Neuer Friedhof Harburg

Anschrift
Bremer Straße 236
21073 Hamburg
Tel.: 040/760 20 21
Fax: 040/ 760 91 93

Öffnungszeiten des Friedhofs- und Gartenamts
Montag, Dienstag, Donnerstag: 7:30-16:00
Mittwoch: 7:30-13:00
Freitag: 7:30-12:00

Größe: 30 ha
Eröffnungsjahr: 1892

Friedhofsplan (als pdf)

Auflistung der Kriegsgräber (als pdf)


Kriegsgräber Friedhof Harburg

Die Kriegsgräberstätten auf dem Neuen Friedhof Harburg umfassen die Gräber von 239 Soldaten des Ersten Weltkrieges, 241 Gräber von Soldaten des Zweiten Weltkrieges, 1.707 Gräber von Bombenopfern, 476 Gräber von Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sowie eine gemeinschaftliche Grabstätte für 16 polnische Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkriegs

Eine Kriegsgräberanlage für 239 gefallene Soldaten des Ersten Weltkriegs und 241 gefallene Soldaten des Zweiten Weltkriegs befindet sich auf der Hügelkuppe des Geländes der so genannten "Vier Berge", im östlichen Teil des Neuen Friedhofs an der Friedhofstraße.
Die Soldatengräber des Ersten Weltkriegs sind im offenen Halbkreis um das Hochkreuz auf der Hügelkuppe angeordnet. Sie sind mit Sandsteinstelen besetzt, die mit Flechtbandkreuzen und schlichten Kreuzen ausgestaltet sind. Die hier bestatteten Soldaten starben in den Lazaretten, die sich während des Ersten Weltkriegs in Hamburg und in der näheren Umgebung befanden. Die Soldatengräber des Zweiten Weltkriegs schließen sich westlich davon in drei Reihen an. Sie sind mit niedrigen Felskreuzen besetzt. Hier sind neben Soldaten, die in den Lazaretten starben, auch viele bestattet, die im Kampf gegen die im April 1945 nach Hamburg einmarschierenden britischen Truppen fielen.

Zwischen diesen Kriegsgräbern befindet sich ein Gedenkstein, der nicht zur Kriegsgräberstätte gehört: Dieser Stein ist einem Hauptmann Berthold gewidmet, der 1920 versucht hatten, dem rechtsextremen Kapp-Putsch in Hamburg zum Sieg zu verhelfen und dabei erschlagen wurde.

Bombenopfer

Eine Kriegsgräberanlage für Bombenopfer des Zweiten Weltkriegs befindet sich im westlichen Teil des Neuen Friedhofs. Die ersten Gräber wurden 1940 angelegt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden 1707 Bombenopfer auf diesem Teil des Neuen Friedhofs beerdigt. Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene mussten die Anlage der Gräber und die Beerdigung der Bombenopfer vornehmen.
Neben Bombenopfern aus Harburg befinden sich darunter auch 471 Gräber von so genannten "Fremdarbeitern" sowie Gräber von Zwangsarbeitern aus dem Konzentrationslager Neuengamme. Diese Menschen kamen durch Bombenangriffe auf ihre Zwangsarbeitsstätten (Deutsche Werft am Reiherstieg, Erdölfabrik Schindler, Wilhelmsburg-Eurotank) um, weil sie die Luftschutzkeller nicht betreten durften.
Ausgestaltet sind die Gräber der Bombenopfer mit Kissengrabsteinen. Zwischen den Reihen befinden sich Rasenflächen.

Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Im zentralen Bereich des Neuen Friedhofs befindet sich in einer ovalen Rasenfläche eine Grabstätte für 476 Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft aus verschiedenen Nationen (Belgien, Frankreich, Niederlande, Italien, Kroatien, Lettland, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik). 243 Opfer sind namentlich bekannt, so dass ihre Namen in zwölf einfache Liegeplatten eingemeißelt werden konnten. Eine größere Gedenktafel nennt ihre Herkunftsländer. Die übrigen Opfer sind namentlich unbekannt.

Im nordwestlichen Bereich des Neuen Friedhofs, am Beerentalweg, befindet sich eine weitere Grabanlage für Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In einer gemeinsamen Grabstätte sind 16 polnische Soldaten bestattet worden, die am Warschauer Aufstand 1944 teilgenommen haben. Sie wurden in deutsche Konzentrationslager deportiert und mussten zuletzt in einem Hamburger Außenlager auf der Veddel Zwangsarbeit leisten.
Die 16 Männer kamen am 22. März 1945 bei einem Bombenangriff um. Die Anlage ist an ihrer Breitstele mit Kreuz und polnischer Inschrift zu erkennen. Jeweils am 1. August, dem Jahrestag des Warschauer Aufstandes, findet an dieser Kriegsgräberstätte eine Gedenkstunde statt.

Spendenkonto: Hamburger Sparkasse - BLZ 200 505 50

Kto. Nr. 1008 2193 37

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

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