Kriegsgräberstätten in Bayern

Im Freistaat Bayern ruhen heute mehr als 166 000 Opfer der beiden großen Weltkriege, 64 000 von ihnen fielen als Soldaten oder wurden im Bombenhagel getötet. Nahezu 97 000 starben in Konzentrationslagern. 5 000 kamen auf der Flucht oder bei der Vertreibung ums Leben.

Nach 1945 hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge anstelle des damals nicht existierenden Staates in Eigeninitiative damit begonnen, provisorische Gräberreihen anzulegen, Grabzeichen zu setzten und in ganz Bayern verstreut bestattete Gefallene auf zentrale Friedhöfe zu überführen. Im Jahr 1952 erließ die Bundesregierung das "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft" (Gräbergesetz), das am 13. Dezember 2011 in die heute gültige Fassung gebracht wurde.

Dem Volksbund wurde gleichzeitig die Gestaltung und Pflege der deutschen Kriegsgräberstätten im Ausland übertragen, während die Gräber der in der Bundesrepublik ruhenden Kriegstoten überwiegend durch die Kommunen betreut werden. Allerdings bedienen sich die Regierungen der Länder beim Vollzug des Gräbergesetzes im Inland vielfach der Hilfe des Volksbundes.

In Bayern bestimmte das Staatsministerium des Innern den Ausbau zentraler Anlagen und legte die jeweiligen Einzugsräume fest. Eine Umbettergruppe des Landesverbandes Bayern barg in zehnjähriger Tätigkeit über 15 000 Tote aus behelfsmäßigen Anlagen und zahlreichen Feldgräbern in 1 598 bayerischen Gemeinden und überführte sie auf neu angelegte Kriegsgräberstätten, um den Toten eine würdige Grabstätte zu geben.

Im Zuge dieser Arbeiten wurden viele unbekannte Tote identifiziert und die Angehörigen von jahrelanger Ungewissheit erlöst. So entstanden 26 große Anlagen für deutsche und ausländische Kriegstote. Jeder erhielt, wenn möglich, ein Einzelgrab mit einem Namensstein. Um die im Laufe der Zeit notwendig werdenden Instandsetzungsarbeiten auf den heimischen Kriegsgräberstätten durchführen zu können, stellen der Landesverband Bayern, das bayerische Sozialministerium, die Bezirksregierungen und die Kommunen Jahr für Jahr beträchtliche Geldmittel zur Verfügung. Die Kriegsgräberstätten in Bayern erhalten die gleiche Pflege wie unsere Anlagen im Ausland.

Heute sind bei uns die materiellen Folgen der Kriege überwunden. Junge Generationen wachsen heran, die glücklicherweise in Frieden leben können. Geblieben sind die Gräber der Menschen, die durch Krieg und Gewalt starben. Ihre Gräber sollen für uns ständig Mahnung sein - eine Mahnung zum Frieden.

Fordern Sie die Broschüre "Wenn Steine reden könnten..." - Kriegsgräberstätten in Bayern bei uns an.

 

Der Landesverband Bayern im Ausland:

Daneben betreut der Landesverband Bayern sechs Soldatenfriedhöfe im Ausland:

  • Böhönye in Ungarn
  • Brünn in der Tschechischen Republik
  • Costermano / Gardasee in Italien
  • Futapass in Italien
  • Neuville St. Vaast zusammen mit St. Laurent-Blangy in Frankreich
  • Eger in der Tschechischen Republik

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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