Zwangsarbeit im Nationalsozialismus -   

Das Konzentrations-Außenlager „Katzbach“ und der „Todesmarsch“ durch den Main-Kinzig-Kreis

Zwangsarbeit war ein allgegenwärtiges Phänomen im Nationalsozialismus, auch auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen. Unter dem Decknamen „Katzbach“ wurde im September 1944 in den Frankfurter Adlerwerken ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof im Elsass eingerichtet. In der kurzen Zeit in der das Lager existierte fanden 528 Häftlinge den Tod. Sie sind in einem Massengrab auf dem Frankfurter Hauptfriedhof bestattet.

Bei Auflösung des KZ im März 1945 wurden die verbleibenden entkräfteten Häftlinge zu Fuß in Richtung Buchenwald getrieben. Der 120 Kilometer lange Marsch verlief quer durch den Main-Kinzig-Kreis: Der Weg führte über Langenselbold, Gelnhausen, Wächtersbach und Schlüchtern bis nach Hünfeld bei Fulda. Einige der Menschen, die unterwegs starben oder umgebracht wurden, sind auf Kriegsgräberstätten in der Region bestattet. Doch ihre Gräber sind oft vergessen und verraten nichts über das Schicksal, das die Toten zu Lebzeiten erleiden mussten.

Der Projekttag will junge Menschen dafür sensibilisieren, dass sich nationalsozialistisches Unrecht auch direkt vor unseren Haustüren ereignet hat und Interesse und Neugier wecken, was im Zuge des Nationalsozialismus passiert ist und wie damit nach 1945 umgegangen wurde und heute umgegangen wird.

Die Grabplatte des Massengrabes von 528 Häftlingen des KZ-Außenlagers "Katzbach" auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Foto: LV Hessen

Das Modul umfasst neben einer intensiven Gruppenarbeitsphase auch Zeitzeugenberichte, die in einem Film über das KZ „Katzbach“/Adlerwerke gezeigt werden. Je nach Veranstaltungsort kann der Besuch an Gräbern von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern vorangestellt werden. Hierdurch soll vor allem der lokale Bezug zum Thema hergestellt werden. Dies wird in einem abschließenden Gespräch mit Diskussion wieder aufgegriffen.

Bei dem Modul handelt es sich um ein gemeinsames Angebot mit der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH, das in Kooperation mit der Frankfurter Claudy-Stiftung entwickelt wurde.

 

Rahmenbedingungen:

  • Zeitlicher Rahmen: 4 – 6 Schulstunden
  • Zielgruppe: Jugendliche ab ca. 14 Jahren bzw. Klassen ab der Jahrgangsstufe 9
  • Ein geringer Unkostenbeitrag wird erhoben.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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