
- Der erste Herbststurm an der Ostsee.
Seminar der EAS - Usedom im Herbst
Usedom, September 2010; In der letzten Septemberwoche fand auf der Insel Usedom das erste gemeinsame Seminar der EAS und des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf der Ostseeinsel Usedom statt. 23 Soldaten und Zivilangestellte der Bundeswehr bekamen hier die Möglichkeit sich über die Arbeit des Volksbundes, die Kriegsgräberstätte Golm und die Arbeit der EAS zu informieren. Bei all der Wissensvermittlung kam natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz. Usedom ist halt auch ein beliebtes Urlaubsziel.
Der Montag begann für die meisten Teilnehmer sehr früh. Bis zu 700 Kilometer wurden zurückgelegt um an dem ersten gemeinsamen Seminar des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der EAS teilzunehmen. Die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm des Volksbundes sollte für die kommenden Tage der Ausgangspunkt für ein sowohl lehrreiches als auch erholsames Programm sein. Nach einem gemeinsamen Mittagessen lernten alle die raue Ostsee kennen. Bei acht Windstärken auf der Seebrücke von Ahlbeck spürten alle, dass es nun langsam Herbst wird in Deutschland.

- Auf den Spuren der Opfer des Bombenangriffes vom 12. März 2010.
Im Zentrum des Seminares stand die Kriegsgräberstätte auf dem Golm, die größte im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Nach einer kurzen Einweisung in die Arbeit des Volksbundes durch den Leiter der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte, Herrn Dr. Nils Köhler, ging es unter der fachlichen Begleitung von Herrn Hanno Hüwe, Mitarbeiter der Bildungsstätte, auf den Golm. Auf der Kriegsgräberstätte sind die Opfer des Bombenangriffes auf die Stadt Swinemünde vom 12. März 1945 beigesetzt. Zwischen 6.000 und 14.000 Opfer, Zivilisten und Soldaten, haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Einen Abschluss fand der lehrreiche aber auch bedrückende Rundgang in einer Andacht, die durch die Militärpfarrerin Sabine Ulrich aus Kiel durchgeführt wurde.

- Militärpfarrerin Sabine Ulrich aus Kiel.
Die Begleitung durch Frau Ulrich wurde von allen Teilnehmern sehr geschätzt. Neben den Andachten waren vor allem die Gespräche am Abend sehr anregend, die oftmals bis in die späte Nacht andauerten. Daher an dieser Stelle vielen Dank an Frau Ulrich!
Was leider an allen Tagen fehlte, kam dann am Abreisetag: Sonnenschein!
Bei gutem Wetter konnten die Teilnehmer nach den drei Tagen auf der Insel auf ein ereignisreiches und lehrreiches Seminar zurückblicken. Mit dem Reisesegen von Frau Ulrich begaben sie sich dann wieder auf die Heimreise nach Munster, Faßberg, Flensburg, Delmenhorst, Wilhelmshaven, Celle und Torgelow.
Gedankt sei an dieser Stelle auch dem Personal der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte, die einen großen Anteil an dem Gelingen dieses Seminares hatten.

- Doch noch Sonnenschein!
(Text und Fotos: Dieter Hollinde, Regionalreferent West der EAS e.V.)

