Bezirksverband Unterfranken

Ihr Einsatz für die Kriegsgräberfürsorge ist von Erfolg gekrönt: Schweinfurts Zweite Bürgermeisterin Sorya Lippert (links).

Schweinfurts Zweite Bürgermeisterin Sorya Lippert ist mit der Sammelbüchse unterwegs

 

Auf das Anliegen der Kriegsgräberfürsorge machte Schweinfurts Zweite Bürgermeisterin Sorya Lippert am vergangenen Freitag gemeinsam mit Vertretern des Volksbundes aufmerksam. Und das mit Erfolg: Mehr als 450 Euro steckten nach eineinhalb Stunden in den Sammelbüchsen der Bürgermeisterin und der ehrenamtlichen Helfer des Volksbundes. „Leider konnte in diesem Jahr zu Allerheiligen keine Friedhofssammlung in Schweinfurt stattfinden“, sagt Oliver Bauer, Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes in Unterfranken. „Umso mehr freut es mich, dass unsere Straßensammlung so erfolgreich war, und zwar nicht nur wegen der Spenden, sondern auch wegen des Interesses, das uns die Schweinfurter Bürger entgegengebracht haben.“

Der 1919 gegründete Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um Erhalt und Pflege von mehr als 2,7 Millionen Kriegsgräbern des Ersten und Zweiten Weltkrieges in Europa und auch international. „Das ist eine Aufgabe über Generationen hinweg und längst ein Bestandteil der internationalen Friedensarbeit.“ Dabei ist der Volksbund nach den Worten seines Bezirksgeschäftsführers auf Spenden angewiesen. Die traditionellen Sammlungen im Herbst sind eine wichtige Basis für die Volksbund-Arbeit. „Wir werden auf jeden Fall versuchen, die Sammlung an Allerheiligen wieder wie in den Vorjahren durchzuführen. Ein erstes Gespräch mit einer örtlichen Reservistenkameradschaft hat es schon gegeben“, sagte Bauer abschließend.

 

 

Volksbund-Bezirksvorsitzender Dr. Paul Beinhofer engagierte sich auch persönlich als Sammler für die Kriegsgräberfürsorge.
Musikalische Unterstützung: Mit einem schwungvollen Konzert begleitete das Heeresmusikkorps Veitshöchheim am Montag die Würzburger Prominentensammlung der Kriegsgräberfürsorge.

Auftakt mit Rekordbeteiligung


Mit der Prominentensammlung in Würzburg gab der Bezirksverband Unterfranken das Startsignal für die Haus- und Straßensammlung 2017, und das mit Erfolg: 17 Sammler aus öffentlichen Leben, Bundeswehr, Reservistenkameradschaften  und Volksbund warben für das Anliegen der Kriegsgräberfürsorge. Unterstützt wurden die Sammler vom Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim, das mit einem einstündigen Konzert auf dem Marktplatz viele Passanten zum Verweilen und zum Zuhören einlud. Der Bezirksvorsitzende des Volksbundes Unterfranken, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, erinnerte an das Grundbedürfnis der Menschen, sich Erinnerungsorte zu schaffen und bezeichnete die Prominentensammlung gleichzeitig als Motivation, zu spenden und sich als Sammler zu engagieren. Seine Worte gingen nicht ins Leere: Während der einstündigen Auftaktaktion landeten 1143 Euro in den Sammelbüchsen des Volksbundes.

 


Valentin Treml

 

Einen Freund und Unterstützer verloren:

Valentin Treml verstorben

 

Für den Volksbund schlug sein Herz auf besondere Weise: Als Unterstützer und ehrenamtlicher Mitarbeiter, aber auch als Rat- und Ideengeber sowie als aufrichtiger und ehrlicher Freund der Volksbund Friedensarbeit in Unterfranken, Bayern, Deutschland und international. Am Dienstag, 8. August, ist Oberstleutnant a.D. Valentin Treml im Alter von 76 Jahren in Kitzingen verstorben. Seine letzte Ruhe findet er Iasi (Rumänien), wo er mit seiner zweiten Frau einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden hatte und sich vor Ort weiter für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge engagiert hatte.
Mehr als vier Jahrzehnte war ihm der Volksbund eine Herzensangelegenheit. In seinen verschiedenen Verwendungen war er schon in den 1970er Jahren als Sammler aktiv und unterstützte als junger Kompaniechef und dann als Stabsoffizier weiterhin diese Arbeit. Er sorgte in seinem Bereich dafür, dass auch in Zeiten des strukturellen Wandels bei der Bundeswehr gute Sammelergebnisse erzielt wurden und engagierte sich im Bezirksvorstand Unterfranken als Beirat für die Bundeswehr. In dieser Funktion gehörte er seit 1994 der Vorstandschaft an, übernahm 1997 die Funktion des ehrenamtlichen Bezirksbeauftragten und war zudem seit dem Jahr 2000 stellvertretender Schriftführer. Als Bezirksbeauftragter wirkte Oberstleutnant a.D. Treml auf vielfältige Weise. Angefangen von der Mitgliederbetreuung bis zur Wahrnehmung verschiedenster Termine als Vertreter des Bezirksverbands reichte das Spektrum.
Für sein außerordentliches Wirken wurden ihm verschiedene Ehrungen zuteil – zuletzt erst vor wenigen Monaten die goldene Ehrennadel.