Der BV Unterfranken stellt sich vor

 

 

Grußwort von Dr. Paul Beinhofer

Regierungspräsident von Unterfranken

Bezirksvorsitzender


Herzlich willkommen auf der Internetseite des Bezirksverbandes Unterfranken im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ! Danke für Ihr Interesse, das Sie dem Volksbund und seiner im Dienste der Völkerverständigung stehenden Arbeit entgegenbringen.

Als Regierungspräsident von Unterfranken fühle ich mich diesem Ziel ebenfalls besonders verpflichtet und habe deshalb - wie vor mir Regierungspräsident a. D. Dr. Vogt - sehr gerne das Ehrenamt des Bezirksvorsitzenden im Jahr 2001 übernommen.

Zwei große Aufgaben bestimmen diese Arbeit:
- die Sorge um die Kriegstoten
- das Weitertragen des Friedens- und Verständigungsgedankens in die nächste Generation

Die Opfer der Kriege mahnen zu Frieden und zu Verständigung. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns ihrer erinnern und insbesondere jungen Menschen Ursachen und Folgen von Krieg, Gewaltherrschaft – gleich welcher ideologischen Ausrichtung – sowie die Konsequenzen von Flucht, Vertreibung und Verschleppung verdeutlichen.

Geschichte wird durch Erinnern und Erzählen besonders gut erfahrbar. Noch leben Bürgerinnen und Bürger unter uns, die den Zweiten Weltkrieg und die Schrecken des Nationalsozialismus selbst erlebt haben und der nachwachsenden Generation darüber berichten können. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit erwachsen das Verständnis und die Verpflichtung, sich für Frieden und Demokratie einzusetzen. Schon in wenigen Jahren wird es aber wohl niemanden mehr geben, der den Zweiten Weltkrieg schon als Erwachsener erlebt hat - mit Auswirkungen auf unser Geschichtsbild, aber auch auf die Arbeit des Volksbundes.

Kriegsgräberstätten sind dagegen bleibende Stätten der Erinnerung und nach den Wertvorstellungen unseres Kulturkreises auch immer Orte der Mahnung für die Lebenden. Sie sind gewollt und gesetzlich verbrieft über Genfer Konvention, bilaterale Kriegsgräberabkommen, deutsches Gräbergesetz und „dauerhaftes Ruherecht“. Soldatenfriedhöfe sollen damit in der Heimat ebenso wie in aller Welt als Mahnstätten für den Frieden dienen.

Wegen des immer größeren zeitlichen Abstands zu den beiden Weltkriegen erklären sie sich den Besuchern aber immer weniger von selbst. Sie bedürfen also der Erläuterung. Unser Ziel muss es daher sein, möglichst viele Menschen, insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, als betreute Besucher auf unsere Kriegsgräberstätten zu führen.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ausgangspunkt unserer Arbeit ist und bleibt das Kriegsgrab. Unsere Kriegsgräberstätten sind und bleiben in erster Linie Friedhöfe. Sie werden aber zunehmend Lernorte, kultureller Gedächtnisspeicher, Orte internationaler Begegnung – vor allem aber pädagogische Ressource als Mahnmale zum Frieden. Wer seiner Zukunft offen begegnen will, muss auch diese Wurzeln und dieses historische Erbe kennen. Dieses Wissen kann dann zu Vertrauen in Europa, guter Nachbarschaft und einer engeren Zusammenarbeit auf vielen Gebieten beitragen.

In diesem Sinn trägt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zur Völkerverbindung ganz wesentlich bei. Deshalb unterstütze ich die humanitäre und gesellschaftspolitisch bedeutsame Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ich baue hierbei weiterhin auf die außergewöhnlich  tatkräftige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger in Unterfranken.


Dr. Paul Beinhofer