Der Verein und sein Name

Bereits im Jahre 1919 haben Angehörige der vielen Millionen Toten des Ersten Weltkrieges den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Verein gegründet. Der Namensteil "Volksbund" stammt aus dem Gründungsjahr. Er geht darauf zurück, dass die Gründer einen Bund schaffen wollten, der von allen gesellschaftlichen Kreisen getragen wird. Das mahnende Erinnern an die Toten des so genannten "Großen Krieges" und die Sorge für ihre Gräber sollten über alles Trennende, über parteipolitische und religiöse Gegensätze gestellt werden und damit zu einer Versöhnung im Inneren beitragen.

Schon damals stand der Gedanke im Vordergrund, dass eine - wie wir heute sagen würden - Bürgerinitiative auch über den materiellen Aspekt hinaus mehr und Besseres leisten könne, als das Behörden oder Ministerien in Erfüllung einer "Amtspflicht" möglich sein würde.
Deshalb lag es nahe zu versuchen, die Kriegsgräberstätten der Fürsorge des Volkes zugänglich zu machen.

Der Kurzname "Volksbund" hat also nichts mir rechtsgerichteten "völkischen Ideen" zu tun.
Für Rechtsextreme und Revanchisten ist im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. auch kein Platz!
Bei uns sind aber Menschen jeglichen Alters willkommen, denen die von den Kreuzen ausgehende Mahnung zum Frieden ein Anliegen ist.

Trotz seiner Grundsätze und der humanitären Ausrichtung des Vereins waren - wie in den meisten deutschen Parteien, Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden in den 30er Jahren - auch eine große Anzahl der Vereinsmitglieder des Volksbundes anfällig für die nationalsozialistische Ideologie des "Dritten Reiches".
Zwar wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. von den Nationalsozialisten in seiner Arbeit eingeschränkt und als Träger des Volkstrauertags von der NSDAP und der Wehrmacht verdrängt (der Volkstrauertag wurde zudem in "Heldengedenktag" umbenannt und seiner inhaltlichen Intention beraubt).
Der Verein arbeitete aber auf das engste mit den Nazis zusammen.
Der fehlende Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime und die Übernahme der braunen Ideologie, die Umstellung auf das so genannte "Führerprinzip" und die Aufnahme des Sprachgebrauchs der Nationalsozialisten bilden einen Tiefpunkt in der Entwicklung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Zeit des nationalsozialistischen Regimes mündeten bei der Neubegründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nach 1945 in ein vehementes Bekenntnis zu Frieden, Menschlichkeit, Toleranz und Demokratie. Der Verein achtet bei allen Aktivitäten streng auf parteipolitische und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Politische, weltanschauliche, religiöse und konfessionelle Überzeugungen der Mitglieder werden selbstverständlich respektiert.

Mit Unterstützung der ausländischen Gräberdienste nahm der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. nach dem Zweiten Weltkrieg seine Arbeit neu auf.
Der Verein betreut heute über 836 deutsche Kriegsgräberstätten in rund 44 Ländern der Erde. Insgesamt 352 Friedhöfe aus beiden Weltkriegen befinden sich in Westeuropa und Nordafrika. Seit der Öffnung Osteuropas wurden in den vergangenen 15 Jahren mehr als die gleiche Anzahl in allen Ländern Osteuropas angelegt. Mehr als eine Million Kriegstote werden auch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch vermisst.

Neben dieser praktischen Arbeit bildet die Jugend- und Bildungsarbeit die wichtigste Aufgabe des Vereins. Jugendliche und junge Erwachsene sollen in Schulprojekten und Jugendcamps an die Kriegsgräber geführt werden. Ihnen soll dabei deutlich werden, dass Gewalt kein Mittel zur Konfliktlösung sein darf. Innerhalb der Jugendarbeitskreise ist es möglich, sich aktiv an der Verbreitung dieses ideellen Zieles zu beteiligen.

Unser Spendenkonto: Hamburger Sparkasse - BLZ 200 505 50

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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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