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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
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Orglandes/Manche
Nachdem die Amerikaner durch die Brückenkopfbildung bei St. Mère-Eglise die
Halbinsel Cherbourg abgeschnitten hatten, zielte ihr weiterer Vorstoß über das
Städtchen Valognes in Richtung Cherbourg. Die bei diesen Kämpfen gefallenen
Soldaten, Deutsche wie Amerikaner, wurden in dem kleinen, nur knapp 400
Einwohner zählenden Dorf Orglandes, im Département Manche, bestattet.
Nach 1945 verblieb hier nur das deutsche Gräberfeld mit 7358 Toten, während die
amerikanischen Gefallenen nach St. Laurent-sur-Mer umgebettet wurden. Die
freigewordenen Flächen belegte der französische Gräberdienst mit deutschen
Gefallenen aus Feldgräbern und kleineren Anlagen der weiteren Umgebung, so daß
die Gesamtzahl der hier bestatteten deutschen Toten jetzt 10 152 beträgt. Der
Volksbund hat auf diesem Friedhof keine weiteren Zubettungen vorgenommen. Die
Kriegsgräberstätte Orglandes liegt unmittelbar an den letzten Häusern des
nördlichen Dorfausganges, die die typisch normannische Bauweise mit ihren an
der Giebelwand hochgezogenen Kaminen aufweisen und bedeckt eine Fläche von etwa
5 ha, die ursprünglich Weidegelände gewesen war. Die Amerikaner hatten bei der
Bestattung der Toten die Gräberfelder so geordnet, daß sie sich in die von
Wällen und "Knicks" umrahmten Räume einordneten, ohne daß diese selbst
angetastet wurden. Die auf den Wällen stehenden mächtigen Eichen verhinderten
einen Gesamtüberblick über die damalige Anlage.
Diese von Bauernhand geschaffenen Räume blieben bei der Neugestaltung des
Friedofes erhalten. Lediglich einige in die Gräberfelder gestellte Einzelbäume
und kleine Baumgruppen überschatteten die Gräber.
Die außerordentlich weitläufige Anlage wurde stark verkleinert, so daß sich
zwei größere und zwei kleinere Gräberfelder in unregelmäßigen Formen ergeben
haben, die den parkartigen Charakter der Gesamtanlage noch unterstreichen.
Nur an einer Seite, und zwar an der an die Straße angrenzenden, ist der
Friedhof durch eine Mauer, die sich an den Eingangsbau anschließt, begrenzt. An
den anderen Seiten bilden die vorhandenen Wälle die Umwehrung.
Das Eingangsgebäude wird durch einen Turmbau, der von einem niedrigen Baukörper
auf seinen vier Seiten umschlossen ist, gebildet. Der 15 Meter hohe Turm
selbst bildet in seiner ganzen Höhe die Eingangshalle, die im unteren Teil eine
Gliederung in Nischen aufweist. Eine dieser Nischen ist durch ein Mosaik, einen
segnenden Christus darstellend, künstlerisch gestaltet. Acht Fensterschlitze
mit Bleiverglasung lassen vom oberen Teil her, der den Dachstuhl sichtbar
zeigt, Licht in das Innere einfallen.
Als Baumaterial für das Mauerwerk diente ortsüblich Bruchstein, heller Granit
dagegen für die Gesimse, Portale, Pfeiler und Eckverbände.
Gegen den Friedhof hin öffnet sich eine pfeilergestützte Vorhalle. Da sich das
Gelände von Osten nach Westen neigt, hat der Besucher von dieser Stelle aus
nicht nur einen Blick auf einen Teil der jetzt in zehn Blocks eingeteilten
Gräberfläche, sondern ihm bietet sich auch noch eine weite Sicht in die
Landschaft.
Die Gräberfelder sind als weite Rasenflächen gestaltet, die Gräber selbst durch
Steinkreuze gekennzeichnet. Sie tragen auf beiden Seiten Namen, Dienstgrad,
Geburts- und Todesdaten von je zwei oder drei Gefallenen.
Die bauliche und gärtnerische Ausgestaltung hat im Juli 1958 begonnen und wurde
im Frühjahr 1961 im wesentlichen zum Abschluß gebracht. Die Kosten hierfür
wurden von der Bundesregierung und vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
gemeinsam getragen.
Am 21. September 1961 wurde der deutsche Soldatenfriedhof ORGLANDES in
feierlicher Form und in Anwesenheit zahlreicher Angehöriger der hier
bestatteten Toten eingeweiht und damit der Öffentlichkeit übergeben.
Wir sollten diese stille Gräberstätte in der Normandie nicht verlassen, ohne
uns des Opfers dieser Toten bewußt zu werden und ihr mahnenden Vermächtnis mit
auf den Heimweg nehmen:
die Mahnung zum Frieden.
Anfahrt:
Lage:
etwa 32 km südlich Cherbourg an der Straße CherbourgValognes, weiter auf
Nebenstraße nach Orglandes.
Anreise:
Die genaue Adresse des Friedhofs lautet:
Cimetiere Militaire Allemand
42, Pierre Devouassoud
50390 Orglandes
1. mit der Bahn
Anfahrt erfolgt für beide Friedhöfe über Paris, vom Gare St. Lazare aus
zunächst auf der Bahnstrecke Richtung Cherbourg
bis Station Valognes, weiter mit Taxi (ca. 14 km) zum Friedhof.
2. mit dem Pkw
a. nach Orglandes über Bayeux Carentan N 13 bis St. Mere Eglise, von hier auf
der D 15 und D 126 (ca. 11 km) zum Friedhof.
b. von Trier über Luxemburg Reims Compiegne Beauvais Lisieux, weiter wie
2 a.
c. von Kehl/Rhein über Strasbourg Nancy BarleDuc Reims Compiegne
Beauvais Lisieux, weiter wie 2 a.
3. mit einer Kriegsgräberfahrt des Volksbundes
Bitte Programm anfordern
Entfernungen:
Anfahrt über Paris mit der Bahn:
von Köln nach Marigny 828 km
Orglandes 845 km
von Trier nach Marigny 750 km
Orglandes 765 km
von Kehl nach Marigny 747 km
Orglandes 762 km
Weitere Informationen: - Anfahrtsskizze
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Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz
in der Fassung vom 12. September 2007.
PDF-Datei (188KB)
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