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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
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50 Jahre Botschafter für den Frieden: Kolping-Jugendbegegnung 2003 mit Staatsbesuch
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| Auch dem slowakischen Premierminister Mikulá Dzurinda passt das Volksbund-T-Shirt gut. |
Slowakischer Premierminister würdigt Engagement der Kolpingsfamilie Stockach
1953, genau vor 50 Jahren entstand bei der ersten Jugendbegegnung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Lommel/Belgien ein Motto, welches bis heute nichts an Aktualität verloren hat: "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden". Damals engagierten sich erstmals Kolpingjugendliche und Jugendliche der CVJM zusammen mit belgischen Jugendlichen in Lommel gemeinsam beim Ausbau des heute noch größten deutschen Kriegsgräberfriedhofes in Europa.
Eine Idee zog ihre Kreise und so fanden in diesem Jahr annähernd 80 Workcamps in 20 Ländern Europas statt. Inzwischen leider als einzigste der über 2 000 Kolpingsfamilien Deutschlands hat sich die Kolpingsfamilie Stockach diesen Schwerpunkt ihrer Arbeit erhalten, und ist Stolz darauf auch in diesem Jahr wieder eine internationale Jugendbegegnung als Partner des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgerichtet zu haben.
In diesem Jahr führte die Reise in das 1 400 Kilometer entfernte, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Bardejov, ganz im Osten der Slowakischen Republik. Nahe der ukrainischen und polnischen Grenze, an einem Knotenpunkt mehrerer historischer Handelsstrassen gelegen, hat diese bis heute historisch bedeutende Stadt trotz mehrerer Plünderungen nichts von ihrem ehemaligen Glanz eingebüßt. Die zweitägige Anfahrt mit Zwischenübernachtung in der Nähe Wiens führte die Teilnehmer quer durch Mitteleuropa, vorbei an der Hohen Tatra mitten in eine zauberhafte Landschaft mit schier endlosen Wäldern.
"Gerade im Jubiläumsjahr solch einen Lagerort genehmigt zu bekommen ist eine besondere Ehre für uns", berichtet Andreas Auer, Organisator und Vorsitzender der Kolpingsfamilie. "Ein Land, so reich an Kultur, Tradition, Geschichte und interessanter Menschen habe ich selten erlebt, unsere Teilnehmer wie auch das gesamte Leitungsteam waren begeistert", bilanziert Auer.
Vor Ort ständig begleitet durch Dr. Michail Bochin und Dr. Jan Tomko erlebte man erlebnisreiche und unvergessliche Tage, wie man sie wohl in keinem Reisebüro buchen kann. Die gemeinsamen Arbeitseinsätzen verrichtete man auf dem Soldatenfriedhof in Zborov, einer Gemeinde mit einem Bürgermeister, der begeistert von der Arbeit und der Idee des Volksbundes ist, die Stockacher Jugendlichen immer wieder besuchte und auch in seine Gemeinde einlud.
Besuch des slowakischen Premierministers
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| Kreuzinschriften werden wieder lesbar. |
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Der Schwerpunkt der Arbeitseinsätze lag auf dem Nachzeichnen von Kreuzinschriften, welche im Laufe der Jahre aufgrund der Witterungseinflüsse zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verfallen waren. Zu einem der absoluten Höhepunkte des Workcamps gestaltete sich ein kurzfristig angekündigter Besuch des slowakischen Premierministers Mikulá Dzurinda.
Ähnlich sportlich veranlagt wie der deutsche Außenminister Joschka Fischer besuchte dieser hochrangige CDU-Politiker die Stockacher Jugendgruppe während einer Fahrrad-Tour quer durch die Ostslowakei. Begeistert von der Arbeit und dem Engagement, begründet durch die Idee "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" zollte der Premierminister den Jugendlichen höchstes Lob, und versprach, im Oktober bei seinem nächsten Treffen mit Gerhard Schröder, dieses Thema zum Gegenstand seiner Gespräche zu machen. "Gerade in der heutigen, erneut von Krieg geprägten Zeit, gilt es wachsam zu sein und die Augen vor der Vergangenheit nicht zu verschließen", mahnte Dzurinda. "Wer sich der Vergangenheit verschließt ist nicht fähig aus begangenen Fehlern zu lernen. Mit Eurem Engagement setzt ihr ein Zeichen gegen Gewalt und für ein friedliches Zusammenleben der Nationen. Euch gehört die Zukunft", ermutigte der sympathische Premierminister die Teilnehmer des Workcamps und ermunterte alle sich weiterhin für solch gute Dinge zu engagieren.
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| Mikulá Dzurinda im Gespräch mit der Jugendgruppe. Neben dem slowakischen Premierminister sitzt Andreas Auer. |
Fast jeden Tag stand für die Teilnehmer ein neuer Höhepunkt auf dem Programm. So besuchte man u.a. die Städte Presov, Kosice und den Kurort Bardejov Kuppele, besichtigte mit der Zipser Burg eine der größten Burganlagen Mitteleuropas, machte eine Floßfahrt auf dem Grenzfluss Dunajec, besuchte eine Tropfsteinhöhle sowie das Andy Warhol Museum in Medzilaborce, ging öfters Baden und erhielt eine Führung in einem der ältesten Opal-Bergwerke der Welt, deren Funde fast jede Königskrone Europas zieren.
Die zweite Woche des Aufenthaltes war hauptsächlich geprägt durch gemeinsame Aktionen mit einer Bundeswehreinheit aus Kiel, die zeitgleich zu einem Arbeitseinsatz auf einem Friedhof des ersten Weltkrieges vor Ort war. Bei einem Kameradschaftsabend, einem Fußballspiel gegen eine slowakische Auswahl, am Lagerfeuer, bei einer gemeinsamen Kranzniederlegung und auch bei einem Besuch während der "Arbeitszeit" bestand viel Zeit sich gegenseitig kennen zu lernen und neue Freundschaften zu schließen.
"Noch nie durfte ich solch zwei erlebnisreiche Wochen erleben. Was dieses für die meisten Westeuropäer fast unbekannte Land zu bieten hat, kann man ganz einfach nicht beschreiben, das muss man erleben", resümiert Andreas Auer dem gleich mehrere Einladungen zu einem privaten Urlaub ausgesprochen wurden. So kam er nicht umher zu versprechen, wenn auch nicht gleich wieder im nächsten Jahr, so zumindest 2005 wieder mit einer solch tollen Jugendgruppe die Slowakei zu bereisen.
Schweren Herzens machte man sich nach viel zu schnell vergangenen, unvergesslichen Tagen wieder auf die zweitägige Heimreise. Verabschiedete sich von vielen neu gewonnenen Freunden und von einem Land, welches sich berechtigte Hoffnungen auf einen baldigen EU-Beitritt machen darf.
Weitere Informationen zur Kolpingsfamilie Stockach und deren Programm sind im Internet unter www.kolping-stockach.de zu finden.
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Allgemeine Infos zu den Workcamps

Virtuelle Lichterkette im Internet

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