Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen von Familie Josephs

5. Oktober 2017

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Vernichtungsort Malyj Trostenez" fand am 30. September 2017, um 12:00 Uhr eine Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen in der Rembertistraße 30 statt. Gestaltet wurde die Zeremonie von über 50 ehrenamtlich in den Jugendarbeitskreisen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. engagierten Jugendlichen aus ganz Deutschland, die an diesem Wochenende zu unserem alljährlichen Volleyballturnier im Lidicehaus zusammenkamen.

Auf Initiative unseres Bremer Jugendarbeitskreises wurden im Jahr 2010 in Gedenken an die Familie Josephs zwei Stolpersteine in der Rembertistraße verlegt.

Im Haus Nr. 30 lebte die Familie Josephs. Die Söhne Hans-Jürgen und Fritz-Günther wanderten 1933 bzw. 1935 in die Niederlande aus. Hans-Jürgen gelang von dort aus die Ausreise in die USA, wo er sich dann Harry Josephs nannte.

Der Sohn Fritz-Günther wurde Opfer des Holocaust, die näheren Umstände sind nicht bekannt. Die Eheleute Röse und Carl Josephs musste im Jahr 1939 in die Rembrandtstraße umziehen, in eins der sogenannten Judenhäuser. Am 11. Dezember 1939 verstarb Carl Josephs dort im Alter von 63 Jahren. Seine Frau Röse wurde im Alter von 55 Jahren am 18. November 1941 wie viele andere Bremer Juden in das Ghetto Minsk deportiert und dort ermordet.

Alle Anwesenden haben, stellvertretend für alle Opfer des Holocaust, der Familie Josephs gedacht.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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