Er gab einen Überblick über die Inhalte und den chronologischen Aufbau der Ausstellung. Dabei dankte er Herrn Landrat Dr. Sigel nochmals, auch im Namen des ebenfalls anwesenden Bezirksvorsitzenden von Nordwürttemberg, Herrn OB Hartmut Holzwarth, Winnenden für die Bereitschaft sich seit November 2017 ehrenamtlich als Kreisbeauftragter des Rems-Murr-Kreis für den Volksbund zu engagieren.

 In seinen Betrachtungen legte Thomas Faul, wegen des Kalenderjahres 2018, mehr den Blick auf die Situation,die Geschehnisse und deren Folgen um das Ende des 1. WK. Dabei führte er z. B. aus, dass es sich im November 1918 um einen Erschöpfungsfrieden nach einem Abnutzungskrieg handelte, welcher die Dolchstoßlegende als reale Legende absolut entlarvt. 

Mit Blick auf Frankreich sagte er, dass auch Frankreich lang brauchte, um sich von seinem Sieg zu erholen. Dieser Erschöpfungsfrieden und seine desolate ökonomische Situation wirkte, insbesondere neben der Schuldfrage am Krieg, zusätzlich begünstigend dafür, dass die Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges als eine Zwischenkriegsphase in einem neugeordneten Europa zu betrachten ist, welches aber eben nicht befriedet war.        

 Im Anschluss an die Eröffnung betrachteten die Besucher bei einem kleinen Imbiss die Ausstellung und es entwickelten sich daraus einige fachliche Gespräche.

 Die Ausstellung ist noch bis 13. Februar im Foyer des Landratsamtes in Waiblingen zu sehen.