Die Campsaison 2011

Im Jahr 2011 hat der Landesverband Berlin im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - fünf Jugendcamps in Deutschland und im europäischen Ausland organisiert, um so Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich mit der europäischen Geschichte auseinanderzusetzen und sich aktiv für den Frieden zu engagieren.

 

Trinationale Begegnung in Berlin „Durch die Linse der Erinnerungen“

Vom 26.8.-9.9. 2011 verbrachten 21 junge Menschen im Alter von 17 bis 27 Jahren aus Frankreich, Deutschland und Serbien gemeinsam zwei Wochen in Berlin.

Sie lernten verschiedene Museen, Gedenkstätten und Kriegsgräberstätten kennen und hielten ihre Erlebnisse und Eindrücke im Rahmen eines Workshops in kurzen Filmen fest. So entstanden innerhalb von 14 Tagen vier eindrucksvolle Kurzfilme, die die Erfahrungen der Teilnehmenden mit den historischen Orten widerspiegeln.

Während der zwei Wochen wurden besonders die Themen NS-Zwangsarbeit, Widerstand gegen das NS-Regime, die Geschichte Berlins im Kalten Krieg sowie die Zukunft der drei Länder in Europa beleuchtet.

Partner für diese Begegnung waren das Centre européen Robert Schuman (Frankreich) und der Verein Kulturkammer–Center for cultural interactions (Serbien).

Die Jugendbegegnung wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert.

 

Deutsch-französische Jugendbegegnung Normandie

Im April 2011 fuhren 39 Jugendliche aus Frankreich und Deutschland zwischen 13 und 17 Jahren mit dem Volksbund Berlin und den Partnerschaftskomitees der Gemeinden Lay Saint Christophe (Lothringen) und Steinach (Baden-Württemberg) in die Normandie. Sie besuchten u.a. die Kriegsgräberstätte La Cambe, das Mémorial de la Paix in Caen und die Landungsstrände der alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg.

Dort, wo sich im Zweiten Weltkrieg noch deutsche und alliierte Streitkräfte mit größter Brutalität bekämpft hatten, trafen sich rund 60 Jahre später Jugendliche, um sich über die Schrecken des Krieges bewusst zu werden und ihren Beitrag für ein friedliches Europa zu leisten.

Auf dem Programm standen neben den historischen Aspekten zur Versöhnung der Länder auch touristische und sportliche Aktivitäten, wie z.B. Ausflüge ans Meer, zum Mont-Saint-Michel und in die Stadt Caen sowie ein Tag in der französischen Hauptstadt Paris.

Die Jugendbegegnung wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert.

 

Trinationale Begegnung in Saintes und Metz
"Geschichte erspielen – Histoire en Jeu - Odegrać historię"

Vom 01.7.2011 bis zum 17.7.2011 hieß es: „Ab in den (französischen) Süden.“ Mit einer Gruppe von Jugendlichen aus Polen, Frankreich und Deutschland ging die Reise (mit Zwischenübernachtung und Kennenlernen in Metz) nach Saintes im Département Charente-Maritime. Dort arbeiteten die Teilnehmenden auf der Kriegsgräberstätte Berneuil, beschäftigten sich mit der Vergangenheit ihrer drei Länder, den Auswirkungen von Krieg und Gewaltherrschaft sowie dem Prozess der europäischen Einigung bis heute.

Darüber hinaus fand ein Theaterworkshop statt, bei dem die Teilnehmenden Grundlagen des szenischen Spiels lernten. In Gruppen wurden kurze Spielsequenzen mit historischem Bezug erarbeitet und anschließend im Robert Schuman-Haus nahe Metz aufgeführt.

Partner waren hier das Centre européen Robert Schuman (Frankreich), das Kopernikus-Lyzeum Kołobrzeg (Polen) sowie das Technische Hilfswerk.

Die Jugendbegegnung wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert.

 

Internationales Workcamp Berlin

Ab dem 15.7.2011 empfing der Volksbund für 14 Tage 39 Jugendliche aus Belarus, Bulgarien, Frankreich, Italien, Lettland, Polen, Rumänien, Russland, der Slowakei, Tschechien, der Türkei, der Ukraine, Ungarn und Deutschland zum internationalen Workcamp in Berlin. Auf einem Feld des Friedhofs "In den Kisseln" in Berlin-Spandau, auf dem vorwiegend Zwangsarbeiter beerdigt liegen, wurden Pflegearbeiten geleistet.

Ebenso standen kulturelle und politische Punkte - wie die Besichtigung des Reichstages und des Schlosses Sanssouci - auf dem Programm.

Unterstützt wurde das Projekt durch die Bundeswehr und den Berliner Senat.

 

Workcamp Mauthausen

Im Juli und August 2011 haben 20 junge Auszubildende der Knobelsdorff-Schule in der Gedenkstätte Mauthausen (Österreich) professionelle Restaurierungsarbeiten geleistet. Über diesen praktischen Zugang erfuhren die Auszubildenden mehr über den historischen Ort Mauthausen sowie über die deutsch-österreichische Geschichte und setzten sich mit Themen wie dem Holocaust und anderen NS-Verbrechen auseinander.

Die Organisation der Fahrt lag bei der Knobelsdorff-Schule/ OSZ Bautechnik, dem Bildungsverein Bautechnik I und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.Gefördert wurde das Workcamp durch das Programm Leonardo da Vinci Mobilität, durch die Arbeiterwohlfahrt Spandau, die Axel Springer und die Arthur Franke’sche Stiftung, den Verein zur Förderung der Jugend im Bau- und Holzgewerbe e.V., die Bundeswehr und den Senat von Berlin.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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