Bad Homburg – Dubrovnik – Bad Homburg: Eine Spurensuche...

Schülerinnen und Schüler fragen, wie an Krieg und Gewalt erinnert wird

Spurensuche auf dem Waldfriedhof in Bad Homburg, Foto: LV Hessen

Die UNESCO-AG der Humboldtschule in Bad Homburg wird in diesem Jahr einen Beitrag für die zentrale Gedenkstunde des Landes Hessen zum Volkstrauertag gestalten. Das Besondere daran: Die Jugendlichen werden vorher eine Stadt und eine Region besuchen, die geprägt ist von einem noch nicht einmal 20 Jahre zurück liegenden Krieg.  Vom 5. bis 11. Oktober werden die sieben Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 19 Jahren in Dubrovnik, der Partnerstadt Bad Homburgs, eine Spurensuche fortsetzen, die sie in Bad Homburg begonnen haben. Die fast einwöchige Reise nach Kroatien wird dank der Unterstützung von Bad Homburgs Oberbürgermeister Michael Korwisi ermöglicht, der diese Begegnung angeregt hat. Ihre Eindrücke, Erfahrungen und Rechercheergebnisse werden die Jugendlichen gemeinsam mit den Ergebnissen der Spurensuche als Grundlage für den späteren Beitrag zum Volkstrauertag nutzen.

Lesen Sie die Projektskizze und erfahren Sie mehr über unsere Bildungsarbeit und andere Projekte.

Hintergrund: Die Einbeziehung von Jugendlichen am Volkstrauertag

Der Zweite Weltkrieg liegt mehr als 66 Jahre zurück. Der Erste Weltkrieg schon fast ein Jahrhundert. Für Jugendliche, die in den 1990er Jahren geboren sind, ist dies weit von ihrer Lebenswirklichkeit entfernt, denn weder sie, noch ihre Eltern und noch nicht einmal ihre Großeltern haben diese Kriege bewusst erlebt. Zwar gibt es eine Fülle von Gedenkstätten und -tagen von Denkmälern und Erinnerungsorten, die den Opfern und zahlreichen Toten, die diese Kriege, die das „Dritte Reich“ gefordert hat, gewidmet sind - doch ein Bewusstsein für Frieden oder Sensibilität für die Entstehung und Folgen von Gewalt ergibt sich daraus für junge Menschen nicht unbedingt.

Wie können sie dennoch einen Beitrag zum Gedenken an die Opfer, an die zahlreichen Toten, die diese Kriege, die das „Dritte Reich“ gefordert hat, leisten? Wie kann die Gestaltung eines Trauertages aussehen, an dem immer weniger Menschen tatsächlich trauern?
Auf diese Fragen möchte der Landesverband Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Antworten entwickeln und sich für neue Formen des Gedenkens öffnen und aktiv einsetzen. Dabei soll verstärkt die zukünftige Generation einbezogen werden. Denn Kriegsgräber sind Mahnung zum Frieden – aber nicht aus sich selbst heraus...

Sie möchten mehr Informationen zum Thema Volkstrauertag oder zu unseren Veranstaltungen und Projekten im Bereich Gedenkarbeit? Sie führen selbst Aktionen oder Projekte durch und möchten sich über Erfahrungen und Gedanken austauschen? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir freuen uns auf Ihre Nachricht oder Ihren Anruf!

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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