Ausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen!?“ in Plochingen eröffnet

16. März 2017

Am 14. März wurde die Ausstellung zur Gewaltmigration mit dem Titel „Geflohen, vertrieben – angekommen!?“ an der Burgschule in Plochingen eröffnet. Anwesend waren außer der Schulleiterin Eva Marggraf die Klassenlehrerin der neunten Klasse, Isabelle König, sowie etwa 35 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8, 9 und 10. Seitens des Volksbundes sprachen Bildungsreferent Sebastian Steinebach und Bezirksgeschäftsführer Thomas Faul gemeinsam mit der Schulleitung die einführenden Worte zur Ausstellung und den Ursachen der Migration.

Zudem wurden in der Burgschule Unterrichtseinheiten gestaltet, welche die Beschäftigung mit der Ausstellung, Themen wie „Kindersoldaten“ und die Arbeit des Volksbundes umfassen. Ein „Lerngang“ zum Stadtfriedhof in Plochingen, wo 86 Kriegstote ruhen, rundete die zwei Besuche ab. Auf dem Friedhof erkundeten die sehr interessierten Jugendlichen der Klasse 9 die Symbolik und Intention der verschiedenen Denkmäler und Grabfelder. Das Grab eines 15-Jährigen stimmte die Gruppe nachdenklich und warf einige Fragen auf, die diskutiert wurden.

Ein Schüler entdeckte in der Gräberliste seine Adresse. Seine selbst durchgeführten Recherchen ergaben, dass in seinem Wohnhaus Verwandte des auf dem Stadtfriedhof bestatteten Kriegstoten wohnen. Diesen Kontakt möchte er nun erweitern und nach Möglichkeit mehr zur Biografie des Gefallenen erfahren.  

Die Ausstellung ist noch bis 23. März im Foyer der Burgschule zu den Öffnungszeiten der Schule zu sehen. Am 27. März wird sie in Ulm aufgestellt.  

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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