Jakob Behr

Nachname:
Behr
Vorname:
Jakob
Dienstgrad:
Gefreiter
Todes-/Vermisstendatum:
07.12.1917
Todes-/Vermisstenort:
Illfurth

Jakob Behr

Jakob Behr ruht auf der Kriegsgräberstätte in Illfurth.

Endgrablage: Block 4 Grab 134

Nähere Informationen zu diesem Friedhof erhalten Sie hier.

Name und die persönlichen Daten von Jakob Behr sind auch im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet. Sie können gern einen Auszug bei uns bestellen.

Bitte beachten Sie, dass auf einigen Friedhöfen nicht die aktuelle Version ausliegt, somit kann der Name Ihres Angehörigen darin evtl. noch nicht verzeichnet sein.

Falls Jakob Behr mit Ihnen verwandt ist, und Sie von uns über Sachstandsänderungen informiert werden möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus.

Bitte prüfen Sie vorher an Hand Ihrer Unterlagen sorgfältig, ob es sich wirklich um Ihren Angehörigen handelt. Falls Sie nicht sicher sind, vermerken Sie dies im Textfeld des Formulares.

Illfurth

GPS
47°40'24.00"N; 7°16'40.86"E

Département Haut-Rhin

1.964 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Illfurth wurde im April 1920 von den französischen Militärbehörden angelegt. Er nahm als Sammelfriedhof einen Teil der Gefallenen aus den Gefechten am 7. und am 17. August 1914 auf, als die französischen Streitkräfte - aus dem Raum Belfort vordringend - über Mühlhausen hinaus versuchten, den Rhein zu erreichen. Ende des Monats verfolgten deutsche Truppen die sich zurückziehenden Franzosen. Diese Kämpfe und der anschließende bis Kriegsende 1918 andauernde Stellungskrieg forderten weitere Opfer. Die Überführung der im Bereich von 64 Gemeinden und Ortsteilen während des Krieges provisorisch beerdigten Kriegstoten und in französischer Gefangenschaft Verstorbenen nach Illfurth endete im Jahre 1924. Unter den Umgebetteten befand sich auch der erste deutsche Tote des Krieges 1914-1918 an der Westfront, Leutnant Albert Mayer, der am 2. August 1914 bei einem Patrouillenritt fiel. Bei diesem Gefecht verlor auch der erste französische Soldat sein Leben. Einige während des Krieges auf Feldfriedhöfen errichtete Denkmale wurden nach Illfurth umgesetzt, wie das Denkmal des Bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments 15, der Gedenkstein des Landwehr-Inf.-Regt. 123 - früher auf dem Friedhof Bernweiler - sowie ein Denkmal für eine am 18. März 1916 gefallene Flugzeugbesatzung, das zuvor in Habsheim stand. Die heute hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen überwiegend in Bayern, Baden und Württemberg, aber auch in Westfalen, Hessen, Thüringen, Ostpreußen, Schlesien, Niedersachsen und im Elsaß lagen.

95 Jahre nach ihrem Tod erhielten die 21 deutschen Soldaten, die 1918 im so genannten Kilianstollen nahe der elsässischen Gemeinde Carspach starben, endlich eine würdige Ruhestätte.


Am 18. März 1918 wurden die Soldaten durch Artillerietreffer in ihrem Unterstand verschüttet. Die deutschen Truppen konnten die Leichname damals nicht bergen. Die Namen der Toten aber waren stets bekannt. Ein Gedenkstein am Ort ihres Todes erinnerte Jahrzehnte lang an ihr Schicksal. Erst 2011 konnten französische Archäologen die unterirdische Anlage freilegen. Am 19. Juli 2013 erfolgte die Einbettung im Rahmen einer feierlichen Gedenkstunde.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auf Grund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Das Gemeinschaftsgrab erhielt eine Einfassung aus Naturstein. Das gleiche Material verwendete man für den Bau einer Terrasse, den Aufgang zum zentralen Mal sowie für den neuen Eingang mit schmiedeeisernem Tor. Das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber blieb allerdings infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Das gesamte Areal wurde landschaftsbaulich überarbeitet. Freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes hatten bereits mit gärtnerischen Vorarbeiten begonnen. Zahlreiche neue Bäume und Sträucher verleihen dem Friedhof einen hainartigen Charakter. Die Gräberfläche erhielt eine neue Begrünung. Im Jahre 1975 erfolgte der Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Platten aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der hier Ruhenden. Die sonst üblichen Kreuze konnten hier infolge der extremen Hanglage keine Verwendung finden.
Von den 1964 Gefallenen ruhen 1.425 in Einzelgräbern. Von ihnen blieben 7 unbekannt. In einem Gemeinschaftsgrab mit 539 Toten blieben 508 Opfer unbekannt.

Die sieben Gräber Gefallener jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen eine eigene Kennzeichnung. Die hebräischen Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben... .

2. (unten) Möge seine Seele eingebettet sein in den Kreis der Lebenden.

Pflege
Der Friedhof wird ständig durch den Pflegedienst des Volksbundes betreut.Auskünfte über die Lage von Gräbern, die frühere Zugehörigkeit der Gefallenen zu bestimmten Truppenteilen etc. erteilt der

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Bundesgeschäftsstelle

Abteilung Gräberdienst

Werner-Hilpert-Straße 2

D-34112 Kassel

Telefon: 0561-7009-0

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Soldatenfriedhöfen, die der Volksbund derzeit in Osteuropa errichtet, ist die Namen- bzw. Grabkennzeichnung noch nicht erfolgt. Es empfiehlt sich deshalb vor einer geplanten Reise eine Rückfrage bei der Bundesgeschäftsstelle in Kassel.

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Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sorgt für die Ruhestätten der im Ersten und Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen deutschen Soldaten. Der Volksbund errichtete bisher über 820 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten, auf denen etwa zwei Millionen Kriegstote ruhen. Bau und Pflege dieser Friedhöfe werden nur möglich durch Spenden der Förderer dieser humanitären Arbeit sowie durch Beiträge der über 197.000 Mitglieder des Volksbundes.

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