Red Hand Day 2017

Anlässlich des Red Hand Day 2017 überreichten Schüler aus Sachsen-Anhalt dem Landtagsvizepräsidenten Wulf Gallert ihre roten Hände.

15. February 2017 Niklas Sandhoff

Der 12. Februar gilt bereits seit 2002 als internationaler Aktionstag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Dieser sogenannte „Red Hand Day“ soll durch die Übergabe von roten Handabdrücken politische Entscheidungsträger auf das Thema Kindersoldaten aufmerksam machen. Zu diesem Zweck führt der Landesverband Sachsen-Anhalt im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung im Landtag Sachsen-Anhalt durch.

Dementsprechend fand die Veranstaltung dieses Jahr, am 15.02.2017, wieder im Landtag statt. Schüler der Sekundarschule „Am Burgtor“ Aken übergaben wieder hunderte rote Hände, welche bei Projekttagen des Volksbundes in ganz Sachsen-Anhalt entstanden waren, an den Landtagsvizepräsidenten Wulf Gallert.

In seinem Grußwort machte er auf die Lage von Kindersoldaten weltweit aufmerksam. Dabei lenkte  er den Blick jedoch auch auf die Bundesrepublik. Diese wurde im Jahre 2014 bereits von der UN aufgefordert, sowohl die Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr, als auch die gezielte Anwerbung von Minderjährigen für die Bundeswehr und den Export von Kleinwaffen einzustellen.

Im Anschluss an die Rede des Landtagsvizepräsidenten erläuterten die Schüler aus Aken die „Aktion Rote Hand“. Diese wendet sich im Lichte von geschätzten 300.000 Kindersoldaten weltweit mit sechs konkreten Forderungen an politische Entscheidungsträger um den Einsatz von Kindersoldaten zu stoppen.

Zu diesen Forderungen gehören unter anderen, ein Verbot des Einsatzes und der Schulung von unter 18-jährigen in militärischen Organisationen, egal ob freiwillig oder unfreiwillig, das Einstellen von Waffenexporten in Krisenregionen und die Unterstützung von Kindersoldaten durch Präventions- und Reintegrationsprogramme, sowohl durch staatliche als auch internationale Mittel.

Im Anschluss an die Übergabe der roten Hände erläuterte der Landesvorsitzende des Volksbundes Sachsen-Anhalt und Landtagspräsident a.D. Dieter Steinecke den Weg der roten Hände von dort an. Alle in Deutschland gesammelten roten Hände werden an den Bundespräsidenten übergeben, welcher diese dann zusammen mit allen weltweit gesammelten Händen an den UN-Generalsekretär übergibt. Seit 2002 sind bereits über 400.000 rote Hände gesammelt worden.

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch Redebeiträge von Vertretern der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, welche als Kooperationspartner des Volksbundes Sachsen-Anhalt, die „Aktion Rote Hand“ unterstützen.

Der Volksbund Sachsen-Anhalt wird sich auch weiterhin mit Projekttagen zur „Aktion Rote Hand“ gegen den Einsatz von Kindersoldaten stellen. Weitere Informationen zur Aktion Rote Hand des Landesverbands Sachsen-Anhalt finden sie hier.

Einen Artikel der Volksstimme finden sie hier.

Auch Focus online hat hier über den Red Hand Day berichtet.

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