Jugend- und Schularbeit des LV Bayern

 

 

 

Bürgerpreis des Bayerischen Landtags für die Schul- und Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Die Vertreter des Volksbundes - u.a. Dr. Wilhelm Weidinger, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern und Regierungspräsident a.D. (5. v. li.) und Bildungsreferent Maximilian Fügen (6. v. li.) - bei der Preisverleihung des Bürgerpreises im Bayerischen Landtag durch die Landtagpräsidentin Barbara Stamm (1. v. re.). Fotograf: Rolf Poss © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Am 20. Oktober konnten Vertreter des Landesverbandes Bayern im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Maximilianeum aus den Händen von Landtagspräsidentin Barbara Stamm den Bürgerpreis des Bayerischen Landtages (2. Preis) entgegennehmen. Der Preis, für den sich 72 ehrenamtliche Initiativen beworben hatten, steht anlässlich des Geburtstags der bayerischen Verfassung unter dem Motto „70 Jahre in guter Verfassung. Wir leben und gestalten Demokratie!“

Die Jury würdigte durch den mit 10.000 € dotierten Preis das „herausragende ehrenamtliche Engagement der Schul- und Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. für die Werte der Verfassung.“ In der Begründung hieß es weiter: „Die Jury zeigt sich von Ihrem unermüdlichen Engagement für Frieden, Freiheit und Demokratie äußerst angetan. Ihr Verein leistet seit langem eine völkerverständigende und friedenspädagogische Jugendarbeit, in dem er Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenbringt und aktiv Erinnerungskultur betreibt. In vielen nachahmungswerten Aktionen verbinden Sie auf beeindruckende Weise das Gedenken an Vergangenes mit dem hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft!“

Durch das Programm führte der Münchner Schauspieler Udo Wachtveitl, der von seiner Begegnung als Tatort-Kommissar mit dem Zitat „mortui vivos docent“ (die Toten lehren die Lebenden) berichtete und hierüber die Brücke zu der Arbeit des Volksbundes schlug, die in all den Jahren nichts an ihrer Aktualität und Wichtigkeit verloren habe.

Im Interview mit Udo Wachtveitl stellte Bildungsreferent Maximilian Fügen klar, dass die klassischen Aufgaben der Kriegsgräberfürsorge und die friedenspädagogische Jugendarbeit untrennbar miteinander verbunden seien. „Kriegsgräberstätten sind durch die Jugend- und Bildungsarbeit des Volksbundes nicht mehr nur Orte der Trauer und des Gedenkens, sondern es sind Orte der außerschulischen historischen Bildung, Orte der internationalen Begegnung und Mahnmale für den Frieden." Fügen erklärte weiter, dass die Kriegsgräberstätten die einmalige Möglichkeit böten, die Folgen von Krieg- und Gewaltherrschaft für die Jugendlichen sichtbar und (be-)greifbar zu machen. Britta Müller, die Vorsitzende des Jugendarbeitskreises (JAK) Bayern, skizzierte die vielfältigen Angebote des Volksbundes in der Jugendarbeit und gab den Zuhörern einen Einblick in die Wirkung, die der Besuch auf Kriegsgräberstätten und die Arbeit mit Einzelschicksalen auf die Jugendlichen hat. Abschließend hob der Landesvorsitzende Dr. Wilhelm Weidinger das Alleinstellungsmerkmal des Volksbundes hervor, der, als einziger Kriegsgräberdienst weltweit, eine völkerverständigende Jugendarbeit betreibt und sich dabei zum größten Teil aus Spenden finanziert. Von den anwesenden Abgeordneten, weiteren Preisträgern und Gästen wurde die Arbeit des Volksbundes mit viel Beifall bedacht.

Bei den weiteren Preisträgern befand sich der Volksbund in guter Gesellschaft. Zwei Bürgerinitiativen gegen Rechtsradikalismus waren hier gemeinsam mit einem völkerverständigenden Musical zu den Nachwirkungen des Massakers von Oradour ebenso wie zwei Bürgerradiosender vertreten.

Die anwesenden Repräsentanten des Volksbundes (neben den oben Genannten waren der amtierende und der designierte Landesgeschäftsführer, Gerd Krause und Jörg Raab, die Bezirksvorsitzende für München, Johanna Rumschöttel, der 2. Vorsitzende des JAK, Daniel Rehermann, und weitere Mitglieder des JAK sowie des Pädagogischen Beirates anwesend) nahmen den Preis stellvertretend für die vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter und Helfer entgegen, die die Arbeit des Volksbundes unterstützen und damit den Erfolg dieser völkerverständigen und friedenspädagogischen Schul-, Jugend- und Bildungsarbeit erst möglich gemacht haben und auch in Zukunft möglich machen. 

Anbei eine Linksammlung mit aktuellen Pressemeldungen (u.a. Fernsehbericht des BR):

https://www.bayern.landtag.de/aktuelles/preise/buergerpreis/

http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/verleihung-buergerpreis-2016-100.html

http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/landtag/detailansicht-landtag/artikel/vereint-fuer-die-werte-der-verfassung.html

https://www.bayern.landtag.de/fileadmin/Internet_Dokumente/Sonstiges_P/BP2016_Broschuere_Preistraeger.pdf

http://www.muenchen.de/aktuell/2016-10/buergerpreis-2016.html

http://www.merkur.de/politik/landtag-ehrt-initiativen-gegen-rechts-6866063.html

http://www.sueddeutsche.de/bayern/ehrung-ausgezeichnetes-engagement-1.3213161

„70 Jahre in guter Verfassung. Wir leben und gestalten Demokratie!“ | © Bildarchiv Bayerischer Landta
Die Vertreter des Volksbundes (Landesverband Bayern) bei der Preisverleihung des Bürgerpreises im Bayerischen Landtag durch die Landtagpräsidentin Barbara Stamm (4. v. re.)
Urkunde des Bürgerpreises des Bayerischen Landtags (2. Preis) für die Schul- und Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Preisträgerbroschüre des Bürgerpreises 2016

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