Symposium 2010 im Hessischen Landtag, Foto: Heike Dederer

Wissenschaftliches Symposium 

Was kümmert uns der Krieg von gestern?

Perspektivenwechsel im Gedenken an die Toten der Weltkriege

 

Kooperationspartner des Landesverbandes: Hessischer Landtag, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und Evangelische Akademie Arnoldshain

Diejenigen, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, sei es als Kinder oder Erwachsene, hat die Erinnerung daran ihr Leben lang begleitet. Für die allermeisten ist die persönliche Erinnerung an den Krieg mit Trauer verbunden, hatte 1945 doch fast jede Familie in Deutschland Verluste zu beklagen.

Was für die Erlebnisgeneration und deren Kinder noch Teil der Biographie war, wirft für nachfolgenden Generationen indessen Fragen auf:

Welche Erinnerung an die Vergangenheit soll künftig bewahrt werden und warum überhaupt? Was kann die Erinnerung an die Kriegstoten von damals noch für Gegenwart und Zukunft bedeuten?

Die private Trauer um eigene Angehörige, die im Krieg starben, unterscheidet sich vom öffentlichen Gedenken an sie. Denn das öffentliche Erinnern verweist auf die kollektive Bedeutung von Geschichte, indem es daran appelliert, bestimmte Lehren aus der Kriegserfahrungen im Gedächtnis der Gesellschaft zu bewahren. Dies setzt voraus, dass in der Gesellschaft eine Diskussion über Geschichte geführt und eine Verständigung über die gültigen Deutungsmuster erzielt wird.

Ohne Zweifel wird im Rückblick auf das 20. Jahrhundert der "Zivilisationsbruch", den Auschwitz und der nationalsozialistische Vernichtungskrieg bedeuten, einen herausragenden Platz im öffentlichen Gedenken einnehmen.

Akteure und Teilnehmende des Symposiums waren aufgefordert, sich der Frage zu stellen, ob ein vergleichbar übergeordnetes Erinnerungsgebot auch gegenüber den Toten der Weltkriege, also den Soldaten und zivilen Opfern besteht und, daran anschließend, ob in einem öffentlichen Gedenken weiterhin an sie erinnert werden sollte.

Das Symposium fand am 25.11.2010 im Plenarsaal des Hessichen Landtages in Wiesbaden statt. Der Tagungsband ist derzeit in Arbeit. 

Die zusammenfassenden Bemerkungen zum Symposium von Prof. Rolf Wernstedt, dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats des Volksbundes, können in folgendem PDF-Dokument gelesen werden.

 

Symposium 2010, Foto: Viola Krause Symposium 2010, Foto: Viola Krause Symposium 2010, Foto: Viola Krause Symposium 2010, Foto: Viola Krause Symposium 2010, Foto: Viola Krause

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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HSFK-Standpunkt

Nachfolgend stellen wir den von Sabine Mannitz von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung verfassten Standpunkt "Ich nenn´ euch die Zahl, die Namen, die Qual... Friedenspädagogische Chancen des öffentlichen Kriegstotengedenkens" als PDF-Dokument zur Verfügung.