BV Oberfranken:

Bundeswehr, Reservisten-, Soldaten- und Traditionsverbände

 

Die Bundeswehr unterstützt den Volksbund seit ihrer Aufstellung 1955 in besonderem Maße bei seiner Arbeit. Formale Grundlage hierfür ist der Erlass über die „Unterstützung der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Kassel, durch die Bundeswehr" (VMBl. 2009, S. 96).

Durch diese Unterstützung können Soldaten und Soldatinnen aus den Erfahrungen deutscher Geschichte lernen. Sie gewinnen durch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in Form der Kriegsgräberfürsorge zum einen Maßstäbe für das eigene (Führungs-)Verhalten, zum anderen eine Leitlinie, um politische Geschehnisse und Zusammenhänge der Gegenwart zu beurteilen und zugleich ein angemessenes Traditionsverständnis zu entwickeln. Sie können erkennen, dass das Vermächtnis von Millionen Toten der Kriege und der Gewaltherrschaften alle Völker zu Verständigung und Frieden mahnt. Kriegsgräberfürsorge ebnet zugleich den Weg zu den europäischen Nachbarn und ehemaligen Gegnern und ist einer der Ankerpunkte in der Tradition der Bundeswehr. Die Pflege von Tradition ist integraler Bestandteil der Inneren Führung und leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Bundeswehr als Armee im Einsatz.

 

Es liegt daher "im besonderen staatlichen und dienstlichen Interesse, diese einzigartige Arbeit des Volksbundes, die nach Zielsetzung und Qualität nicht zu vergleichen ist mit dem Engagement anderer Organisationen, durch die Bundeswehr zu unterstützen."

 

„Bundeswehr als Armee im Einsatz"

Trotz knapper werdender personeller und materieller Ressourcen im Inland unterstützen die Verbände, Einheiten und Dienststellen der Bundeswehr in Oberfranken weiterhin engagiert und erfolgreich die Arbeit des Volksbundes.
Im engen Schulterschluss mit der Bundeswehr bringen sich hierbei Angehörige der zur beorderungsunabhängigen, freiwilligen Reservistenarbeit autorisierten Dachverbände (VdRBw, BSB, BKV) gleichermaßen zum Wohl des Volksbundes ein.

 


Das Foto zeigt von links den Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer, Klaus Finzel, Hilde Hälterlein, Emil Müller und Reservistenbetreuer Hans-Georg Simon.

Mürsbach KV- Bamberg

Ehrungen beim Sommerfest der SRK Mürsbach


Aus der Marktgemeinde Rattelsdorf hatte zum Sommerfest mit Ehrungen am Herrentag die Vorstandschaft der Soldaten und Reservisten Kameradschaft Mürsbach mit ihrem 1.Vorsitzenden Heinrich Gunzelmann eingeladen. Im Verlauf des Festes wurden Treue Sammler- innen die schon über mehrere Jahre hinweg für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sammeln geehrt. Hierzu kam eigens von der Bezirksgeschäftsstelle des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aus Bayreuth der Bezirks- geschäftsführer Robert Fischer angereist.  „In Anerkennung der Verdienste um das Werk der Kriegsgräberfürsorge, das der Völkerverständigung und der Förderung des Friedens dient“, ehrte er Brigitte Braun aus Mürsbach mit der Bronzenen Verdienstspange des Volksbundes, des Weiteren mit der Verdienstspange in Silber, Hilde und Michael Hälterlein aus Hilkersdorf, sowie Emil Müller und Klaus Finzel aus Speiersberg.

 


KSK Steinberg „wächst und gedeiht“

Ehrungen bei der KSK Steinberg. Mit im Bild sind die Ehrengäste Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer (links), BKV-Kreis- und Bezirksvorsitzender Gottfried Betz (vierter von links), Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner (dritte von links) wie auch Ellen Zwosta, das einzige weibliche Mitglied der KSK (dritte von rechts).

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Steinberg hielt Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr. Erneut konnte die Mitgliederanzahl gesteigert werden. Die Kriegsgräber-Sammlung brachte ein Top-Ergebnis.

Steinberg- Auch 2015 war die 1883 ins Leben gerufene KSK ein festes Element der Dorfgemeinschaft. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum Frack“ konnte Vorsitzender Johannes Baier von einem regen Vereinsleben berichten, mit dem man zugleich einen großen Beitrag zur Traditions- und Heimatpflege leistete. So nahm die rund 120 Mitglieder zählende KSK wieder an allen Kirchenparaden der Pfarrei Steinberg mit der Fahne und einer Abordnung teil. Zudem unterstützte man weltliche Feste im Dorfgeschehen. Großen Zuspruch fanden das öffentliche Luftgewehrschießen auf der „Melmesch-Leiten“ sowie die Laser-Schießkino-Meisterschaften im „Frack“, die beide erstmals ausgetragen wurden. Die letztjährige Kriegsgräber-Sammlung erbrachte ein sehr gutes Spendenergebnis von 1.278 Euro. Der Dank des Vorsitzenden galt allen Funktionsträgern und Helfern – insbesondere auch Anneliese Munzer, die seit vielen Jahren für die Pflege und Bepflanzung des Ehrenmals verantwortlich zeichnet. Schriftführer Michael Fischer verlas das Jahresprotokoll 2015, während Kassier Ernst Gerber einen Einblick in die Finanzlage gab. Kassenprüfer Jürgen Geiger bescheinigte eine einwandfreie Buchführung. 2. Vorsitzender Udo Jakob hielt eine Vorschau auf die anstehenden Veranstaltungen. Die aufgrund des erweiterten Tätigkeitfelds der KSK neu überarbeitete Satzung wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen.
„Die beiden Weltkriege dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, mahnte Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner. Es sei unsere Aufgabe, die Erinnerung wachzuhalten und diese insbesondere jungen Leuten ins Bewusstsein zu bringen. Mit der alljährlichen  Kriegsgräbersammlung trage die KSK Steinberg zum guten Ansehen der Gemeinde mit bei. So sah es auch Gottfried Betz,  Bezirks- und Kreisvorsitzender der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV), der der KSK für ihr großes Engagement auf allen Ebenen dankte – gerade auch für die hervorragende Jugendarbeit. „Ihr seid da spitze“, würdigte er. Mit dem neuen Kreisschießwart und zugleich Kreisreservistenbetreuer des Kreisverbands, Udo Leikeim, wolle man, so Betz, insbesondere junge Leute für die Ortsvereine gewinnen. Er dürfe  beispielsweise auch die Ausbildung zum Schießleiter durchführen. Bereits jetzt lud er zu den Veranstaltungen auf Kreis- wie Bezirksebene ein. hs
Termine KSK 2016: 15.04.: Laserschießen im Frack, 01.05.: Soldatenwallfahrt Vierzehnheiligen, 26.05.: Kirchenparade zu Fronleichnam, 29.05.: Kirchenparade zum Flurumgang, 04./05.05.: BKV- Landesfriedenswallfahrt Altötting, 23.07.: Luftgewehrschießen „Melmesch-Leiten“, 03.09.: Friedenswallfahrt in Neuengrün, 25.09.: Kirchenparade zum Bettag, 14.10.: Preisbierkopfturnier – VZ Kronachtalhalle, 21.10.: Friedensandacht KSK Steinberg, 13.11.: Kirchenparade zum Volkstrauertag. Hinzu kommt das KK-Schießen Pistole in Nordhalben und die BKV-Militärpatrouille in Gifting, Posseck und Größau. Hier stehen die genauen Termine noch nicht fest. 

Reinhold Baierlipp hält KSK Steinberg 50 Jahre die Treue
Bei der Jahreshauptversammlung wurde der verdiente Aktivposten für seine fünf Jahrzehnte währende Treue ausgezeichnet. Geehrt wurden auch die langjährigen Kriegsgräber-Sammler Uwe Buckreus, Werner Jakob und Ernst Gerber.

Steinberg- Reinhold Baierlipp war bereits 2014 mit dem BKV-Ehrenkreuz ausgezeichnet worden. Seinen Wehrdienst leistete er von Oktober 1965 bis März 1967 – zunächst in der Schwäbischen Alb, dann in Hammelburg zwecks Teilnahme an einem Lehrgang sowie schließlich in Mellrichstadt als Wartungstruppführer. „Als ich von der Bundeswehr zurückkam, wurde ich vom damaligen KSK-Vorsitzenden Andreas Förtsch angesprochen, ob ich dem Verein beitreten möchte“, erinnert sich der Steinberger. Der ausschlaggebende Grund sei für ihn die Kameradschaft gewesen. „In meinen jungen Jahren - so in den 1960-er Jahren - haben wir Theater namens der Kameradschaft gespielt. Die Aufführungen waren im Fracks-Saal, aber auch im ganzen Landkreis und darüber hinaus. Wir spielten viele Stücke - insbesondere vom Mundartdichter „Bauern Andres“, so der Jubilar, der beim KSK großes Engagement zeigt. So vertritt er beispielsweise - bei beruflicher Verhinderung -  den Vorsitzenden Johannes Baier  und auch dessen Vorgänger Alfred Zwosta stand er bereits unterstützend zur Seite. Auch beim Ehrenzug ist er schon etliche Jahre dabei. Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte stellte 1983 der Besuch der 100-Jahrfeier vom damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Franz Josef Strauß dar. Ebenso im großen Rahmen wurden die Jubiläen zum 110- und 125-jährigen Bestehen gefeiert.

Die Treuenadel wurde ihn von Gottfried Betz  überreicht, während der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge von Oberfranken, Robert Fischer, die drei langjährigen Sammler ehrte. Dabei bedachte er Uwe Buckreus für 5 Jahre Sammlertätigkeit mit der Bronzenen Verdienstspange sowie Werner Jakob und Ernst Gerber für ihre jeweils 25-jährige Sammlertätigkeit mit der goldenen Verdienstspange. Fischer verwies in seinen Ausführungen auf die zu pflegenden 2,7 Millionen Kriegsgräber. Dazu kamen in 2015 30 000 Umbettungen. „Die Pflege für ein Grab kostet sechs Euro im Jahr“, informierte er. Fischer dankte den freiwilligen Helfern für ihren aufopferungsvollen Sammlerdienst. Mit dem in 2015 gesammelten 1.278 Euro könne man 213 Gräber ein Jahr lang pflegen. Gemeinsam gedachte man auch des Ehrenmitglieds Ludwig Zwosta, der bis zu seinem Tod 2014 rund 24 Jahre gesammelt hatte. Er wäre heuer mit der weiß-goldenen Verdienstspange geehrt worden. hs  

Ehrungen: Langjährige Mitglieder: 50 Jahre: Reinhold Baierlipp, langjährige Sammler für die Kriegsgräber: 5 Jahre: Uwe Buckreus, 20 Jahre: Werner Jakob, Ernst Gerber.


 

Kriegsgräbereinsatz oberfränkischer Reservisten im In- und Ausland

Reservisten helfen bei der Soldatengräber-Pflege.
Rasenmähen für den Frieden