Deutsche Kriegsgräberstätten
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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Niederbronn-les-Bains

Bild vergrößern Eingebettet in die malerische Hügellandschaft der schönen Vogesen liegt der kleine Kur- und Thermalbadeort Niederbronn mit 5000 Einwohnern. Dank seiner günstigen Lage herrscht hier ein mildes Klima, ideal für Erholung suchende Kurgäste. Am Ende des Zweiten Weltkrieges erreichten die Kämpfe auch diese schöne Gegend, wobei die Stadt Bad Niederbronn erheblich zerstört wurde. Auf der Anhöhe, auf der heute die deutsche Kriegsgräberstätte Niederbronn liegt, beerdigten die Amerikaner eigene und deutsche Gefallene. Nach Kriegsende wurden die amerikanischen Gefallenen nach St. Avold umgebettet. In den Départements Bas Rhin und Moselle lagen damals viele Tausend deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges auf 774 Gemeinden verteilt, innerhalb der Gemeinden wiederum verstreut über Felder und Wiesen, Wegränder und Waldungen. Sie wurden nach Abschluß des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens auf die zentrale Kriegsgräberstätte Niederbronn umgebettet. In den Jahren 1961 bis 1966 hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Friedhöf gärtnerisch und baulich hergerichtet. Für die 15472 deutschen Gefallenen entstand hier in Niederbronn eine würdige Ruhestätte. Die deutsche Kriegsgräberstätte liegt etwa 350 Meter vom Ostrand des Ortes entfernt auf einer rund fünf Hektar großen Hochfläche.Von hier hat man einen weiten Blick auf die Berge im Norden, Westen und Südosten. An drei Seiten wird der Friedhof durch Felder begrenzt, die Ostseite reicht bis an einen Eichenwald. Im Eingangsgebäude, einem langgestreckten eingeschossigen Bau als Vogesensandstein, befinden sich der Besucherraum und das Büro des Friedhofsverwalters. In dem Besucherraum ausliegende Namenbücher mit den Angaben über die hier bestatteten Toten sowie ein Orientierungsplan helfen dem Besucher beim Auffinden der Grablage. Das Gräberfeld ist in 46 Blöcke unterteilt. Die Einzelgräber, durch Grabkreuze aus Naturstein (Hartmolasse) gekennzeichnet, tragen auf beiden Seiten die Namen von je zwei Toten, jedes Kreuz kennzeichnet damit den Ruheplatz von vier Toten. Liegende Namentafeln kennzeichnen die Lage eines Gruppengrabes mit mehr als zwei Toten. Vom Eingang aus führt der Hauptweg auf das sich in der Mitte der Kriegsgräberstätte befindliche Hochkreuz.

Auf sieben in gleichem Abstand zueinander stehenden Steinblöcken liest der Besucher die Namen der Gemeinden, aus deren Bereich Gefallene nach Niederbronn überführt wurden. Die wenigen Namen stehen hier stellvertretend für etwa 800 Umbettungsorte. Am Ende des Hauptweges, der vom Hochkreuz nach rechts abbiegt, befindet sich das Ehrenmal. Es ist ein Rundbau aus rotem Vogesensandstein mit einem Durchmesser von 18 Metern. Sein kuppelförmiges, mit Blei verkleidetes Dach ruht auf Stahlbetonpfeilern. Durch eine kreisrunde Öffnung in der Dachmitte dringt Licht in den fensterlosen Innenraum ein, in dessen Mitte sich das Kameradengrab befindet. Zur Erinnerung an in Frankreich ruhende ungarische Soldaten wurde in der Halle eine Stele aufgestellt.

Die Kriegsgräberstätte wurde am 01. Oktober 1966 eingeweiht. Neben dem Friedhof hat der Volksbund 1994 eine Jugendbegegnungsstätte geschaffen; sie trägt den Namen "Albert-Schweitzer-Begegnungsstätte". Sie wurde im Jahr 2000 vergrößert, um deutsche und französische Schulklassen gleichzeitig zu empfangen und gemeinsame Projekte mit beiden Nationen durchzuführen. Insbesondere Jugendliche, aber auch Erwachsene werden in Seminaren und Exkursionen betreut und informiert (Erlebnispädagogik).

Das 40-jährige Bestehen des Friedhofes geht einher mit dem 40-jährigen Bestehen des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens. Beide Ereignisse nehmen der Volksbund und seine französischen Partner zum Anlass für eine große Gedenkveranstaltung (7. Oktober 2006) in Niederbronn. Von ihr sollen auch Impulse für die künftige Ausgestaltung der bewährten Freundschaft zwischen allen Generationen beider Staaten ausgehen.
 
Anfahrt:
Lage: der Soldatenfriedhof Niederbronn liegt unmittelbar an der Peripherie ö stlich des gleichnamigen Badeorts auf einem Hügel. Der Weg ist durch Schilder gekennzeichnet. Niederbronn selbst liegt 20 km nordwestlich Haguenau (37 km nördlich von Straßburg); am günstigsten zu erreichen von Karlsruhe aus. Anreise nach Niederbronn: a. mit öffentlichen Verkehrsmitteln: 1. mit der Bahn ab Saarbrücken über Sarreguemines (umsteigen) Bitche (umsteigen) nach Niederbronn. (Keine gute Verbindung, lange Wartezeiten)

2. Bahnverbindung Kehl ­ Strasbourg, anschließend Triebwagen Haguenau ­ Bitche oder Linienbus.

3. mit der Bahn ab Mannheim oder Karlsruhe über Wissembourg (Grenze) ­ Haguenau (umsteigen) ­ Niederbronn Taxi (falls erforderlich: Kocher) Niederbronn-Reichshoffen, Tel. 88 09 16 61

b. mit Pkw: von Norddeutschland am günstigsten über Autobahn bis Ausfahrt Baden­Baden (Frankreich) ­ Schnellstraße über Soufflenheim ­Haguenau ­ Niederbronn

von Süddeutschland entweder über Baden­Baden (s. umseitig; oder über Kehl ­ Strasbourg ­ Haguenau ­ Reichshoffen Niederbronn.

c. mit einer Kriegsgräberfahrt des Volksbundes bitte Programm anfordern!

Entfernungen: ab Karlsruhe bis Niederbronn ca. 74 km ab Kehl (über Strasbourg) bis Niederbronn ca. 48 km
 

Weitere Informationen:
- Anfahrtsskizze
- Fotogalerie
 
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Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz
in der Fassung vom 12. September 2007.
PDF-Datei (188KB)


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