Hessen am Volkstrauertag

Zentrale Gedenkstunde in der Paulskirche in Frankfurt am Main

10. November 2014 Viola Krause

Probe der Heinrich-Heine-Schule in der Frankfurter Paulskirche, Foto: Viola Krause

Im Mittelpunkt der Gedenkstunde am 16. November 2014 in der Frankfurter Paulskirche stand der Beitrag von Schülerinnen und Schülern aus drei europäischen Ländern, die als junge Bürgerinnen und Bürger Europas ihre Sichtweise auf die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts reflektierten.

Am 1. August 2014 jährte sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft folgte der von Deutschland entfesselte Zweite Weltkrieg, der die Welt, Europa und Deutschland unwiderruflich verändert und die überlebenden Menschen so nachhaltig und bis heute sichtbar und spürbar geprägt hat. Bei der zentralen Gedenkstunde in Hessen, zu der das Land Hessen, die Bundeswehr und die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit dem Landesverband Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. einladen, sollte daher durch die Mitwirkung junger Europäer ein besonderer Akzent gesetzt werden: Wir leben heute in einem zwar nicht krisenfreien, aber geeinten Europa. Wer könnte dies besser verkörpern als Jugendliche aus unterschiedlichen europäischen Ländern?

Entsprechend dem zentralen Anliegen des Volksbundes, insbesondere junge Menschen aktiv in das öffentliche Gedenken einzubeziehen, wurden mit der Heinrich-Heine-Europaschule aus Dreieich auch deren Partnerschulen aus Frankreich und England eingeladen, an der Gestaltung des Volkstrauertages in Hessen mitzuwirken. Im Rahmen des Projekts „World War I and European Identity“, das Teil des EU-Schulprogramms „COMENIUS“ ist, gestalteten Schülerinnen und Schüler dieser Schulen einen inhaltlichen Beitrag und trugen diesen zur Gedenkstunde vor.

„Wir freuen uns, dass die zentrale Gedenkstunde des Landes Hessen am Volkstrauertag künftig ihren festen Platz in der Frankfurter Paulskirche hat und hoffen, mit vielen Menschen an diesem historisch bedeutsamen Ort gemeinsam der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror zu gedenken“, so der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen im Volksbund, Staatsminister a. D. Karl Starzacher. Die Gedenkrede hat in Vertretung des Hessischen Ministerpräsidenten in diesem Jahr Herr Staatsminister Peter Beuth gehalten.

Musikalisch wurde die Gedenkstunde von der niederländischen Geigerin Yvonne Smeulers und der italienischen Pianistin Anna Naretto begleitet. Beide lehren an der Musikakademie Dr. Hoch’s Konservatorium. Kulturdezernent Professor Dr. Felix Semmelroth sprach für die Stadt Frankfurt die Begrüßung.

Interessierte waren herzlich eingeladen, an der öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen. Eine Voranmeldung zur zentralen Gedenkstunde Hessen ist generell nicht erforderlich. Diese beginnt regelmäßig um 11 Uhr.

Darüber hinaus hatten Besucherinnen und Besucher vor Beginn der Gedenkstunde sowie im Anschluss die Möglichkeit, weitere Projekte der Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit des Volksbundes kennen zu lernen. Beispielsweise wurden Arbeiten vorgestellt, die im Rahmen der Fahrten hessischer Schulen in die Jugendbegegnungsstätte Albert Schweitzer im elsässischen Niederbronn-les-Bains oder während internationaler Jugendbegegnungen in Hessen entstanden sind. Mit den Präsentationen wurde die Wandelhalle der Paulskirche erstmals in dieser Form genutzt, um Raum für Begegnung, Austausch und Dialog zwischen den Menschen zu geben. 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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