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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
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La Cambe
Im Verlauf der Invasionskämpfe legte der amerikanische Gräberdienst unweit des
Dorfes La Cambe zwei große Gräberfelder mit amerikanischen und deutschen
Gefallenen an. Nach 1945 bettete er seine Toten nach dem zum endgültigen Ausbau
bestimmten Friedhof St. Laurent-sur-Mer um, während er gleichzeitig die
deutschen Gefallenen von dort nach La Cambe verlegte. So entstanden aus den
beiden damals mit Amerikanern und Deutschen belegten Anlagen je ein rein
amerikanischer Friedhof in St. Laurent und ein rein deutsches Gräberfeld bei La
Cambe. Der englische und späterhin der französische Gräberdienst nahmen weitere
Zubettungen vor. Schließlich war die Anlage bei La Cambe mit 8574 deutschen
Toten zu einem der größten provisorischen Soldatenfriedhöfe des Zweiten
Weltkrieges geworden.
In Auswirkung des im Jahre 1954 zwischen der Bundesregierung und Frankreich
geschlossenen Kriegsgräberabkommens wurde beschlossen, unter Zubettung weiterer
deutscher Toter die Anlage bei La Cambe zu einem endgültigen deutschen
Soldatenfriedhof zu gestalten. Sie bot sich in jeder Weise hierzu an, um so
mehr, als die französische Regierung einer Erweiterung bereitwilligst
zustimmte, wobei die Gesamtfläche auf 7 Hektar vergrößert wurde.
Die Zubettung der Toten aus vielen kleineren Anlagen und den äußerst
zahlreichen Feldgräbern in offenem Gelände war im wesentlichen im Juni des
Jahres 1958 beendet. Nach Abschluß dieser Arbeiten hatten 20507 deutsche
Gefallene ihre letzte Ruhestätte in La Cambe gefunden.
Beim Ausbau wurden die für die normannische Landschaft typischen Wälle und
Knicks mit Rasenböschungen, deren Krone mit Sträuchern und Bäumen bestanden
sind, als Einfassung der Gesamtanlage beibehalten. Infolge der notwendigen
Erweiterung und Begradigung des Geländes war die Neuanlage einiger Wälle
erforderlich. Diese Aufgabe wurde durch ein internationales Jugendlager im
Jahre 1958 bewältigt.
Die baulichen und gärtnerischen Arbeiten begannen im Juni 1958. Sie waren im
August 1961 beendet, so daß die Anlage am 21. September 1961 in feierlicher
Form und in Anwesenheit zahlreicher Angehöriger der Gefallenen eingeweiht und
damit der Öffentlichkeit übergeben werden konnte.
Der Besucher betritt den Friedhof durch ein Eingangsgebäude, das 14,50 Meter in
der Länge und 6,80 Meter in der Breite misst. Das Mauerwerk besteht aus
werksteinmäßig bearbeitetem Granit, das Dach ist mit Kupferblech abgedeckt.
Das Gebäude enthält drei Räume, und zwar einen durch die Mitte des Baues
führenden Vorraum, der zum Gräberfeld hin offen und von zwei kannelierten
Säulen flankiert wird. Von hier aus geht der Blick des Besuchers über den
Vorhof und den gepflasterten Weg entlang zu dem Tumulus mit seiner hohen
Kreuzgruppe. Rechts vom Vorraum liegt der Listenraum, der durch ein
geschmiedetes Gitter abgeschlossen werden kann. Hier ist in einer Nische ein
feuervergoldeter Schrein eingelassen, in welchem die Verzeichnisse mit den
Namen der hier Bestatteten aufbewahrt werden. Eine pultartig gearbeitete
Fensternische dient als Auflage bei der Einsichtnahme in die Namenbücher. Links
vom Vorraum befindet sich der Aufenthaltsraum der Besucher, der durch eine
massive Tür geschlossen werden kann.
An den Eingangsbau schließt sich ein Vorhof an, der mit Natursteinplatten und
Katzenkopfpflaster belegt ist. In der Mitte des Gräberfeldes hat ein großes
Kameradengrab die unbekannten Toten aufgenommen. Über diesem Kameradengrab
wölbt sich ein fast sechs Meter hoher Tumulus, der von einem Granitmauerring
eingefaßt ist. Ein über 4 Meter hohes Basaltkreuz mit zwei tragenden
Seitenfiguren ist auf einem halbmannshohen Sockel errichtet.
Das Gräberfeld ist in 49 Blocks gegliedert. Die Gräber sind durch Namensteine
mit den Personalien von je zwei Toten gekennzeichnet. Gruppen von größeren
Kreuzen gliedern die Gräberfläche auf. Dem gleichen Zweck dient die hainartige
Baumbepflanzung von Eichen und Buchen, die sich nach der Mitte des Gräberfeldes
auflockert, um hier eine große Lichtung einzurahmen. Nach vier Seiten hin
lassen Durchblicke, die von den begrenzenden Wällen aufgefangen werden, die
Größe des Friedhofes in Erscheinung treten.
Wir sollten diese stille Gräberstätte in der Normandie nicht verlassen, ohne
uns der Opfer dieser Toten eindringlich bewusst zu werden.
So steht in ehernen Lettern zu Füßen des großen Kameradengrabes auf diesem
deutschen Soldatenfriedhof:
"Dunkel wölbt sich der Hügel
Über dem Grab der Soldaten
Dunkel steht Gottes Gebot
Über den Toten des Krieges.
Hell aber leuchtet der Himmel
über den ragenden Kreuzen.
Heller noch leuchtet ihr Trost:
Gott hat das letzte Wort."
Anfahrt:
Lage des Friedhofes:
1. LA CAMBE, Dep. Calvados
Abfahrt von der Straße N 13 Bayeux Cherbourg zum Ort La Cambe, dann
Ausschilderung folgen, etwa 12 km vor dem Ort Isigny sur Mer, 26 km von Bayeux
entfernt.
Anreise:
1. mit der Bahn:
Anfahrt erfolgt am besten über Paris, von dort aus für beide Friedhöfe zunächst
auf der Bahnstrecke Cherbourg bis Lisieux Bahnstation für St. Desirde
Lisieux, zum Friedhof ca. 5 km nur mit Taxi. Weiter über Caen nach Bayeux,
Lison (Lison befindet sich zwischen SaintLö und Isigny/Mer, ca. 15 km südlich
von La Cambe) oder Carentan Bahnstation für La Cambe. Von Bayeux aus mit dem
Bus in Richtung Isigny. Etwa 7 km vor dem Ort Isigny liegt La Cambe. Oder mit
dem Bus von Carentan zum Friedhof, von Bayeux 26 km, von Carentan 18 km.
2: mit dem Pkw:
a. von Köln über Aachen Lüttich Dinant Cambrai Amiens Rouen Lisieux
Wenn man nicht über Lisieux will, ist es einfacher und schneller, von Rouen ab
über die Autobahn bis Caen zu fahren und dann weiter in Richtung Cherbourg über
Bayeux (N 13).
ca. 2 km hinter dem Ort liegt der Friedhof auf der linken Straßenseite.
b. von Trier über Luxemburg Reims Compiegne Beauvais Lisieux, weiter wie
2a.
c. von Kehl/ Rhein über Strasbourg Nancy Barle DucReims Compiegne
Beauvais Lisieux, weiter wie 2a.
Entfernungen:
Anfahrt über Paris mit der Bahn:
von Köln nach La Cambe ca. 786 km
von Trier nach La Cambe ca. 708 km
von Kehl nach La Cambe ca. 705 km
3. mit einer Kriegsgräberfahrt des VDK:
Bitte Programm anfordern!
Weitere Informationen: - Anfahrtsskizze - Fotogalerie
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Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz
in der Fassung vom 12. September 2007.
PDF-Datei (188KB)
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