Datum: 30. April 2017 – 30. Juli 2017 
Ganztägig

Ausstellung 1. Weltkrieg "14 – 18 mitten in Europa" in Wagenschwend

Der 1. Weltkrieg ist zu Recht als „Urkatastrophe" des 20. und auch des 21. Jahrhunderts bezeichnet worden. Der Mord an Großherzog Franz Ferdinand, dem österreichischen Thronfolger, im Juni 1914, hat wie im Dominoeffekt ein Bündnissysteme mit allen dazugehörigen Verpflichtungen in Gang gesetzt und einen bis dahin unvorstellbaren Krieg der Massen mit Millionen von Toten entfesselt.

In der Folge dieser ersten weltumspannend und total geführten militärischen Auseinandersetzung ist auch die Zivilgesellschaft massiv betroffen gewesen, sind Staats- und Gesellschaftssysteme ins Wanken geraten oder untergegangen.

In der Nachkriegszeit, die eigentlich nur eine Zwischenkriegszeit darstellt, ist Europa durch die Pariser Vorortverträge (Versailles, Trianon, Sèvres u.a.) neu geordnet, aber nicht wirklich befriedet worden. Die politischen Lager – links und rechts der politischen Mitte – radikalisierten sich in vielen Nationalstaaten. Die daraus resultierenden, gegensätzlichen Weltanschauungen ebneten maßgeblich den Weg in den2. Weltkrieg.

Die Ausstellung versucht, den politischen Weg in den Krieg, die wesentlichen militärischen Ereignisse, das Schicksal der Soldaten und der Bevölkerung an der sog. Heimatfront darzustellen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht, wie oft üblich, ausschließlich auf der Westfront, sondern es wird versucht, eine gesamteuropäische Sicht einschließlich Ost- und Südosteuropas und der Ereignisse im Nahen Osten zu bekommen.

Ganz wesentlich zum Verständnis der europäischen Politik der letzten hundert Jahre gehört die Frage nach der Kriegsschuld sowie deren Auswirkungen auf die Eskalation der Gewalt im 2. Weltkrieg und auf den sich anschließenden Kalten Krieg nach 1945.

Mit der Gründung des Völkerbundes 1919, der später von den Vereinten Nationen (UN) abgelöst wurde, aber auch der europäischen Institutionen nach Ende des 2. Weltkrieges sind Wege beschritten worden, die ein erneutes Inferno verhindern sollten, und dieses – bei vielen Schwächen und Rückschlägen – auch geschafft haben.

Bis heute sind die Folgen des vier Jahre andauernden Krieges spürbar: Konflikte im Nahen Osten, der Türkei, aber auch auf dem Balkan und in der Ukraine, um nur einige zu nennen, sind ohne den Einblick in die Zusammenhänge und die Ergebnisse des 1. Weltkrieges nicht zu verstehen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Heimat- u. Musemumsv.1998 e.V. Wagenschwende.V. Hauptstraße 35                                                                                                                             74838 Limbach-Wagenschwend

Gerhard Schäfer Tel: 06274-95000

 

 

Datum: 30. April 2017 – 30. Juli 2017 
Organisator: BV Nordbaden
Veranstaltungsort: Wagenschwend Deutschland

Kategorie: Ausstellungen

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

Commerzbank Kassel