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Kultusminister der Bundesländer unterstützen Schularbeit des Volksbundes
Berücksichtigung der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in den Schulen
Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 22.03.1968 in der Fassung vom 27.04.2006
In den Jahren 1968 und 1988 haben die Kultusminister die Verdienste des Volksbundes Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V. um die im Auftrag der Bundesregierung geleistete Pflege der
Ruhestätten der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gewürdigt und den Schulen die Mitwirkung
an den Aufgaben des Volksbundes empfohlen. Die Kultusminister sehen heute wie
damals Erhalt und Besuch dieser Mahnmale als unverzichtbaren Beitrag zur nachhaltigen
Stärkung und Fortentwicklung demokratischer Gedenk- und Erinnerungskulturen und als
Beitrag zur Versöhnungsarbeit im zusammenwachsenden Europa.
Der Volksbund hat seine seit Jahrzehnten wahrgenommene Arbeit und zugleich seine Bemühungen
unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden“ verstärkt,
indem er alljährlich Jugendcamps mit Pflegeaufgaben sowie Bildungs- und Begegnungsinhalten
auf Kriegsgräber- und Gedenkstätten im Bundesgebiet und im Ausland veranstaltet, die
Jugendliche aus der Bundesrepublik Deutschland und aus mehreren europäischen Ländern
zusammenführen. Ein- oder mehrtägige Schulprojekte zur regionalgeschichtlichen Spurensuche
werden vom Volksbund auch im Inland unterstützt und durch die Herausgabe von Medien
begleitet.
Zudem unterhält der Volksbund eigene Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten im In- und
Ausland, deren pädagogische Angebote sich vorwiegend an Schulklassen aber auch an Institutionen
der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung richten. Für die Begegnung deutscher
Schulklassen und Schulklassen anderer europäischer Länder bieten die Jugendbegegnungsstätten
u.a. pädagogische Module zur fächerverbindenden und fachübergreifenden historischpolitischen
Bildung, zur Gewaltprävention und Konfliktbewältigung an. Der Volksbund unterstützt
Institutionen der Lehreraus- und -fortbildung bei der Vermittlung von praxisbezogener
Methodenkompetenz im Umgang mit Kriegsgräber- und Gedenkstätten.
Eine verantwortungsbewusste Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an der Arbeit des
Volksbundes ist eine gute Möglichkeit, ihnen im Sinne des Erziehungs- und Bildungsauftrages
der Schule die Aufgabe des friedlichen Zusammenlebens und der Integration ausländischer
Mitbürger nahe zu bringen.
Die Kultusminister treten dafür ein, dass die Schulen auch weiterhin an den Aufgaben des
Volksbundes mitwirken und damit eine nachhaltige Erziehung zum Frieden fördern.
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