Ernst Aulenbacher

Nachname:
Aulenbacher
Vorname:
Ernst
Dienstgrad:
Infanterist
Todes-/Vermisstendatum:
27.12.1914

Ernst Aulenbacher

Ernst Aulenbacher ruht auf der Kriegsgräberstätte in Langemark.

Endgrablage: Kameradengrab

Nähere Informationen zu diesem Friedhof erhalten Sie hier.

Name und die persönlichen Daten von Ernst Aulenbacher sind auch im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet. Sie können gern einen Auszug bei uns bestellen.

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Langemark

Wegbeschreibung

Deutscher Soldatenfriedhof LangemarkKlerkenstraat 64B 8920 Langemark

GPS
50°55'13.38"N; 2°55'2.04"E

Am Ende des Ersten Weltkrieges gab es in Belgien in 678 Gemeinden und Ortsteilen deutsche Soldatenfriedhöfe. Ihre Erhaltung und Betreuung wurde 1925 erstmals vertraglich zwischen Deutschland und Belgien geregelt. Der amtliche deutsche Gräberdienst übernahm zunächst Ausbau und Erhaltung der Friedhöfe. Der Volksbund gestaltete vorerst die Friedhöfe Langemark-Nord und Roeselaere-de-Ruyter (dieser Friedhof ist nicht mehr existent, die 2.449 Gefallenen wurden nach Menen umgebettet). Die Zahl der deutschen Friedhöfe wurde auf Wunsch der belgischen Regierung (Zersiedlung der Landschaft) drastisch reduziert.

Seit 1954 basiert die Tätigkeit des Volksbundes auf einem neuen Abkommen mit Belgien. Dem Vertrag entsprechend wurden zwischen 1956 und 1958 die deutschen Gefallenen auf den noch bestehenden 128 Friedhöfen auf nunmehr drei deutsche Soldatenfriedhöfe in Flandern zusammengebettet: Langemark, Menen und Vladslo. Der Friedhof Hooglede blieb ohne Zubettungen. Auf den verbliebenen vier deutschen Flandernfriedhöfen ruhen heute insgesamt über 126.000 Gefallene des Ersten Weltkrieges. Weitere deutsche Gefallene ruhen auf britischen Soldatenfriedhöfen.

Die Gefallenen, deren Personalien zum Zeitpunkt der Umbettungen bekannt waren, wurden in Einzelgräbern beigesetzt, während alle Unbekannten im großen Gemeinschaftsgrab in Langemark Aufnahme fanden.

Die Gräber auf den flandrischen Friedhöfen sind mit Grabplatten gekennzeichnet, die - wegen der engen Belegung - bis zu 20 Namen und Daten von Gefallenen aufweisen. Die Einbettung erfolgte übereinander. Die Friedhöfe Langemark, Menen und Vladslo bilden als Ehrenhaine eine gestalterische Einheit. Der endgültige Ausbau der Friedhöfe durch den Volksbund erfolgte 1970 bis 1972.

Alle deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges wurden in Lommel und Recogne beigesetzt. In Belgien gibt es ca. 181.000 deutsche Kriegsgräber (135.000 aus dem Ersten und 46.000 aus dem Zweiten Weltkrieg) auf 19 Anlagen.

Langemark - Mythos und Wirklichkeit

Langemark ist als der Friedhof der Kriegsfreiwilligen von 1914 in die Geschichte eingegangen. Etwa 15 % der Kriegsfreiwilligen waren Studenten und Abiturienten. Gesamte Hörsäle und Abiturklassen - nebst Professoren und Lehrern - meldeten sich wie selbstverständlich zum Kriegsdienst. Sie fanden in Flandern den Tod; einen Tod, der in vielen Fällen Ergebnis mangelhafter Ausbildung, Ausrüstung und militärischer Führung war. Der amtliche Tagesbericht der Obersten Heeresleitung initiierte - propagandamäßig eingesetzt - die bis heute bestehende Fama, nach der die deutschen Truppen unter dem Gesange Deutschland, Deutschland über alles (erst 1922 zur Nationalhymne erklärt!) gegen die feindlichen Linien vorgegangen seien. Feststeht, dass sehr viele junge Menschen in Flandern als Opfer eines martialischen Stellungskrieges ihr Leben lassen mussten.

Der deutsche Soldatenfriedhof Langemark entstand aus einer kleinen Gräbergruppe des Jahres 1915 (Langemark-Nord). Bis Kriegsende erfolgten Zubettungen durch die Gräberverwaltung der Etappeninspektion in Gent. Zum Ende des Ersten Weltkrieges gab es 15 größere deutsche Soldatenfriedhöfe im Ortsbereich Langemark.
1919/20 bettete der belgische Gräberdienst - unter Auflösung vorhandener Anlagen - deutsche Gefallene in Langemark zusammen. Der deutsche Gräberdienst führte in den 20er Jahren erste Herrichtungsmaßnahmen durch.
1930 übernahm der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge die Gestaltung und erstellte u. a. ein Register deutscher Soldatenfriedhöfe in Flandern; Langemark lief unter den Bezeichnungen Langemark-Nord, Studentenfriedhof und Deutscher Soldatenfriedhof Nr. 123.
Die Deutsche Studentenschaft übernahm die Patenschaft und war Träger der sogenannten Langemark-Feiern 1933 - 1945. Zusammen mit den Traditionsverbänden vieler Regimenter unterstützte die Studentenschaft finanziell wie materiell die Arbeit des Volksbundes.

Der Friedhof erhielt ein mächtiges Eingangsgebäude im Stile jener Zeit. Wie ein mächtiger Felsblock lagert der Torbau aus rotem Wesersandstein hart am Rande der Straße; trotzig und stark in der archaischen Schlichtheit seiner Oberfläche, in der Strenge und Gehaltenheit seines Umrisses, abweisend und Abstand gebietend, so hieß es damals.

Nur eine schmale Pforte, gebildet durch ein Gitter eng geführter Eisenstäbe, gibt Einlass. Durch einen eichenholz-getäfelten Weiheraum betritt der Besucher über einen Ehrenhof das eigentliche Gräberfeld, dem das große Gemeinschaftsgrab vorgelagert ist. Am 10. Juli 1932 wurde der deutsche Soldatenfriedhof Langemark eingeweiht. 10.143 Gefallene - davon 6.313 namentlich bekannt - waren damals auf dem unteren Teil des Friedhofes bestattet. Die Namen dieser Toten sind auf den Eichenholztafeln im Weiheraum verzeichnet. Mit der Zusammenlegung aller deutschen Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Flandern (1956-1958) auf die drei großen Friedhöfe Langemark, Menen und Vladslo erfolgten weitere Zubettungen.
24.917 untrennbare Gefallene wurden in einem neu angelegten Gemeinschaftsgrab in Langemark beigesetzt. 10.000 bis dahin in Einzelgräbern ruhende Gefallene in den Ortschaften Staden, Westroosebeeke, Pasdsendale, Poelkapelle, Moorslede, Zonnebeke und Zillebeke wurden ausgebettet und erhielten auf dem sogenannten Mohnfeld in Langemark (erhöhter Teil des Friedhofes) eine endgültige Ruhestätte.
44.304 deutsche Gefallene ruhen heute in Langemark.

Das Gemeinschaftsgrab ist belegungsmäßig das größte auf deutschen Soldatenfriedhöfen. Es erhielt eine besondere Gestaltung durch das Aufstellen von vier Plastiken (Trauernde Soldaten), die der Münchner Bildhauer Prof. Emil Krieger 1956 geschaffen hat. Vorbild für diese Figurengruppe mag das Foto der Soldaten des Rheinischen Reserve-Infanterieregimentes 258 gewesen sein, das am Grab eines Kameraden auf dem Friedhof in Bouillonville 1918 gemacht wurde. Dieses Motiv kameradschaftlicher Trauer inspirierte einige Künstler. So finden wir trauernde Soldaten als Mosaik auf den deutschen Soldatenfriedhöfen u. a. in Quero, auf dem Pordoi und in Lommel. Im Gräberfeld in Langemark wird die alte Frontlinie markiert durch drei Bunker aus der Kampfzeit und durch Granitblöcke (die Rohlinge stammen aus der Umgebung) mit aufgebrachten Emblemen und Hinweisen zu den Traditionsverbänden, die die Arbeit des Volksbundes bei der Gestaltung des Friedhofes wesentlich unterstützten.
1971 wurden die bislang nur durch kleine Namensteine bzw. Eichenblöcke mit Kupferplaketten gekennzeichneten Gräber durch Grabzeichen in Form liegender Natursteinplatten ersetzt.
Von den 24.917 Gefallenen, die im Gemeinschaftsgrab bestattet sind, waren bis Anfang der 70er Jahre lediglich 10.010 namentlich bekannt und in den Belegungsbüchern des Friedhofes verzeichnet. Nach mühsamer Auswertung von ergänzenden Unterlagen des Bayerischen Staatsarchives konnten bis 1981 die Namen von über 7.000 weiteren hier Ruhenden in Erfahrung gebracht werden. Somit sind heute 17.342 der im Gemeinschaftsgrab liegenden Gefallenen namentlich bekannt, 7.575 blieben allerdings unbekannt.
Vor dem Gemeinschaftsgrab liegt auf einer Steinplatte ein Kranz aus bronzenen Eichenblättern; in ihm finden wir die biblischen Worte

Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen,
Du bist mein
Jes. 43,1

1984 erfuhr der Soldatenfriedhof eine neue Gestaltung. Um das Gemeinschaftsgrab herum wurden Bronzetafeln mit den Namen der 17.342 bekannt gewordenen Gefallenen stelenförmig aufgestellt; die auf dem Gemeinschaftsgrab einst im Halbkreis stehenden Skulpturen Trauernde Soldaten wurden an den hinteren Friedhofsrand versetzt. Der Besucher betritt nun durch das monumentale Eingangsgebäude den Friedhof. Über das im Anschluss an den offenen Ehrenfriedhof liegende Gemeinschaftsgrab schweift der Blick über das mit Eichen bestandene Gräberfeld mit Symbolkreuzgruppen und trifft schließlich auf die nun gegen den Horizont nebeneinander stehenden, dem Gräberfeld zugewandten trauernden Soldaten. Sie sollen Bindeglied zwischen den davor ruhenden Soldaten und dem Besucher sein, den sie förmlich anziehen. Die Figuren schaffen somit auch die Verbindung zwischen den Toten und den Lebenden.
Seit 1990 ist der Soldatenfriedhof Langemark, zusammen mit den Friedhöfen Menen, Vladslo und Hooglede, dem Landesverband NRW im Volksbund als Betreuungsfriedhof übergeben worden.
1998 wurden noch Gebeine von acht deutschen Gefallenen, die zusammen mit Gebeinen britischer Gefallener bei Straßenbauarbeiten gefunden worden waren, in Langemark beigesetzt.

Hinweis für Friedhofsbesucher

Auf einigen Soldatenfriedhöfen, die der Volksbund derzeit in Osteuropa errichtet, ist die Namen- bzw. Grabkennzeichnung noch nicht erfolgt. Es empfiehlt sich deshalb vor einer geplanten Reise eine Rückfrage bei der Bundesgeschäftsstelle in Kassel.

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Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sorgt für die Ruhestätten der im Ersten und Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen deutschen Soldaten. Der Volksbund errichtete bisher über 820 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten, auf denen etwa zwei Millionen Kriegstote ruhen. Bau und Pflege dieser Friedhöfe werden nur möglich durch Spenden der Förderer dieser humanitären Arbeit sowie durch Beiträge der über 197.000 Mitglieder des Volksbundes.

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