Der Bezirksverband Oberbayern stellt sich vor

 

Heinrich Rehberg

 

Grußwort

von Heinrich Rehberg

Volksbund Bezirksvorsitzender Oberbayern

DRK-Suchdienstleiter i.R.

 


Ich heiße Sie auf der Internetseite des Bezirksverbandes Oberbayern herzlich willkommen! Schön, dass Sie sich für unsere Friedensarbeit interessieren, die im Dienst der Völkerverständigung steht. Schauen Sie sich auf unseren Seiten um, informieren Sie sich über unsere Arbeit!
Als ehemaliger Leiter des DRK-Suchdienstes fühle ich mich dem Ziel - der Arbeit für den Frieden - besonders verpflichtet. In den vielen Gesprächen mit den Angehörigen der Kriegsopfer während meiner Dienstzeit war immer deren Wunsch zu verspüren, dass die Gefallenen und Vermissten irgendwo - auch fern der Heimat - eine ordentlich letzte Ruhestätte gefunden haben mögen.
Die Mütter und Väter, die die Buben aufgezogen hatten, hatten für ihre Kinder eigentlich etwas ganz anderes im Sinn; sie wollten, dass es ihnen im Leben gut gehen möge und wollten sie nicht als Soldaten für eine Ideologie opfern! Es ist mir wichtig diesen Gedanken auch in der heutigen Zeit wach zu halten.
Die beiden folgenden Aufgaben bestimmen die Arbeit des Volksbundes bereits seit vielen Jahren, heute und noch vermehrt in der Zukunft:
·    die Sorge um die Kriegstoten und den Erhalt der Kriegsgräberstätten
·    das Weitertragen des Friedens- und Verständigungsgedankens in die nächsten Generationen
Dabei beschränkt sich diese Sorge nicht nur auf den Erhalt der vorhandenen Friedhöfe und Gedenkstätten in aller Welt. Längst sind noch nicht alle Kriegstoten in eine würdige letzte Ruhestätte überführt. So plant der Volksbund auch heute noch alljährlich 26.000 Umbettungen, dabei liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit in Osteuropa.

Geschichte wird durch Erinnern und Erzählen besonders anschaulich. Die Anzahl der Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg selbst erlebt haben und den nachwachsenden Generationen darüber erzählen können, nimmt immer mehr ab. Die letzten im Zweiten Weltkrieg eingezogenen Jahrgänge haben das 90. Lebensjahr erreicht oder überschritten. Bald wird keiner mehr unter uns sein, der aus eigener Anschauung darüber berichten kann. Das hat eklatante Auswirkungen auf unser Geschichtsbild, denn die Erfahrungen aus der Vergangenheit sind das Fundament aus dem die Gesellschaft Ihre Werte ableitet – ihre Verpflichtung, sich für Frieden und Demokratie einzusetzen. So ist es die ständige Herausforderung für uns, eine bleibende Zeitzeugenschaft zu schaffen und zu unterhalten.

Die Völkergemeinschaft hat die Kriegsgräberstätten als immerwährende Erinnerungs- und Gedenkstätten anerkannt und Ihren Bestand über die Genfer Konvention und bilaterale Kriegsgräberabkommen verbrieft. Durch das dauerhafte Ruherecht sollen Soldatenfriedhöfe in der Heimat, wie auch in aller Welt den Menschen als Mahnstätten für den Frieden dienen. Albert Schweitzer hat dies in das Wort gefasst: „Kriegsgräber sind die großen Prediger des Friedens – und ihre Bedeutung als solche wird immer mehr zunehmen.“

Die Lehren aus der Friedenspredigt haben uns die längste Friedensperiode in Mitteleuropa seit Jahrhunderten geschenkt, doch der immer größere Abstand zu den Zeiten der beiden Weltkriege erfordert es, den Nachgeborenen diese Zeit zu erläutern. Daher wollen wir möglichst viele Menschen, besonders Jugendliche und junge Erwachsene als Besucher auf die Kriegsgräberstätten in aller Welt führen.

Gesellschaftliche Veränderungen erfordern es, neue Mittel und neue Wege zu suchen. Unser Auftrag gilt seit fast 100 Jahren allerdings unverändert:
MORTUI VIVENTES OBLIGANT – Die Toten verpflichten die Lebenden!

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge leistet so eine humanitäre und gesellschaftspolitisch bedeutsame Friedensarbeit und trägt ganz wesentlich zur Völkerverbindung bei.
Bereits jetzt helfen uns dabei die Bürgerinnen und Bürger in Oberbayern durch ihre außergewöhnlich tatkräftige Unterstützung. Dieser Hilfe gebührt unser Dank. Ich bitte Sie, in Ihrer Unterstützung nicht nachzulassen, sondern sie auszubauen: durch Ihr ehrenamtliches Engagement, Ihre Mitgliedschaft und Ihre Spende oder einfach durch Ihren Besuch einer Kriegsgräberstätte im Inland oder im Ausland.

München, im März 2017
Heinrich Rehberg


Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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