Bildungsarbeit mit und an Kriegsgräberstätten
Kriegsgräberstätten zählen zu den Orten, an denen die Auswirkungen der Ereignisse der Geschichte von Krieg, Nationalismus und Gewalt auf den Einzelnen in eindrücklicher Weise gegenwärtig sind. Das persönliche Schicksal, die individuelle Geschichte eines Menschen, der in einem Krieg starb und der politisch-gesellschaftliche Kontext in dem dies geschah – sie bieten die Möglichkeit, ein tieferes und differenziertes Verständnis von der eigenen Geschichte und unserer Geschichtsbetrachtung zu entwickeln.
Kriegsgräberstätten, und zwar gerade jene, die im Inland liegen, sind weit davon entfernt, reine Soldatenfriedhöfe zu sein: Auch Zivilisten sind hier begraben - darunter beispielsweise Bombenopfer oder Flüchtlinge - , Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge, Menschen, die Widerstand leisteten oder auf Grund ihrer Überzeugung verfolgt wurden, Opfer der NS-Justiz oder Ermordete der NS-„Euthanasie“.
Kriegsgräberstätten bieten daher einen multiperspektivischen Zugang vor allem zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs und zum Thema Nationalsozialismus, aber auch zum Bereich der Erinnerungs- und Gedenkkultur.

- Foto: LV Hessen

- Foto: Carolin Blöink
Unser Verständnis von Bildungs- und Jugendarbeit
Die Vermittlung der historischen Gegebenheiten ist uns wichtig. Besonders liegt uns jedoch auch das Anliegen am Herzen, mit unseren pädagogischen Projekten Persönlichkeitsbildung zu fördern. Persönlichkeitsbildung heißt nach unserem Verständnis, die Fähigkeit zu entwickeln, über sich und andere zu reflektieren, persönlich Anteil zu nehmen und eine eigene Position zu beziehen.
Gelegenheit hierzu bieten die Auseinandersetzung mit Kriegsgräberstätten und ihren Geschichten, Begegnungen mit anderen Jugendlichen, vor allem im interkulturellen Kontext sowie die gemeinsame Realisierung verschiedener Projekte, über die Sie auf den folgenden Seiten mehr erfahren.
Ausführliche Informationen über unser Bildungsverständnis erhalten Sie in unseren Leitlinien für die Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit des Landesverbands Hessen!
Don't forget

- Foto: Anna Biewer


