„Kriegsgräberstätten –
verunsichernde Orte?“

Weiterbildung für LehrerInnen und MultiplikatorInnen in der Jugendbegegnungsstätte Golm auf Usedom
7.-10. März 2012

Die Auswirkungen von Krieg und Gewalt werden auf Kriegsgräberstätten auf besonders eindrückliche Weise gegenwärtig. Denn Kriegsgräberstätten, gerade jene im Inland, sind keine reinen Soldatenfriedhöfe. Auch Zivilisten sind hier begraben, ZwangsarbeiterInnen, KZ-Häftlinge, Bombenopfer, WiderstandskämpferInnen sowie Ermordete der NS-„Euthanasie“. Die individuellen Geschichten von Menschen, die Opfer der Kriege wurden, bieten den Besuchenden die Möglichkeit, ein kritisches Verständnis der deutschen, der europäischen, aber auch der eigenen Geschichte zu entwickeln.

Gleichzeitig wirken Kriegsgräberstätten auf PädagogInnen und SchülerInnen häufig sehr verunsichernd. Welchen Bezug kann man selbst und können die SchülerInnen dazu herstellen? Wie kann das Thema Krieg und Gewalt im Spannungsfeld von historischen Begebenheiten und subjektiver Betroffenheit im Unterricht angemessen vermittelt werden? Das Seminar zeigt hier Möglichkeiten auf, den Umgang mit diesen „verunsichernden Orten“ zu reflektieren. Es werden Übungen zum Geschichtsverständnis, zum Selbst- und Rollenverständnis, sowie zur Motivation durchgeführt, aber auch Anregungen für den Umgang mit dem Lernort Kriegsgräberstätte gegeben und erarbeitet.

Veranstaltungsort und Ausgangspunkt ist die Jugendbildungs- und begegnungsstätte Golm auf Usedom. Im Süden der Insel enstand bereits im Herbst 1944 ein Soldatenfriedhof. Seine heutige Bekanntheit erlangte der Golm jedoch erst im folgenden Jahr: Am 12. März 1945 kamen bei einem Luftangriff auf Swinemünde mehrere tausend Menschen ums Leben. Die große Mehrheit der Opfer waren Zivilisten, darunter viele Flüchtlinge. Die meisten Toten wurden auf dem Golm beigesetzt, der heute eine der größten Kriegsgräberstätten in Deutschland ist.

Weitere Informationen zur JBS Golm finden Sie unter www.jbs-golm.de. Für Details zum Weiterbildungskonzept „Verunsichernde Orte“ besuchen Sie www.verunsichernde-orte.de.

Zeitraum: Mittwoch,7.März 14.00 Uhr (Beginn) bis Samstag, 10.März 15.00 Uhr (Abreise)

Teilnahmebeitrag: 80 Euro (eigene An- und Abreise, Unterkunft im DZ, Vollverpflegung)

ReferentInnen: Barbara Thimm (Koordinatorin „Verunsichernde Orte“) Gottfried Kößler (angefragt; „Verunsichernde Orte“, Fritz Bauer Institut), Dr. Nils Köhler (Historiker, JBS Golm)

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto: 3 222 999
Commerzbank Kassel
Bankleitzahl 520 400 21

Aus dem Ausland
Commerzbank Kassel
IBAN DE23 5204 0021 0322 2999 00
BIC COBADEFF520


Rückfragen und Anmeldungen

(bis 6.2.2012) an:

 

Elisabeth Gliesche

Bildungs- und Schulreferentin

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V./Landesverband

Berlin Lützowufer 1, 10785 Berlin

Tel.030/23 09 36 47   Mail: elisabeth.gliesche@volksbund.de