BV Oberfranken:

Bundeswehr, Reservisten-, Soldaten- und Traditionsverbände

 

Die Bundeswehr unterstützt den Volksbund seit ihrer Aufstellung 1955 in besonderem Maße bei seiner Arbeit. Formale Grundlage hierfür ist der Erlass über die „Unterstützung der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Kassel, durch die Bundeswehr" (VMBl. 2009, S. 96).

Durch diese Unterstützung können Soldaten und Soldatinnen aus den Erfahrungen deutscher Geschichte lernen. Sie gewinnen durch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in Form der Kriegsgräberfürsorge zum einen Maßstäbe für das eigene (Führungs-)Verhalten, zum anderen eine Leitlinie, um politische Geschehnisse und Zusammenhänge der Gegenwart zu beurteilen und zugleich ein angemessenes Traditionsverständnis zu entwickeln. Sie können erkennen, dass das Vermächtnis von Millionen Toten der Kriege und der Gewaltherrschaften alle Völker zu Verständigung und Frieden mahnt. Kriegsgräberfürsorge ebnet zugleich den Weg zu den europäischen Nachbarn und ehemaligen Gegnern und ist einer der Ankerpunkte in der Tradition der Bundeswehr. Die Pflege von Tradition ist integraler Bestandteil der Inneren Führung und leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Bundeswehr als Armee im Einsatz.

 

Es liegt daher "im besonderen staatlichen und dienstlichen Interesse, diese einzigartige Arbeit des Volksbundes, die nach Zielsetzung und Qualität nicht zu vergleichen ist mit dem Engagement anderer Organisationen, durch die Bundeswehr zu unterstützen."

 

„Bundeswehr als Armee im Einsatz"

Trotz knapper werdender personeller und materieller Ressourcen im Inland unterstützen die Verbände, Einheiten und Dienststellen der Bundeswehr in Oberfranken weiterhin engagiert und erfolgreich die Arbeit des Volksbundes.
Im engen Schulterschluss mit der Bundeswehr bringen sich hierbei Angehörige der zur beorderungsunabhängigen, freiwilligen Reservistenarbeit autorisierten Dachverbände (VdRBw, BSB, BKV) gleichermaßen zum Wohl des Volksbundes ein.

 

 

Die erfolgreichen und fleißigen Sammler der SRK Nordhalben, sie haben an Allerheiligen cirka 1 Stunde vor dem Friedhof und am 26.11.17 vor der eV. Kirche gesammelt. Es konnte ein Betrag von 1339,69.-€ an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Oberfranken übergeben werden.
Ein Höhepunkt des Besuchs beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg/Donau war die Besichtigung der Eurofighter in der Instandsetzungshalle. Unser Bild zeigt (von links) Oberstabsfeldwebel Robert Fischer, Oberleutnant Andreas Krauß, Reinhard Taube, Gerhard Ködel, Michael Hottung, Erika Kraft, Günter Limmer, Stefan Ködel und Hansi Ködel. Foto: Rainer Unger

Pressebericht Frankenpost Ausgabe Kulmbach vom 04.11.2017

Alarmstart innerhalb von 15 Minuten


Mitglieder der Reservistenkameradschaft Kulmbach besuchten den Fliegerhorst Neuburg/Donau. Sie informierten sich über Aufgaben und Ausrüstung des Luftwaffengeschwaders.
Kulmbach / Neuburg/Donau - Einen ganz außergewöhnlichen Tag durfte eine Abordnung der Reservistenkameradschaft Kulmbach/Plassenburg mit Vorsitzendem Günter Limmer an der Spitze vor kurzem in Neuburg an der Donau erleben. In der Wilhelm-Frankl-Kaserne, wo das Taktische Luftwaffengeschwader 74 stationiert ist, konnten sie den Eurofighter nicht nur aus nächster Nähe betrachten, sondern bekamen zudem eine genaue Erklärung der technischen Daten und der Ausstattung des Waffensystems.
Bei einem sicherheitspolitischen Seminar in Himmelkron im Sommer hatte Oberstabsfeldwebel d. R. Robert Fischer den Reservisten der Bezirksgruppe Oberfranken die Möglichkeit eines Besuchs angeboten. Fischer, der auch Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Oberfranken ist, absolviert seinen regelmäßigen Reservistendienst in der Presseabteilung des Geschwaders. Er vermittelte nun den Besuch der Kulmbacher im Rahmen der sicherheitspolitischen Arbeit des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr.
Nachdem die acht Personen starke Abordnung in der Kaserne ankam, informierte Fischer in einem Dia-Vortrag zunächst über die Geschichte des 1961 in Dienst gestellten Geschwaders. Mit der legendären F-104 G Starfighter versahen die Soldaten ihren Dienst dort ebenso wie später mit der F-4 F Phantom. Als erster Einsatzverband der Luftwaffe wurde das Geschwader im Juli 2006 mit dem Waffensystem Eurofighter ausgerüstet. Das Geschwader stellt die sogenannte "Alarmrotte" für den gesamten süddeutschen Raum. Fischer führte aus, Aufgabe der Luftwaffe im Frieden ist die Überwachung des Luftraums über Deutschland rund um die Uhr.
Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 stellt dafür an 365 Tagen im Jahr zwei Eurofighter, zwei Piloten sowie Techniker und Flugbetriebspersonal bereit. Spätestens 15 Minuten nach der Alarmierung müssen die beiden Maschinen in der Luft sein, um auffällig gewordene Maschinen abzufangen und zu identifizieren. Hauptgrund der Einsätze sind dabei Flugzeuge, die sich nicht gemäß den luftfahrtrechtlichen Vorgaben verhalten oder zu denen kein Funkkontakt besteht. Die Alarmrotte nähert sich dem Flugzeug und versucht mittels Funk oder Sichtzeichen Kontakt zum Piloten aufzunehmen. Die Besatzung der Alarmrotte identifiziert das Flugzeug sowie mögliche Probleme der Maschine und meldet dies an den zuständigen Luftwaffengefechtsstand.
Robert Fischer erinnerte daran, dass erst vor nicht allzu langer Zeit zwei Eurofighter über Oberfranken in Schallgeschwindigkeit unterwegs waren, um eine Verkehrsmaschine, die ohne Funkverbindung über Deutschland flog, bis zur Landesgrenze zu begleiten. Der durch den Überschallflug entstehende Knall war fast überall in Oberfranken zu hören.
Höhepunkt des Besuches war natürlich die Fahrt zur "Basis Zell", wo die Besichtigung der Wartungsbereiche des Eurofighters, der Flughafenfeuerwehr und des Flugbetriebes auf dem Programm stand. Vor der Instandsetzungshalle wartete aber zunächst eine besondere Überraschung auf die Gruppe, denn sie begrüßte dort Oberleutnant Andreas Krauß, ein Kauernburger. Er geleitete den Besuch in die Halle und erklärte ihnen den Eurofighter. Rund 30 dieser Waffensysteme, wie im Bundeswehr-Jargon die Bezeichnung für den Eurofighter lautete, sind aktuell in Neuburg stationiert. Jede Maschine kostet dabei mindestens 80 Millionen Euro.
Krauß unterrichtete über die verschiedenen Einsatzgebiete des allwetterfähigen Mehrzweckkampfflugzeugs und über dessen Flexibilität, die auf einer fortschrittlichen Technik in diversen Bereichen basiert. In der Rolle des Luftüberlegenheitsjägers kann der Eurofighter seine extreme Manövrierfähigkeit und sein hohes Schub-Gewichts-Verhältnis voll ausspielen. Er kann mehrere feindliche Kampfflugzeuge gleichzeitig inner- wie außerhalb des sichtbaren Bereichs bekämpfen, darüber hinaus aber auch verschiedene Bodenziele auf unterschiedliche Weise angreifen.
Für diese vielfältigen Aufgaben stehen verschiedene Waffengattungen zur Verfügung. Aufmerksam und mit sichtlichem Interesse verfolgte die Gruppe die Ausführungen, die Krauß immer wieder für Zwischenfragen unterbrechen musste. Das besondere Highlight bildete schließlich, die Eurofighter beim Start und bei der Landung aus nächster Nähe zu beobachten.



Von links nach rechts: Stabsfeldwebel d.R. Manfred Hofmann, Obergefreiter d.R. Alexander Linsenbarth, Stabsfeldwebel a.D. Bernd Hecke, Stabsfeldwebel d.R. Klaus Distler, Oberfeldwebel d.R. Michael Schultz

Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden

RK Hof unterstützt seit 17 Jahren die Haus-und Straßensammlung den Bezirksverband Oberfranken des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Seit 17 Jahren koordiniert Stabsfeldwebel a.D. Bernd Hecke die Haus-und Straßensammlung für die Reservistenkameradschaft in Hof. Die Mitglieder der RK Hof haben in dieser Zeit fleißig gesammelt und konnten bisher 16839,49 Euro an den Volksbund übergeben.
Die so erzielten Spendeneinnahmen dienen zur Finanzierung der Pflege und Instandhaltung von 833 Kriegsgräberstätten im Ausland mit etwa 2,7 Millionen Toten, der Unterstützung der Kommunen bei der Kriegsgräberbetreuung in Bayern und zur Mitfinanzierung der Jugendlager der Aktion „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“.
Auch in diesem Jahr nutzten die Kameraden – trotz schlechtem Wetter – den Feiertag Allerheiligen um am Hofer Friedhof für den Volksbund zu sammeln. Viele Friedhofsbesucher wissen um diesen „traditionellen Straßen-Sammeltag“ der Hofer Reservisten und haben schon den Spendenbetrag in der Hand. Für die parallel laufende Haussammlung engagieren sich seit vielen Jahren Bernd Hecke und Jürgen Knieling.
Zum Abschluss des Sammeltages besuchten die Kameraden noch das Grab ihres viel zu früh verstorbenen ehemaligen 1. Vorsitzenden Stabsunteroffizier d.R. Harald Zeh, zu einem stillen Gedenken. Dort wurde auch das beigefügte Bild aufgenommen.

Aber nicht nur die Haus-und Straßensammlung unterstützen die Hofer Reservisten. Sondern sie beteiligen sich auch seit fast 30 Jahren mit Ehrenabordnungen  an den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Hof, Unterkotzau, Wölbattendorf, Moschendorf und in Töpen.

Zudem bestritten die Hofer bereits zwei Auslandsarbeitseinsätze zur Kriegsgräberpflege
·    Im Mai 2011 in Eger/ Tschechien.
·    Im September 2014 auf dem FUTA Pass in Italien.





Die Teilhabenden Ehrengäste und Kameradschaften mit den Fahnenabordnungen. Foto: Jutta Bauernschmitt

Einweihung des neu gestalteten Kriegerdenkmals in Wichsenstein

Wichsenstein - Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Wichsenstein hat es letztes Jahr in die Hand genommen und das Kriegerdenkmal mit neuen Schriftzügen der Gefallen und Vermissten Soldaten beider Weltkriege aufgefrischt, da die alten Gusseisen Schriften aus dem Jahre 1972 so langsam zu zerbrechen begannen.

Am 27. Mai 2017 war es dann soweit, das Kriegerdenkmal konnte wieder gesegnet und eingeweiht werden.

Begrüßt wurden die Ehrengäste:
Rosi Kraus, stellv. Landrätin Forchheim
Manfred Eckert, 3. Bürgermeister der Marktgemeinde Gößweinstein
Robert Fischer, Geschäftsführer Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Oberfranken
Oberst d. R. Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, BSB stellv. Präsident u. Bezirksvorsitzender
Jürgen Hädinger, BSB Kreisvorsitzender
Oberst d. R. Erwin Reus
Hermann Dietrich Streit, BSB Ehrenbezirksstandartenträger

Sowie die Kameradschaften mit ihren Fahnenabordnungen:
SRK – Morschreuth (Patenverein)
SK - Creußen
SRK – Bieberbach
SRK - Heroldsbach

Begonnen wurde mit einem Festzug, mit den Ehrengästen und den teilnehmenden Kameradschaften mit den Fahnenabordnungen und der BSB Bezirksstandarte Oberfranken, zur Kirche zum Gedenkgottesdienst mit anschließender Weihe und Segnung des Kriegerdenkmals durch Pater Flavian.

Nach den Bedeutungsvollen Reden der Ehrengäste und des 1. Vorsitzenden wurde eine gebührende Kranzniederlegung mit dem Geschäftsführer Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Herrn Robert Fischer durchgeführt.

Danach ging der Festzug noch um die uralte Tanzlinde in Wichsenstein zum Gasthof Greller zu einem gemütlichen Beisammensein.

Text: Gerhard Freier


Von links: OStFw d.R. und Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer mit dem V.d.R.Bw Kreisorganisationsleiter OFR West Christian Napp vor dem Eurofighter mit der Sonderlackierung Arktic-Tiger
Die Gruppe der Reservisten der V.d.R.Bw Kreisgruppe OFR West vor dem Eurofighter

Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr Kreisgruppe Oberfranken West

Truppenbesuch in Neuburg/Donau - Ein Tag beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74

Im Rahmen der sicherheitspolitischen Arbeit des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. besuchten Mitglieder der Kreisgruppe Oberfranken West, unter der Leitung des Kreisorganisationsleiters Christian Napp, das Taktische Luftwaffengeschwader 74 (TaktLwG74) in Neuburg an der Donau.
Möglich wurde dieser Besuch auf Vermittlung von Oberstabsfeldwebel d.R. Robert Fischer – im Zivilberuf Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Oberfranken – der seine regelmäßigen Reservistendienstleistungen in der Presseabteilung des Geschwaders absolviert. Dieser hatte im Rahmen eines sicherheitspolitischen Seminars in Himmelkron den teilnehmenden Reservisten der Bezirksgruppe Oberfranken diese Besuchsmöglichkeit angeboten.
Diese Möglichkeit nahm die Kreisgruppe wahr und organisierte den Besuch beim Geschwader. Am Besuchstag traf die Gruppe gegen 10:00 Uhr an der Wilhelm-Frankl-Kaserne ein.


Auftrag


Die Luftwaffe überwacht bereits im Frieden rund um die Uhr den Luftraum über Deutschland und sichert so die Souveränität und Unversehrtheit unseres Landes aus der Luft. Hierzu stellt das TaktLwG74 als eines der beiden mit diesem Auftrag betrauten fliegenden Verbände zwei Eurofighter mit zwei Piloten sowie Techniker und Flugbetriebspersonal an 365 Tagen im Jahr bereit. Diese Alarmrotten- oder im Militärjargon „Quick Reaction Alert“-Maschinen, kurz QRA, müssen spätestens 15 Minuten nach ihrer Alarmierung in der Luft sein, um auffällig gewordene Flugzeuge abzufangen und zu identifizieren.
Der Hauptgrund für Einsätze der Alarmrotte sind Flugzeuge, die sich nicht gemäß den luftfahrtrechtlichen Vorgaben verhalten oder zu denen kein Funkkontakt besteht. Die Alarmrotte nähert sich dem Flugzeug und versucht über Funk oder mittels Sichtzeichen Kontakt zum Piloten aufzunehmen. Die Besatzung der Alarmrotte identifiziert das Flugzeug sowie mögliche Probleme der Maschine und meldet dies an den zuständigen Luftwaffengefechtstand für ggf. weitere Maßnahmen.


Einsatzaufgaben


Das TaktLwG74 stellt bei Bedarf Personal und Material für durch den Bundestag mandatierte Einsätze zur Verfügung. Zu den spezifischen Aufgaben des Verbandes gehören unter anderem:
•    Erlangen und Erhalten der Kontrolle des Luftraums durch Bekämpfen gegnerischer Flugzeuge
•    Bereitstellen von Eskorten zum Schutz eigener Kräfte gegen angreifende gegnerische Flugzeuge
•    Durchführen von Patrouillenflügen zur Überwachung des Luftraums durch Präsenz eigener Jagdflugzeuge
Zudem beteiligt sich das Geschwader im Rahmen des erweiterten Aufgabenspektrums der Bundeswehr mit Einzelpersonalabstellungen an verschiedenen Auslandseinsätzen.
Aktuell waren vor wenigen Tagen zwei Eurofighter der Alarmrotte über Oberfranken in Schallgeschwindigkeit unterwegs, um eine Verkehrsmaschine welche ohne Funkverbindung über Deutschland flog bis zur Landesgrenze zu begleiten. Der Knall welcher durch den Überschallflug entstand war fast überall in Oberfranken zu hören.


Das Foto zeigt von links den Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer, Klaus Finzel, Hilde Hälterlein, Emil Müller und Reservistenbetreuer Hans-Georg Simon.

Mürsbach KV- Bamberg

Ehrungen beim Sommerfest der SRK Mürsbach


Aus der Marktgemeinde Rattelsdorf hatte zum Sommerfest mit Ehrungen am Herrentag die Vorstandschaft der Soldaten und Reservisten Kameradschaft Mürsbach mit ihrem 1.Vorsitzenden Heinrich Gunzelmann eingeladen. Im Verlauf des Festes wurden Treue Sammler- innen die schon über mehrere Jahre hinweg für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sammeln geehrt. Hierzu kam eigens von der Bezirksgeschäftsstelle des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aus Bayreuth der Bezirks- geschäftsführer Robert Fischer angereist.  „In Anerkennung der Verdienste um das Werk der Kriegsgräberfürsorge, das der Völkerverständigung und der Förderung des Friedens dient“, ehrte er Brigitte Braun aus Mürsbach mit der Bronzenen Verdienstspange des Volksbundes, des Weiteren mit der Verdienstspange in Silber, Hilde und Michael Hälterlein aus Hilkersdorf, sowie Emil Müller und Klaus Finzel aus Speiersberg.

 


KSK Steinberg „wächst und gedeiht“

Ehrungen bei der KSK Steinberg. Mit im Bild sind die Ehrengäste Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer (links), BKV-Kreis- und Bezirksvorsitzender Gottfried Betz (vierter von links), Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner (dritte von links) wie auch Ellen Zwosta, das einzige weibliche Mitglied der KSK (dritte von rechts).

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Steinberg hielt Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr. Erneut konnte die Mitgliederanzahl gesteigert werden. Die Kriegsgräber-Sammlung brachte ein Top-Ergebnis.

Steinberg- Auch 2015 war die 1883 ins Leben gerufene KSK ein festes Element der Dorfgemeinschaft. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum Frack“ konnte Vorsitzender Johannes Baier von einem regen Vereinsleben berichten, mit dem man zugleich einen großen Beitrag zur Traditions- und Heimatpflege leistete. So nahm die rund 120 Mitglieder zählende KSK wieder an allen Kirchenparaden der Pfarrei Steinberg mit der Fahne und einer Abordnung teil. Zudem unterstützte man weltliche Feste im Dorfgeschehen. Großen Zuspruch fanden das öffentliche Luftgewehrschießen auf der „Melmesch-Leiten“ sowie die Laser-Schießkino-Meisterschaften im „Frack“, die beide erstmals ausgetragen wurden. Die letztjährige Kriegsgräber-Sammlung erbrachte ein sehr gutes Spendenergebnis von 1.278 Euro. Der Dank des Vorsitzenden galt allen Funktionsträgern und Helfern – insbesondere auch Anneliese Munzer, die seit vielen Jahren für die Pflege und Bepflanzung des Ehrenmals verantwortlich zeichnet. Schriftführer Michael Fischer verlas das Jahresprotokoll 2015, während Kassier Ernst Gerber einen Einblick in die Finanzlage gab. Kassenprüfer Jürgen Geiger bescheinigte eine einwandfreie Buchführung. 2. Vorsitzender Udo Jakob hielt eine Vorschau auf die anstehenden Veranstaltungen. Die aufgrund des erweiterten Tätigkeitfelds der KSK neu überarbeitete Satzung wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen.
„Die beiden Weltkriege dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, mahnte Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner. Es sei unsere Aufgabe, die Erinnerung wachzuhalten und diese insbesondere jungen Leuten ins Bewusstsein zu bringen. Mit der alljährlichen  Kriegsgräbersammlung trage die KSK Steinberg zum guten Ansehen der Gemeinde mit bei. So sah es auch Gottfried Betz,  Bezirks- und Kreisvorsitzender der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV), der der KSK für ihr großes Engagement auf allen Ebenen dankte – gerade auch für die hervorragende Jugendarbeit. „Ihr seid da spitze“, würdigte er. Mit dem neuen Kreisschießwart und zugleich Kreisreservistenbetreuer des Kreisverbands, Udo Leikeim, wolle man, so Betz, insbesondere junge Leute für die Ortsvereine gewinnen. Er dürfe  beispielsweise auch die Ausbildung zum Schießleiter durchführen. Bereits jetzt lud er zu den Veranstaltungen auf Kreis- wie Bezirksebene ein. hs
Termine KSK 2016: 15.04.: Laserschießen im Frack, 01.05.: Soldatenwallfahrt Vierzehnheiligen, 26.05.: Kirchenparade zu Fronleichnam, 29.05.: Kirchenparade zum Flurumgang, 04./05.05.: BKV- Landesfriedenswallfahrt Altötting, 23.07.: Luftgewehrschießen „Melmesch-Leiten“, 03.09.: Friedenswallfahrt in Neuengrün, 25.09.: Kirchenparade zum Bettag, 14.10.: Preisbierkopfturnier – VZ Kronachtalhalle, 21.10.: Friedensandacht KSK Steinberg, 13.11.: Kirchenparade zum Volkstrauertag. Hinzu kommt das KK-Schießen Pistole in Nordhalben und die BKV-Militärpatrouille in Gifting, Posseck und Größau. Hier stehen die genauen Termine noch nicht fest. 

Reinhold Baierlipp hält KSK Steinberg 50 Jahre die Treue
Bei der Jahreshauptversammlung wurde der verdiente Aktivposten für seine fünf Jahrzehnte währende Treue ausgezeichnet. Geehrt wurden auch die langjährigen Kriegsgräber-Sammler Uwe Buckreus, Werner Jakob und Ernst Gerber.

Steinberg- Reinhold Baierlipp war bereits 2014 mit dem BKV-Ehrenkreuz ausgezeichnet worden. Seinen Wehrdienst leistete er von Oktober 1965 bis März 1967 – zunächst in der Schwäbischen Alb, dann in Hammelburg zwecks Teilnahme an einem Lehrgang sowie schließlich in Mellrichstadt als Wartungstruppführer. „Als ich von der Bundeswehr zurückkam, wurde ich vom damaligen KSK-Vorsitzenden Andreas Förtsch angesprochen, ob ich dem Verein beitreten möchte“, erinnert sich der Steinberger. Der ausschlaggebende Grund sei für ihn die Kameradschaft gewesen. „In meinen jungen Jahren - so in den 1960-er Jahren - haben wir Theater namens der Kameradschaft gespielt. Die Aufführungen waren im Fracks-Saal, aber auch im ganzen Landkreis und darüber hinaus. Wir spielten viele Stücke - insbesondere vom Mundartdichter „Bauern Andres“, so der Jubilar, der beim KSK großes Engagement zeigt. So vertritt er beispielsweise - bei beruflicher Verhinderung -  den Vorsitzenden Johannes Baier  und auch dessen Vorgänger Alfred Zwosta stand er bereits unterstützend zur Seite. Auch beim Ehrenzug ist er schon etliche Jahre dabei. Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte stellte 1983 der Besuch der 100-Jahrfeier vom damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Franz Josef Strauß dar. Ebenso im großen Rahmen wurden die Jubiläen zum 110- und 125-jährigen Bestehen gefeiert.

Die Treuenadel wurde ihn von Gottfried Betz  überreicht, während der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge von Oberfranken, Robert Fischer, die drei langjährigen Sammler ehrte. Dabei bedachte er Uwe Buckreus für 5 Jahre Sammlertätigkeit mit der Bronzenen Verdienstspange sowie Werner Jakob und Ernst Gerber für ihre jeweils 25-jährige Sammlertätigkeit mit der goldenen Verdienstspange. Fischer verwies in seinen Ausführungen auf die zu pflegenden 2,7 Millionen Kriegsgräber. Dazu kamen in 2015 30 000 Umbettungen. „Die Pflege für ein Grab kostet sechs Euro im Jahr“, informierte er. Fischer dankte den freiwilligen Helfern für ihren aufopferungsvollen Sammlerdienst. Mit dem in 2015 gesammelten 1.278 Euro könne man 213 Gräber ein Jahr lang pflegen. Gemeinsam gedachte man auch des Ehrenmitglieds Ludwig Zwosta, der bis zu seinem Tod 2014 rund 24 Jahre gesammelt hatte. Er wäre heuer mit der weiß-goldenen Verdienstspange geehrt worden. hs  

Ehrungen: Langjährige Mitglieder: 50 Jahre: Reinhold Baierlipp, langjährige Sammler für die Kriegsgräber: 5 Jahre: Uwe Buckreus, 20 Jahre: Werner Jakob, Ernst Gerber.


 

Kriegsgräbereinsatz oberfränkischer Reservisten im In- und Ausland

Reservisten helfen bei der Soldatengräber-Pflege.
Rasenmähen für den Frieden