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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
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Champigny-St.Andre
Der deutsche Soldatenfriedhof Champigny-St.-André
Die Kriegsgräberstätte entstand während der Kämpfe im August 1944 beim
Vormarsch alliierter Truppen auf Paris und die Seine.
Der amerikanische Gräberdienst bestattete an dieser Stelle auf zwei großen
Gräberfeldern eigene sowie deutsche Gefallene. In den ersten Nachkriegsjahren
wurden die amerikanischen Toten auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof St.
Laurent-sur-Mer überführt. Das verbliebene deutsche Gräberfeld wurde später von
den französischen Behörden durch Zubettung weiterer deutscher Gefallener aus
verstreuten Feldgräbern und aus kleinen Gräberanlagen erweitert. Hierzu gehören
auch alle Wehrmachtstoten, die während der deutschen Besatzungszeit auf dem
Pariser Zivilfriedhof Ivry bestattet worden waren.
Nach Abschluß des Kriegsgräberabkommens mit Frankreich erfolgten im Frühjahr
1959 durch den Umbettungsdienst des Volksbundes weitere Zubettungen deutscher
Gefallener aus den Departements Eure, Orne, Seine-Maritime, Eure-et-Loire und
Seine-et-Oisne.
Im Westen und zum Teil im Norden ist die Anlage von einer Mauer umgeben,
während sie an den übrigen Seiten durch einen mit Buschwerk bepflanzten Wall
und einen Graben abgegrenzt ist. Wall und Graben wurden im Jahre 1958 von einem
internationalen Jugendlager angelegt. In dem linken Eingangsgebäude befindet
sich links des Durchgangs der Aufenthaltsraum. Hier sind auch die Namensbücher
der hier bestatteten Toten ausgelegt, ein Übersichtsplan gibt Hinweise über die
Lage der einzelnen Gräber. Hinter dem Eingangsgebäude liegt der Gedenkhof mit
großen Stelen aus Travertin, welche die Namen verschiedener Orte nennen, aus
deren Bereich die Gefallenen zu dieser Stätte überführt worden sind. Grabkreuze
aus einem hellen Muschelkalkstein tragen auf beiden Seiten die Namen,
Dienstgrade und Lebensdaten von jeweils zwei nebeneinander ruhenden Toten.
In insgesamt 17 Blöcken von unterschiedlicher Größe ruhen 19809 deutsche
Gefallene des Zweiten Weltkrieges. Der gepflasterte Hauptweg führt vom 16 Meter
hohen Stahlkreuz, das von jeder Seite des Friedhofs sichtbar ist, zwischen den
Gräbern hindurch zum Kameradengrab. Hier sind 816 Tote beigesetzt, von denen
303 identifiziert werden konnten. Die Namen dieser 303 namentlich bekannten
Toten sind auf Steintafeln verzeichnet.
Die Kriegsgräberstätte Champigny-St. André wurde am 12. September 1964
eingeweiht.
Anfahrt:
Lage:
Der Friedhof liegt ca. 20 km südöstlich von Evreux (ca. 100 km westlich von
Paris) und ist über den Ort St. Andredel'Eure zu erreichen. Von ihm aus fährt
man in Richtung Nonancourt auf der Strasse D 53 durch das Flugplatzgelände,
durch Ferriere und biegt kurz hinter diesem Ort links zum Friedhof ein. Er ist
von weither durch das Hochkreuz kenntlich. Von der Straße führt eine Abzweigung
unmittelbar zum Friedhofseingang. Durch gute Beschilderung ist der Weg zum
Friedhof einwandfrei kenntlich gemacht.
Die genaue Adtesse des Friedhofs lautet:
Cimetiere Militaire Allemand Champigny St.Andre
Route St.Andre
27220 Champigny La Futelaye
Anreise zum Friedhof:
1. mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Aus allen Richtungen zunächst mit der Bahn bis Paris, Ankunft dort entweder
Ostbahnhof (Gare de l'Est) aus Richtung KehlStrasbourg, Trier Saarbrücken
oder Nordbahnhof (Gare du Nord) aus Richtung KölnAachen. Weiterfahrt ab Paris
vom Bahnhof St. Lazare nach Evreux.
Da die genannten drei Bahnhöfe nicht weit auseinander liegen, empfiehlt sich
die Benutzung eines Taxis. Evreux liegt an der Bahnstrecke Paris Cherbourg.
Züge verkehren verhältnismäßig häufig, doch hält nicht jeder Express in Evreux.
Vor Antritt der Reise empfiehlt sich Beratung durch ein Reisebüro oder durch
die Auskunft der Deutschen Bundesbahn.
Achtung: Bei Schulferien fahren sehr wenig Busse von Evreux nach St. Andre -
Lignerolles.
Von Evreux erreicht man den Soldatenfriedhof mit dem Linienbus in Richtung
Dreux (Haltestelle gegenüber dem Bahnhof! bis Ferriere oder (nach vorheriger
Rücksprache mit dem Busfahrer) bis zur Abzweigung zum Friedhof nach Passieren
des genannten Ortes. Der Bus verkehrt nur selten (4 x am Tag). Die Fahrzeiten
erfragen Sie bitte im Hotel. Günstiger, jedoch kostspieliger, ist die Benutzung
eines Taxis von Evreux bis zum Friedhof. Taxihaltestelle am Bahnhof.
2. mit dem Pkw:
a. ab Köln über Autobahn Aachen Lüttich Namur Valenciennes Cambrai bis
Pariser Ring. Weiter über Autobahn in Richtung RouenCaen bis Ausfahrt
Chaufour, dann in Richtung Evreux über PacysurEure nach St. Andredel'Eure
(weiterer Weg zum Friedhof wie unter "Lage" beschrieben).
b. ab Saarbrücken bzw. Trier über Autobahn Metz Verdun Reims bis Pariser
Ring, weiter wie unter 2 a.
c. ab Kehl Strasbourg über Saverne zur Autobahn Metz Paris, weiter wie unter
2 a.
3. mit einer Kriegsgräberfahrt des Volksbundes:
Bitte Programm anfordern.
Entfernungen in Bahnkilometern
von Köln ca. 550 km
von Trier ca. 500 km
von Saarbrücken ca. 500 km
von Kehl ca. 580 km
Weitere Informationen: - Anfahrtsskizze - Fotogalerie
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Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz
in der Fassung vom 12. September 2007.
PDF-Datei (188KB)
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