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		<title>Volksbund RSS Feed</title>
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		<description>Aktuelle Meldungen des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V.</description>
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			<title>Volksbund RSS Feed</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 08 May 2012 15:56:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Frische Blumen auf renoviertem Friedhof</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/frische-blumen-auf-renoviertem-friedhof.html</link>
			<description>Kriegsgräberstätte Hooglede mit flämischer Hilfe restauriert</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p>385 weiße Nelkensträuße schmückten am 5. Mai den frisch restaurierten Friedhof Hooglede auf den ehemaligen Schlachtfeldern Flanderns. In Hooglede ruhen 8247 deutsche Kriegstote aus dem Ersten Weltkrieg, Opfer der furchtbaren Flandernschlachten. Die Blumen schmückten die sonst nie mit einem Blumenstrauß oder Kranz bedachten Gräber – die Gräber, der Soldaten, deren Namen unbekannt sind.<br /><br />Über 300 Gäste und Mitwirkende haben sich am 5. Mai während einer eindrucksvollen Zeremonie zur Wiedereinweihung der Anlage von ihrem guten Zustand überzeugt. Der ursprünglich 1917 von den deutschen Truppen angelegte Friedhof war &quot;in die Jahre gekommen&quot;. Der Zahn der Zeit nagt selbstverständlich auch an eindrucksvollen Erinnerungsstätten wie dieser deutschen Kriegsgräberstätte ... Dank der hervorragenden, vorbildlichen Unterstützung der flämischen Behörden, vor allem der Provinz Westflandern, und der Stadt Hooglede ist nun nach zweijähriger Arbeit das Hauptwerk vollbracht. Man kann es dabei gar nicht deutlich genug herausstellen: 80 Prozent der Kosten wurden von Flandern&nbsp;übernommen! Den Rest haben die Mitglieder und Spender des Volksbundes finanziert.<img style="float: right; padding-top: 10px; padding-left: 10px;" src="uploads/RTEmagicC_IMG_0522_01.jpg.jpg" height="173" width="231" alt=""><br /><br />Der Friedhof ist damit wieder in einem präsentablen Zustand. Doch es gibt immer noch viel zu tun. Vor allem ist noch eine Reihe beschädigter Grabplatten auszutauschen. Der Auftrag dazu ist bereits erteilt. <br /><br />(Ausführlicher Bericht folgt!)<br /><br />Martin Dodenhoeft</p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 15:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>8. Mai - Volksbund hilft Angehörigen bei der Suche von Kriegstoten</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/8-mai-volksbund-hilft-angehoerigen-bei-der-suche-von-kriegstoten.html</link>
			<description>Hörfunkaktion weist auf Onlinedatenbank mit 4,6 Millionen Grablagedaten hin </description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:10.0pt; font-family:Arial">Auch 67 Jahre nach Kriegsende wissen Hunderttausende noch immer nicht um das Schicksal ihrer Angehörigen, ihrer im Krieg gefallenen oder vermissten Väter, Söhne oder Brüder. Die Ungewissheit schmerzt – noch heute. Dabei ließen sich viele Schicksale mit der modernen Onlinegräbersuche des Volksbundes unter </span><span lang="EN-US"><span style="font-size: 10.0pt; font-family:Arial" lang="DE"><a href="http://www.volksbund.de" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.volksbund.de</a></span></span><span style="font-size: 10.0pt; font-family:Arial"> klären. Darauf macht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Jahrestag des Kriegsendes mit Hörfunk aufmerksam.</span></p>
<p><span style="font-size:10.0pt; font-family:Arial">Noch heute werden allein auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und in Polen jährlich über 40&nbsp;000 Kriegstote geborgen und auf zentralen Kriegsgräberstätten bei Wolgograd, St. Petersburg, Kursk und anderen zur letzten Ruhe gebettet – ein großer Kraftakt, für den Mitgliedsbeiträge und Spenden dringend gebraucht werden. Das bedeutet: Jedes Jahr werden neue Schicksale geklärt und in der modernen Onlinedatenbank des Volksbundes veröffentlicht. 4,6 Millionen deutsche Kriegstote sind hier erfasst und abrufbar. „Wir müssen das tun. Das gebietet einfach</span><span style="font-size:10.0pt; font-family:Arial"> die Menschlichkeit”, sagt Dr. Martin Dodenhoeft, Leiter Marketing und Kommunikation des Volksbundes, „die Würde eines Menschen hört doch nach dem Tod nicht auf!“</span></p>
<p><span style="font-size:10.0pt; font-family:Arial">Die Online-Gräbersuche des Volksbundes verfügt über die Möglichkeit beispielsweise die Kriegstoten eines bestimmten Ortes zu finden. Eine phonetische Suche ist sehr hilfreich, wenn die genaue Schreibweise eines Namens unbekannt ist. Zu den über achthundert Kriegsgräberstätten des Volksbundes können auf der Homepage zahlreiche Informationen und Fotos abgerufen werden, die Einbindung von Google Maps gewährleistet, dass der Ort zügig gefunden werden kann.</span></p>
<p style="text-align:left"><span style="font-size: 10.0pt; font-family:Arial; font-weight:normal">„Die Menschen suchen noch heute nach vermissten Angehörigen. Viele haben aber auch schon die Hoffnung aufgegeben. Doch sie wissen vielleicht nicht, dass der Volksbund Antworten geben kann. Deshalb möchten wir diese Möglichkeit im Internet durch die Radiokampagne einem breiten Publikum nahebringen“, erklärt Dr. Martin Dodenhoeft.</span></p>
<p style="text-align:left"><span lang="EN-US"><a href="http://www.lichter-der-ewigkeit.de" target="_blank" class="external-link-new-window" ><span style="font-size:10.0pt; font-family:Arial; font-weight:normal" lang="DE">www.lichter-der-ewigkeit.de</span></a></span><span style="font-size:10.0pt; font-family:Arial; font-weight:normal"> bietet einem Besucher die Möglichkeit, in einem virtuellen Sternenhimmel einen eigenen Stern als Zeichen der Erinnerung an einen Verstorbenen anzulegen und dazu Gedanken oder Fotos beizufügen. Die Mindestspende beträgt gerade mal einen Euro.</span></p>
<p><span style="font-size:10.0pt; font-family:Arial">Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation. Er erhält und pflegt im Auftrag der Bundesregierung die deutschen Kriegsgräberstätten im Ausland, sucht und birgt die noch unbestatteten Toten, klärt Schicksale von Kriegsopfern und motiviert in seiner breit angelegten Jugend- und Bildungsarbeit junge Menschen, aktiv für den Frieden zu arbeiten.<br /></span></p>
<p><i>Christoph Blase</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Weitere Informationen finden Sie </b><a href="helfen/aktionen/wirgedenkenonline.html" target="_top" class="internal-link" ><b>hier</b></a><b>.</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 15:05:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Balsam für die Seele</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/balsam-fuer-die-seele.html</link>
			<description>IG Rosenheim gedenkt Kriegsopfern in Neumark</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Noch in der vergangenen Woche verbreitete dieser Friedhof ein gewisses Gefühl der Leere. Doch heute ist er mit Leben erfüllt. Denn Gott gibt uns Kraft, wie er dem hier so zahlreich vorhandenen Löwenzahn Kraft zum Blühen spendet und uns damit erfreut.“ Mit diesen Worten spricht der Rosenheimer Pater Christoph Domagalski an der Seite von Pfarrer Bernhard Riedel aus Penkun am 28. April den über 900 Besuchern der deutschen Kriegsgräberstätte Neumark (Stare Czarnowo) aus dem Herzen. Dabei gilt das Gedenken der Interessengemeinschaft der Krieger-, Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim (IG Rosenheim) den 2 116 zivilen Marienburger Opfern und den über 18 000 Soldaten, die hier auf der deutschen Kriegsgräberstätte vom Volksbund bestattet wurden. </p>
<p>Anlässlich des so zahlreichen Besuches entschieden sich der Volksbund und seine Gäste aus Bayern, in die Veranstaltung auch die feierliche Übergabe des Marienburger Gräberfeldes zu integrieren. Hier ruhen seit dem 14. August 2009 insgesamt 1 001 Frauen, 381 Männer, 377 Kinder und 357 Menschen, die nicht mehr identifiziert werden konnten. Auch die Todesursache ist bei den meisten Opfern nicht mehr auszumachen, Schussverletzungen hatten nur wenige. „Die meisten starben wohl infolge von Seuchen oder Hunger. Sicher ist aber auch das nicht“, sagt Volksbund-Umbetter Wolfgang Dietrich, der an der Umbettung beteiligt war und den Besuchern heute erklärend zur Seite steht. Die Gebeine dieser Kriegsopfer wurden 2008 bei Bauarbeiten unweit der historischen Marienburg entdeckt und nach intensiven Untersuchungen schließlich nach Neumark überführt. Neben ihrem heutigen Gräberfeld findet sich auch ein gesonderter Gedenkplatz samt zwei Stelen in Form eines Lichtkreuzes, die in polnischer und deutscher Sprache „an die zivilen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ erinnern. </p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_neumark_2_txdam13071_861ea0.JPG.jpg" height="199" width="300" alt=""></p>
<p><b>Ein großer Trost</b></p>
<p>„Dieser herrlich gelegene Platz ist für die ehemaligen Marienburger enorm wichtig. Er ist zugleich ein großer Trost, weil die umfangreichen Bemühungen, die Toten von Marienburg in der Heimatstadt zu bestatten, aus vielerlei Gründen leider nicht realisiert werden konnte“, sagt Bodo Rückert vom Heimatkreis Marienburg. Er war schon bei der Einbettung dabei und ist auch heute einer der letzten, die an diesem Tage auf der Kriegsgräberstätte weilen. Noch lange nach der offiziellen Veranstaltung betrachtet er die Gräberfelder, den Gedenkplatz und die dort niedergelegten Blumenkränze. „Dies ist ein würdiger Ort. Ich bin froh, dass es ihn gibt“, sagt er schließlich.</p>
<p>Einer der dies gut nachempfinden kann ist der deutsche Botschafter in Polen, Rüdiger Freiherr von Fritsch. Denn auch seine Familie hat im Zweiten Weltkrieg Angehörige verloren: „Wie bei vielen Familien ist es auch bei uns. So hat dieser Tag neben der wichtigen offiziellen Aufgabe auch eine persönliche Dimension für mich. Ich danke unseren polnischen Partnern und Freunden, dass sie die Errichtung und Pflege dieser und vieler anderer Kriegsgräberstätten ermöglicht haben. Zum anderen zolle ich jenen Deutschen großen Respekt, die durch ihr humanitäres Engagement ein Zeichen des Friedens setzen.“ </p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_neumark_3_txdam13072_861ea0.JPG.jpg" height="199" width="300" alt=""></p>
<p><b>Eine wichtige Tradition</b></p>
<p>Auch die Mitglieder der IG Rosenheim sind von der feierlichen Übergabe des Gräberfeldes sowie des Gedenkplatzes für die Marienburger Kriegsopfer sichtlich beeindruckt. Dies ist nicht ihre erste Gedenkveranstaltung: „El Alamein, Rossoschka bei Wolgograd, Futa Pass oder zuletzt im ungarischen Budaörs ... – die vergangenen 30 Jahre haben wir unsere Reisen stets mit dem gemeinsamen Besuch und einem würdigen Gedenken auf den deutschen Kriegsgräberstätten verbunden. Dies ist bei uns eine wichtige Tradition“, sagt Pius Graf. Er ist der 1. Obmann der IG Rosenheim, welche die gemeinsame Veranstaltung mit dem Volksbund durch eine eigene Kapelle, Fahnenträger und die beeindruckende Zahl der Gäste wirkungsvoll mitgestaltet. Der stellvertretende Woiwode aus Stettin, Ryszard Micko, der Vorsitzende der deutsch-polnischen Kommission, Dr. Andrzej Kunert, sowie zahlreiche weitere hochrangige Ehrengäste sind heute ebenso vertreten wie am Vorabend bei der Kranzniederlegung am Denkmal für die polnischen Kriegsopfer. Nicht vertreten sind leider die Torgelower Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 &quot;Vorpommern&quot;, die schon seit vielen Jahren auf der Kriegsgräberstätte Neumark arbeiten. Derzeit sind sie im Einsatz in Afghanistan. </p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_neumark_4_txdam13073_861ea0.JPG.jpg" height="199" width="300" alt=""></p>
<p>Unter den Mitreisenden der Interessengemeinschaft ist auch Monika Loy, die in Rosenheim regelmäßig für den Volksbund Spenden sammelt. Noch vor der Zeremonie sucht sie den Ausstellungs-Pavillon der Kriegsgräberstätte auf. Dort wartet Piotr Nycz. Er ist Friedhofsverwalter und Angehöriger der deutschen Minderheit. Gemeinsam mit Monika Loy sucht er im dort ausgelegten Gesamtnamenbuch Polen nach dem Onkel ihres Mannes. Tatsächlich finden sie ihn in einem der gebundenen blauen Bände, die alle in Polen verstorbenen und namentlich bekannten Wehrmachtsangehörigen verzeichnet. Einer von ihnen ist ihr Verwandter Josef Loy, der am 28. Januar 1945 im Alter von 25 Jahren fiel. Er ist einer von über 460 000 – für seine Angehörige hat dieser Schriftzug eine große Bedeutung. „Hier zu sein und seinen Namen zu lesen, ist wie Balsam für die Seele. Hier an diesem Ort sieht man, wofür das gespendete Geld gebraucht wird“, sagt die Rosenheimerin.</p>
<p><b>Der Vater weint</b></p>
<p>Eine ihrer Mitreisenden ist Helga Abel aus Remseck. Sie gehört nicht zu der IG Rosenheim, nahm das Angebot zu der gemeinsamen Reise nach Neumark aber gerne an. Schon vor sechs Jahren, als die Kriegsgräberstätte Neumark eingeweiht wurde, besuchte sie diesen Ort, an dem ihr Vater Paul Gerhard Otte beerdigt wurde. Dabei hatte er es fast bis nach Hause geschafft. Nur wenige Tage vor seinem Soldatentod erreichte ein letzter Brief die Familie. Er schrieb, dass er schon ganz in der Nähe sei und recht bald heimkehren würde. Doch es kam anders. An den Tag der Todesnachricht erinnert sich die damals 6-Jährige noch genauso gut wie an den letzten Abschied am Bahnhof. Damals kniete der Vater vor seinen vier Kindern nieder – und weinte. Das hatte sie zuvor noch nie erlebt. Helga Abel denkt oft an ihren Vater, zum Beispiel daran, wie gerne sie bei ihm auf dem Fahrrad mitgefahren ist. </p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_neumark_5_txdam13074_861ea0.JPG.jpg" height="199" width="300" alt=""></p>
<p>Heute kniet sie vor seinem kleinen Namensschild in Block 1 der weiträumigen Anlage. Ihr Vater war einer der Ersten, die hier eingebettet wurden. An seiner Grabstelle, deren Lage Friedhofsverwalter Piotr Nycz vorher genauestens ausgemessen hat, liegen gleich mehrere Blumensträuße. Erneut ertönt das Lied vom guten Kameraden. Obmann Pius Graf von der IG Rosenheim hatte dafür gesorgt, dass die Kapelle nach der großen Veranstaltung auch am Grab von Paul Gerhard Otte spielt. Zugleich steht er an ihrer Seite. Es ist ein wahrhaft schöner Moment. Helga Abel bedankt sich von Herzen, nimmt sich dann ein paar Augenblicke für sich selbst. Viel Zeit bleibt ihr heute leider nicht. Dann, kurz bevor die 16 Busse zählende Flotte der IG Rosenheim zur Abfahrt ruft, geht sie noch einmal zu den Stelen, die weitere Kriegsopfer verzeichnet, die nicht geborgen werden konnten. Dort legt sie eine Rose nieder und nimmt Fotos für eine Bekannte von dem Namenszug eines weiteren Gefallenen auf. Inzwischen ist die Kriegsgräberstätte fast menschenleer. Auch ihr Busfahrer wartet schon. Als Helga Abel als letzte einsteigt, lächelt er sie an.</p>
<p><b>Maurice Bonkat</b></p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 10:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vom Begreifen des Unfassbaren</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/vom-begreifen-des-unfassbaren.html</link>
			<description>Projekt Namensziegel in Munster</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ton ist einer der ältesten Baustoffe und zugleich von überraschender Beständigkeit. Man könnte auch sagen, dass er die ihm einmal gegebene Form dauerhaft bewahrt und erinnert. Diese Eigenschaften macht sich das <i>Projekt Namensziegel</i> des Volksbund-Bezirksverbandes Lüneburg/Stade zu nutze. Denn aus Ton sind auch die kleinen Tafeln, welche die Namen von inzwischen weit über 1 000 sowjetischen Kriegsgefangenen aus dem Zweiten Weltkrieg tragen. Es ist ein Erinnerungsprojekt, das sich vornehmlich an junge Menschen wendet. In der Realschule Munster in der Nähe des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen geschieht dies Ende April 2012 gemeinsam mit russischen Jugendlichen aus der Region Tambow.</p>
<p><b>Ein großer Schock</b></p>
<p>Neben der theoretisch-geschichtlichen Beschäftigung mit dem bedeutsamen Thema spielt dabei auch die handwerkliche Tätigkeit wie im Werkunterricht von Rainer Hartwich eine wichtige Rolle. Der ist bei den Munsteraner Schülern sehr beliebt. Das merkt man gleich. Sogar mit seinen tonverschmierten Händen darf er einer etwas vorlauten Schülerin scherzhaft an die Nase fassen. Die Realschülerin zieht nur kurz die Augenbrauen hoch, dann lächelt sie verschmitzt und wendet sich wieder ihrem Tonklumpen zu. </p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_namensziegel_3_txdam13023_18f81d.jpg.jpg" height="452" width="300" alt=""></p>
<p>Mit Hilfe eines Rundholzes formt sie daraus einen flachen, gleichmäßigen Fladen. Der wird dann mit einem Messer in eine rechteckige Form geschnitten. Anschließend legt sie ein Schablonenpapier darüber und beginnt, mit einer Nadel die darauf vermerkten Namen und Lebensdaten auf das Werkstück zu übertragen: „Schidko Andrej 15.09.1905 – 19.11.1941“, steht nun auf der Tonscheibe, die Lehrer Hartwich später erst bei 960 Grad und später nochmals bei über 1100 Grad brennen wird. Es ist der Name eines der über 100 Opfer, die allein an diesem einen Novembertag im Lager Bergen-Belsen verstarben und heute auf der Kriegsgräberstätte Hörsten bisher namenlos bestattet sind. Das berührt die Schüler. „Es ist für mich schon ein großer Schock, wenn ich mir überlege, wie viele Menschen damals im Lager gestorben sind. Und viele waren auch noch sehr jung“, sagt der 16-jährige Manuel Hoefs, während er mit seiner Nadel sorgfältig die Buchstaben Punkt für Punkt in dem erdfarbenen Aufbauton verewigt.</p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_namensziegel_2_txdam13022_861ea0.JPG.jpg" height="199" width="300" alt=""></p>
<p><b>Mit Hand und Kopf</b></p>
<p>Es ist ein sehr konkreter Einstieg ins Thema, der die Jugendlichen wortwörtlich begreifen lässt – mit Hand und Kopf. „Unser Konzept ist fächerübergreifend und betrifft den Unterricht sämtlicher 9. Klassen in den Fächern Geschichte, Politik, Deutsch sowie Werte und Normen“, erklärt Konrektor Frank Zimmermann. Schulleiter Jürgen Timme betont ebenfalls, wie wichtig dieses Thema speziell für die Jugendlichen dieser Region ist. Er selbst habe als Kind auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Wietzendorf ganz in der Nähe von Bergen-Belsen gespielt. Er erinnert sich daran, wie selbstverständlich seine Elterngeneration das Todeslager in der Nachbarschaft akzeptiert habe. Da dürfe man nichts beschönigen und müsse zugleich dafür Sorge tragen, dass die sich aus dieser Zeit ergebende Mahnung im Gedächtnis bleibe.</p>
<p>Das Projekt Namensziegel funktioniert nicht nur in dieser Hinsicht, sondern trägt auch tatsächlich zur gelebten Völkerverständigung bei. Den Anfang markierte eine Weiterbildung des heutigen Konrektors Frank Zimmermann beim Lüneburger Volksbund-Bezirksverband im Jahr 2010. Dazu kam die naheliegende Idee, die russische Partnerschule einzubeziehen. Es war ein voller Erfolg. Während in Mitschurinsk im Sommer 2010 ein Hochkreuz zum Gedenken an die deutschen Kriegsgefangenen aufgestellt wurde, brachten die deutschen Jugendlichen erstmals die von ihnen gefertigten Namensziegel an dem kleinen Einfriedungswall der Kriegsgräberstätte Hörsten an. </p>
<p><b>Nur ein kleiner Funken</b></p>
<p>Dort liegen schätzungsweise 20 000 ehemalige Sowjetsoldaten. Dass deren persönliche Namen und Daten überhaupt bekannt sind, beruht auf der Akribie der damaligen Lagerverwaltung. Tatsächlich starben allein in Bergen-Belsen im Winter 1941/42 tagtäglich Dutzende, teilweise Hunderte Menschen. Die Liste der Todesursachen ist lang und umfasst neben dem allgegenwärtigen Hunger vor allem Seuchen wie Typhus, Ruhr, Fleckfieber und Tuberkulose. Darüber spricht Geschichtslehrer Eike Drögemüller mit seinen Schülern vorbereitend im Unterricht. Heute geschieht das Ganze anlässlich des Besuches einer Schüler-Lehrer-Delegation aus Mitschurinsk im Hörsaal der Schule. Mit dabei ist auch Volksbund-Schulreferent Dr. John Cramer, der sich lebhaft an die Anfänge des Projektes erinnert: „Aus einem kleinen Funken wurde plötzlich ein Riesenfeuer! Inzwischen beteiligen sich Schulen aus ganz Niedersachsen an diesem Projekt. Und weitere Namensziegel-Projekte werden gerade auf anderen Friedhöfen für sowjetische Kriegsgefangene gestartet, zum Beispiel in Sandbostel oder Heemsen.“ </p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_namensziegel_5_txdam13025_861ea0.JPG.jpg" height="199" width="300" alt=""></p>
<p>Die Zusammenarbeit mit der Realschule Munster wird aber eine besondere Bedeutung behalten. Die Einbeziehung der russischen Partner erweitert der Idee um eine zusätzliche Dimension. Glücklicherweise kann der in Sibirien geborene Lehrer Alexander Busch alles Gesagte problemlos und fließend übersetzen. So berichtet Elena Rybaltschenko auch den deutschen Schülern eindrucksvoll von den sich daraus ergebenen Schicksalsklärungen. Ein echtes Gänsehautgefühl wird spürbar, als die Direktorin der Mitschurinsker Schule Nr.7 von ihrem Telefonat mit einem Angehörigen erzählt. Der reagierte auf die Nachricht, dass man nun den Namen und die zugehörige Grabstätte seines als vermisst geltenden Vaters zuordnen könne, zunächst mit absoluter Stille. Dann sei dessen Frau an den Hörer gegangen und hätte berichtet, dass ihr Ehemann in diesem Moment weinend auf dem Sofa sitze und nicht antworten könne. Später folgt sein herzlicher Dank und die Frage, ob er vielleicht etwas bezahlen solle. Nein, das nicht, denn das Engagement ist allenthalben ehrenamtlich. Und auch jetzt braucht der Angehörige eine kleine Atempause.</p>
<p><b>Gänsehautgefühl im Hörsaal</b></p>
<p>Volksbund-Schulreferent Cramer weiß ebenfalls aus eigener Erfahrung von ähnlichen Begebenheiten zu berichten. Gerade in jüngster Zeit kommen Angehörige – häufig mit der gesamten Familie – aus Russland nach Deutschland und besuchen nach vielen Jahrzehnten erstmals die bisher unbekannten Gräber. „Dann bringen sie Bonbons oder kleine Steine mit, die sie auf die Gräber legen. Umgekehrt nehmen sie etwas Erde mit Nachhause, die sie dann am Familiengrab verstreuen“, sagt John Cramer. </p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_namensziegel_4_txdam13024_861ea0.JPG.jpg" height="199" width="300" alt=""></p>
<p>Als er später am Tage die sowjetische Kriegsgräberstätte Hörsten besucht, wo die bisher produzierten Tontafeln der Jugendlichen installiert sind, setzen russische Angehörige zufällig gerade einen persönlichen Gedenkstein in die Erde. „Dabei wäre dieser Friedhof nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe in Vergessenheit geraten. Sogar Panzer des angrenzenden Truppenübungsplatzes sind hier unwissentlich über die Gräber gerollt. Heute hat sich vieles aber längst noch nicht alles zum Besseren geändert“, sagt der Schulreferent, während im Hintergrund die donnernden Übungsschüsse der modernen Panzer unüberhörbar durch die Heideluft hallen. </p>
<p>Morgen wird er die Besuchergruppe aus Mitschurinsk an die Gräber und zu den Namenstafeln führen. Auf den Metallgestellen entlang des Walls findet sich auch ein Hinweis auf den Beginn des Munsteraner Projekts von vor zwei Jahren. Zeitgleich wird Lehrer Hartwich in den Werkräumen der Realschule Munster womöglich die nächsten Namensziegel aus dem Brennofen ziehen, ganz vorsichtig. Diese Tafeln sind wichtig. Sie sollen die Zeit überdauern und den Toten endlich ihre Namen zurückgeben.</p>
<p><b>Maurice Bonkat</b></p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 02 May 2012 09:13:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Eine bleibende Aufgabe</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/eine-bleibende-aufgabe.html</link>
			<description>Bundespräsident Joachim Gauck übernimmt Schirmherrschaft</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue Bundespräsident Joachim Gauck ist nun auch der neue Schirmherr des Volksbundes. In einem Schreiben an den Volksbund betonte der elfte Bundespräsident dabei „die bleibende Aufgabe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge“, die weiterhin Unterstützung verdiene. </p>
<p>Der evangelisch-lutherische Pastor und ehemalige Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen wurde am 18. März diesen Jahres mit großer Mehrheit durch die Bundesversammlung gewählt. Als neuer Volksbund-Schirmherr führt der 72-Jährige zugleich eine von Theodor Heuss begründete Tradition fort, wonach der Bundespräsident die Schirmherrschaft des Volksbundes übernimmt. „Selbstverständlich bin ich auch bereit, am 18. November 2012 das Totengedenken zum Volkstrauertag zu sprechen“, heißt es weiter in dem Schreiben des Bundespräsidenten.</p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 17:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Innenminister Reinhold Gall dankt Sammlern </title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/innenminister-reinhold-gall-dankt-sammlern.html</link>
			<description>Mahnung vor den Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft </description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der jährlichen Haus- und Straßensammlung im November 2011 für den Volksbund haben Soldaten der Bundeswehr und Angehörige des Reservistenverbandes in Baden-Württemberg landesweit 301 814 Euro gesammelt. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Die seit Jahren ungebrochen hohe Spendenbereitschaft – über 900 000 Euro insgesamt bei den Sammlungen im vergangenen Jahr – zeigt eindrücklich: Die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist bei den Bürgerinnen und Bürgern nach wie vor hoch angesehen und geachtet. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist und bleibt tief in der Bevölkerung Baden-Württembergs verwurzelt.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Mittwoch, 28. März 2012, bei der symbolischen Scheckübergabe von Bundeswehr und Reservisten an den Landesverband Baden-Württemberg im Neuen Schloss in Stuttgart.</p>
<p>In seiner Ansprache würdigte er die Arbeit des Volksbundes, der es zu verdanken sei, dass Millionen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft würdige Ruhestätten gefunden hätten und&nbsp; noch finden würden. Im Namen der Landesregierung dankte er den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie den Reservisten für ihre Leistungen zur Unterstützung der Kriegsgräberfürsorge.</p>
<p><img src="uploads/RTEmagicC_stuttgart_gruppen_txdam12833_fe1efc.JPG.jpg" height="200" width="300" alt="">&nbsp;</p>
<p>Aus den Händen von Oberstleutnant Wolfgang Spranger und Oberstleutnant d.R. Ralf Bodamer nahm Dr. Udo Andriof, stellvertretender Landesvorsitzender des Volksbundes, den gewichtigen Scheck entgegen. Als besonders bemerkenswert bezeichnete dieser den Anteil der Reservisten mit über 165 000 Euro. Zum fünften Mal hintereinander sei ihnen eine Steigerung auf ihr jetziges Spitzenergebnis gelungen. Dr. Andriof dankte allen Sammlern und Spendern in Baden-Württemberg für ihren Beitrag zur Erhaltung und Pflege der Kriegsgräber. Er bat das Landeskommando der Bundeswehr und die Landesgruppe der Reservisten, trotz der strukturellen und personellen Veränderung der Bundeswehr in Baden-Württemberg den Volksbund auch im Jahre 2012 wieder nach Kräften zu unterstützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der prächtige Marmorsaal bildete die adäquate Kulisse für die anschließende Ehrung einer ganzen Reihe von Soldaten und Reservisten, die sich bei der Sammlung besonders eingesetzt hatten.</p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 10:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Deutsch-Russisches Forum ehrt Volksbund</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/deutsch-russisches-forum-ehrt-volksbund.html</link>
			<description>Präsident Führer und Kursker Bürgermeister erhalten Joseph-Haas-Preis</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Arbeit des Volksbundes sei ein leuchtendes Beispiel für den Bau freundschaftlicher Brücken und der Verständigung zwischen den Völkern Russlands und Deutschlands, so Nikolai I. Owtscharow, Bürgermeister der russischen Stadt Kursk und gemeinsam mit Volksbundpräsident Reinhard Führer Preisträger des Deutsch-Russisches Forums. Mit dem Dr.-Friedrich-Joseph-Haass-Preis werden alljährlich besondere Verdienste um die deutsch-russischen Beziehungen geehrt.</p>
<p>Owtscharow hat sich als Vizegouverneur des Oblast Kursk besonders um die deutsch-russische Versöhnung verdient gemacht. Ihm ist es zu verdanken, dass vor drei Jahren die Kriegsgräberstätte Kursk-Besedino eingeweiht werden konnte. Mittlerweile 21.000 deutsche Kriegsgefallene haben hier bislang eine letzte und würdige Ruhestätte gefunden. „Diese Versöhnungsbereitschaft hat sich auch in besonderer Weise beim Bau unseres großen Sammelfriedhofes für die überwiegend bei der größten Panzerschlacht der Geschichte gefallenen deutschen Soldaten in der Nähe von Kursk gezeigt. Es war und ist ein besonders gutes Beispiel deutsch-russischer&nbsp; Zusammenarbeit. Der Volksbund wurde durch den Veteranenverband, die Gebietsverwaltung und die Kreisverwaltung in vorbildlicher Weise unterstützt. Viele haben vor Ort zum Gelingen unseres Vorhabens beigetragen, doch einen besonderen Anteil hatte Nikolai Owtscharow und daher freue ich mich über seine Ehrung ganz besonders“, so der Volksbundpräsident. Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière betonte in seiner Rede, die beiden Preisträger hätten durch ihr außergewöhnliches Engagement viel für die Versöhnung getan, denn Kriegsgräberstätten seien beides: bedrückende Mahnmale unserer Geschichte und zugleich wichtige Orte des <a name="_GoBack"></a>Zusammentreffens. Die Erinnerung an die dunklen Zeiten des 1. und 2. Weltkrieges müssten als mahnendes Beispiel für die kommenden Generationen stets präsent sein. „Sie übernehmen Verantwortung für Ihre Gesellschaft. Und mehr noch: Sie übernehmen auch Verantwortung für die jeweils andere Gesellschaft. Dafür danke ich Ihnen“, sagte der Bundesverteidigungsminister.</p>
<p>Namensgeber des mit 5.000 Euro dotierten Preises ist der deutsch-russische Mediziner Friedrich-Joseph Haass, der im 19. Jahrhundert als der „heilige Doktor von Moskau“ berühmt wurde. 25 Jahre lang betreute er seelsorgerisch, sozial und medizinisch Strafgefangene. Zur Beerdigung im August 1853 sollen zu seinen Ehren 20.000 Menschen auf den Moskauer Wwedenskoje-Friedhof gekommen sein. Der 1993 gegründete Deutsch-Russische Forum e.V. mit seinem Vorsitzenden Ernst-Jörg von Studnitz, Botschafter a. D. in Moskau, fördert als unabhängiger und überparteilicher Verein die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland. Das Forum organisiert Konferenzen, Tagungen sowie Vortragsveranstaltungen zu aktuellen Fragen im deutsch-russischen Verhältnis.</p>
<p><b>Christoph Blase</b></p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 11:10:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gemeinsam an den Gräbern</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/gemeinsam-an-den-graebern.html</link>
			<description>Deutsche und ungarische Kriegsgräberfürsorge im Gespräch</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p>Internationale Partnerschaft ist zugleich das Ziel und die Vorraussetzung für die Arbeit des Volksbundes. Die Fürsorge für die deutschen Gräber im Ausland kann nur zusammen mit Freunden und Partnern in den jeweiligen Ländern geleistet werden. Aus diesem Grund besuchten am 21. März die Vertreter der Abteilung für militärische Traditionspflege und Kriegsgräberfürsorge im ungarischen Verteidigungsministerium die Bundesgeschäftsstelle des Volksbundes in Kassel. Dabei ging es in dem Arbeitsgespräch mit Oberstleutnant Dr. Lázló Töll und seinem Stellvertreter Major Roland Maruzs, dem Länderbeauftragten Imre Kovács sowie weiteren Volksbund-Mitarbeitern um Themen der gemeinsamen Friedensarbeit.</p>
<p><b>Budaörs – ein Ort besonderer Bedeutung</b></p>
<p>Ein Ort, der diese Gemeinsamkeiten und die Partnerschaft zwischen Volksbund und ungarischer Kriegsgräberfürsorge besonders deutlich macht, ist Budaörs. Denn auf der dortigen Kriegsgräberstätte sind deutsche und ungarische Kriegstote in direkter Nachbarschaft bestattet woden. Ihrer gedenkt der Volksbund am 23. Juni diesen Jahres wiederum gemeinsam mit der ungarischen Kriegsgräberfürsorge anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Anlage. Weitere Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit gibt es zudem bei Umbettungen und Gräbersuche, der Pflege sowie in der internationalen Zusammenarbeit mit weiteren Partnern der Region.</p>
<p><b>Maurice Bonkat</b></p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 10:28:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Soldatenväter und Nachkriegskinder</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/soldatenvaeter-und-nachkriegskinder.html</link>
			<description>Vier Fragen an die Autorin Sabine Bode</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><span style="font-family:Calibri">In ihrer ersten Lesung in Berlin stellte die Autorin und Journalistin Sabine Bode, Jahrgang 1947, ihr neuesten Werk „<b>Nachkriegskinder </b></span><b><span style="font-family:Calibri">– Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter</span></b><span style="font-family:Calibri">“ vor. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte dazu am 9. März ins Berliner Abgeordnetenhaus eingeladen. Über 200 Gäste waren dem Aufruf gefolgt und erlebten einen ebenso spannenden wie bewegenden Abend. Denn Sabine Bode beschreibt in ihrem Werk ein bislang noch wenig behandeltes Thema aus der Kriegs- und Nachkriegszeit: Heute schauen die Kinder der Soldatenväter zurück. Sie wollen wissen, wie sie das Aufwachsen in der Nachkriegsgesellschaft geprägt hat, und stellen Fragen nach dem Vater. Das Schweigen der Soldatenväter erwies sich als ein Erbe, das die Nachkriegskinder zutiefst irritierte, häufig ein Leben lang.</span></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><b><span style="font-family:Calibri">1. Welches Erlebnis als Nachkriegskind hat Sie am meisten beeindruckt?</span></b></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><span style="font-family:Calibri">„Krieg“ gehörte zu meinem frühen Wortschatz. Als Dreijährige wurde ich mehrmals am Tag ermahnt: „Pst. Nachrichten! Krieg!“ Die Erwachsenen wollten Radio hören. Etwas Unheimliches ballte sich in unserer Küche zusammen: Korea im Sommer 1950. Der Zweite Weltkrieg lag gerade fünf Jahre zurück, als die Angst vor einem Dritten Weltkrieg aufstieg. In dieser Zeit konnte ich manchmal vor Angst nicht einschlafen. Da war ein Geräusch, von dem ich nicht wusste, was es war, dumpf, rhythmisch und sehr bedrohlich – ich nannte es „Krieg“. Erst viel später begriff ich, dass es die Bässe der Musik waren, die aus der Wohnung unter uns zu mir drangen. – Der Krieg war aus und überall.</span></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><b><span style="font-family:Calibri">2. Hat Ihr Vater vom Krieg erzählt und wenn ja, was? (detailliert oder abwimmelnd?)</span></b></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><span style="font-family:Calibri">Mein Vater war im Krieg u.k. gestellt, in der Leitung eines Rüstungsbetriebs in Oberschlesien. Er hat nur wenig von dieser Zeit erzählt, und gewiss nicht das Wesentliche. In seinem Nachlass tauchte ein Abschiedsbrief vom November 1944 auf. Darin hieß es, er müsse nun doch &quot;den grauen Rock anziehen&quot; und da er sicher sei, zu fallen, schreibe er nun diesen Brief. Er wurde dann nicht eingezogen, aber wie er dem entging, und wie es ihm gelang, Oberschlesien zu verlassen, bevor die Rote Armee kam, davon hat er nichts erzählt. Danach habe ich auch nicht gefragt. Er starb früh, 1973.</span></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><b><span style="font-family:Calibri">3. Haben Sie Ihren Vater nach seinen Erlebnissen im Krieg gefragt?</span></b></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><span style="font-family:Calibri">Ich habe meinen Vater gefragt, was er vom Holocaust gewusst habe. Da ist er ausgewichen. Er hat zum Beispiel darüber geschwiegen, dass in seinem Werk Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge arbeiteten.</span></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><b><span style="font-family:Calibri">4. Welches ist das hervorstechendste Charakteristikum von Soldatenvätern bzw. Kriegskindern?</span></b></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><span style="font-family:Calibri">Die Soldatenväter meiner Kindheit und Jugend waren nie entspannt. Heute gehe ich davon aus, dass so gut wie niemand mit seinen Erfahrungen in der NS-Zeit und im Krieg ins Reine gekommen ist, auch nicht in späteren Jahren.</span></p>
<p style="margin-bottom:6.0pt; text-align:justify; text-autospace:none"><b><span style="font-family:Calibri">Das Kurzinterview führte Christoph Blase.</span></b></p>
<p style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify; ">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify; ">Das Foto unten zeigt Detlef Dzembritzki, den Vorsitzenden des Berliner Landesverbandes, und Autorin Sabine Bode.</p>
<p style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify; "><br /><img src="uploads/RTEmagicC_Sabine_Bode_2_txdam12717_4c982d.jpg.jpg" height="233" width="300" alt=""></p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 15:02:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Partnerschaft zwischen Bundeswehr und Volksbund Brandenburg</title>
			<link>http://www.volksbund.de/nc/meldungen/meldungen-detail/artikel/partnerschaft-zwischen-bundeswehr-und-volksbund-brandenburg.html</link>
			<description>Landtagspräsident Fritsch ehrt Sammler der Bundeswehr</description>
			
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0cm; margin-bottom:.0001pt; text-autospace:none"><span style="font-family: Calibri; color:black">Zum ersten Mal wurde in Beelitz eine Partnerschaftserklärung zwischen dem Volksbund Brandenburg und einem Bataillon der Bundeswehr unterzeichnet. Volksbund-Landesvorsitzender und Landtagspräsident Gunter Fritsch sowie der Kommandeur des Logistikbataillons 172, Oberstleutnant Boris Nannt, bestärkten mit dieser Unterschrift ihren Willen zur engen Zusammenarbeit. Beide Partner wollen zukünftig gemeinsam zum Wohle des Werkes der deutschen Kriegsgräberfürsorge auf dem Waldfriedhof und der Begegnungsstätte in Halbe eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig praktisch und inhaltlich bei der Vermittlung des Friedensgedankens unterstützen, so der Text der Partnerschaftsurkunde.</span></p>
<p style="margin-bottom:0cm; margin-bottom:.0001pt; text-autospace:none"><span style="font-family: Calibri; color:black">Landtagspräsident Gunter Fritsch ehrte auch Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz bei den Haus- und Straßensammlungen 2011. Im Rahmen einer Feierstunde in der Hans-Joachim-von-Ziethen-Kaserne erhält Fritsch als Landesvorsitzender des Volksbundes in Brandenburg einen Scheck über 19.336,90 Euro von den fleißigen Sammlern in Uniform. Insgesamt wurden von allen ehrenamtlich tätigen Sammlern und Spendern in Brandenburg über 61.000 Euro in der Weihnachtszeit zusammengetragen.</span></p>
<p style="margin-bottom:0cm; margin-bottom:.0001pt; text-autospace:none"><span style="font-family: Calibri; color:black">Im Rahmen einer Festveranstaltung wurden die Soldaten und Reservisten vom Landtagspräsidenten, dem Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, Oberst Peter Arendt und dem Landesvorsitzende der Reservisten in Brandenburg, Oberst d. R. Gunter Scharf, geehrt.</span></p>
<p style="margin-bottom:0cm; margin-bottom:.0001pt; text-autospace:none"><span style="font-family: Calibri; color:black">&nbsp;<img src="uploads/RTEmagicC_IMG_3490_03.jpg.jpg" height="200" width="300" alt=""></span></p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 14:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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