Lernort Kriegsgräberstätte Breuna

Etwas außerhalb der Gemeinde Breuna liegen zwei Kriegsgräberstätten. Getrennt voneinander wurden auf der einen 490 deutsche Kriegstote und auf der anderen 145 ausländische Kriegstote beigesetzt.
Unter den deutschen Toten sind auffallend viele junge Menschen, vornehmlich solche, die in den letzten Kriegstagen als sogenanntes „letztes Aufgebot“ gekämpft haben. Die meisten von ihnen sind unter zwanzig Jahre alt. Aber auch hochrangige Militärangehörige wie der General von Kortzfleisch liegen hier bestattet.
Die ausländischen Kriegstoten stammen aus Polen oder der Sowjetunion und waren zum Großteil Kriegsgefangene oder Soldaten, die in Lazaretten gestorben sind. Die meisten von ihnen konnten nach dem Krieg nicht identifiziert werden und sind bis heute anonym.

Das Gräberfeld der ausländischen Kriegstoten in Breuna. Foto: Arne Jost
Konfirmanden der Gemeinde Breuna bei einem Projekttag vor der Informationstafel. Foto: Arne Jost

Mit Hilfe einer Spurensuche nähern sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einführend den beiden Kriegsgräberstätten. Die Erkenntnis, dass zu Kriegstoten nicht nur deutsche Soldaten sondern auch viele ausländische Toten zählen, und dass diese mehrheitlich als „unbekannt“ bestattet wurden, steht hier im Mittelpunkt.
In einer abschließenden Gruppenarbeitsphase erarbeiten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Themenfelder und beschäftigen sich intensiv mit den verschiedenen Gruppen von Kriegstoten und dem Gedenken an diese. Beispielhafte Themen sind der Umgang mit Tätern, Familienerinnerung aber auch die Frage, wie an einer Kriegsgräberstätte erinnert werden kann, auf der „Täter“ neben „Opfern“ bestattet liegen.

 

Bildungsangebote:

  • Führung: 1-2 Zeitstunden (ab 16 Jahren)
  • Spurensuche: 1-2 Zeitstunden
  • Spurensuche mit vertiefender Projektarbeit: 4-6 Zeitstunden.
  • Spurensuche und Projekttag geeignet für Jugendliche ab 14 Jahren
  • Auch für ältere Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Erwachsenenbildung geeignet
  • Ein geringer Unkostenbeitrag wird erhoben.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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