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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
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Langemark
Information:
IM AUFTRAG DES VOLKSBUNDES DEUTSCHE
KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE WERDEN ZUR
INSTANDSETZUNG DER FRIEDHOFSANLAGE
BAUMASSNAHMEN DURCHGEFÜHRT.
WIR VERSUCHEN DIE BEEINTRÄCHTIGUNGEN
SO GERING WIE MÖGLICH ZU HALTEN.
DANKE FÜR IHR VERSTÄNDNIS.
In opdracht van de Duitse gravendienst
worden op deze begraafplaats
werkzaamheden uitgevoerd om de
begraafplaats te restaureren.
Er zal getracht worden zo min
mogelijk overlast te veroorzaken.
Wij danken u voor uw begrip.
LE SERVICE POUR L’ENTRETIEN DES
SÉPULTURES MILITAIRES ALLEMANDES FAIT
EFFECTUER DES TRAVAUX DE RÉFECTION
DU CIMETIÈRE.
NOUS NOUS EFFORÇONS DE RÉDUIRE
AU MAXIMUM LA GÊNE QUE NOUS POURRIONS
VOUS OCCASIONNER.
MERCI POUR VOTRE COMPRÉHENSION.
Am Ende des Ersten Weltkrieges gab es in Belgien in 678 Gemeinden und
Ortsteilen deutsche Soldatenfriedhöfe. Ihre Erhaltung und Betreuung wurde 1925
erstmals vertraglich zwischen Deutschland und Belgien geregelt. Der amtliche
deutsche Gräberdienst übernahm zunächst Ausbau und Erhaltung der Friedhöfe. Der
Volksbund gestaltete vorerst die Friedhöfe Langemark-Nord und
Roeselaere-de-Ruyter (dieser Friedhof ist nicht mehr existent, die 2.449
Gefallenen wurden nach Menen umgebettet). Die Zahl der deutschen Friedhöfe
wurde auf Wunsch der belgischen Regierung ("Zersiedlung der Landschaft")
drastisch reduziert.
Seit 1954 basiert die Tätigkeit des Volksbundes auf einem neuen Abkommen mit
Belgien. Dem Vertrag entsprechend wurden zwischen 1956 und 1958 die deutschen
Gefallenen auf den noch bestehenden 128 Friedhöfen auf nunmehr drei deutsche
Soldatenfriedhöfe in Flandern zusammengebettet: Langemark, Menen und Vladslo.
Der Friedhof Hooglede blieb ohne Zubettungen. Auf den verbliebenen vier
deutschen Flandernfriedhöfen ruhen heute insgesamt über 126.000 Gefallene des
Ersten Weltkrieges. Weitere deutsche Gefallene ruhen auf britischen
Soldatenfriedhöfen.
Die Gefallenen, deren Personalien zum Zeitpunkt der Umbettungen bekannt waren,
wurden in Einzelgräbern beigesetzt, während alle Unbekannten im großen
Gemeinschaftsgrab in Langemark Aufnahme fanden.
Die Gräber auf den flandrischen Friedhöfen sind mit Grabplatten gekennzeichnet,
die - wegen der engen Belegung - bis zu 20 Namen und Daten von Gefallenen
aufweisen. Die Einbettung erfolgte übereinander. Die Friedhöfe Langemark, Menen
und Vladslo bilden als "Ehrenhaine" eine gestalterische Einheit. Der endgültige
Ausbau der Friedhöfe durch den Volksbund erfolgte 1970 bis 1972.
Alle deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges wurden in Lommel und Recogne
beigesetzt. In Belgien gibt es ca. 181.000 deutsche Kriegsgräber (135.000 aus
dem Ersten und 46.000 aus dem Zweiten Weltkrieg) auf 19 Anlagen.
Langemark - Mythos und Wirklichkeit
Langemark ist als der Friedhof der Kriegsfreiwilligen von 1914 in die
Geschichte eingegangen. Etwa 15 % der Kriegsfreiwilligen waren Studenten und
Abiturienten. Gesamte Hörsäle und Abitursklassen - nebst Professoren und
Lehrern - meldeten sich wie selbstverständlich zum Kriegsdienst. Sie fanden in
Flandern den Tod; einen Tod, der in vielen Fällen Ergebnis mangelhafter
Ausbildung, Ausrüstung und militärischer Führung war. Der amtliche Tagesbericht
der Obersten Heeresleitung initiierte - propagandamäßig eingesetzt - die bis
heute bestehende Fama, nach der die deutschen Truppen unter dem Gesange
"Deutschland, Deutschland über alles" (erst 1922 zur Nationalhymne erklärt!)
gegen die feindlichen Linien vorgegangen seien. Feststeht, dass sehr viele
junge Menschen in Flandern als Opfer eines martialischen Stellungskrieges ihr
Leben lassen mussten.
Der deutsche Soldatenfriedhof Langemark entstand aus einer kleinen Gräbergruppe
des Jahres 1915 (Langemark-Nord). Bis Kriegsende erfolgten Zubettungen durch
die Gräberverwaltung der Etappeninspektion in Gent. Zum Ende des Ersten
Weltkrieges gab es 15 größere deutsche Soldatenfriedhöfe im Ortsbereich
Langemark.
1919/20 bettete der belgische Gräberdienst - unter Auflösung vorhandener
Anlagen - deutsche Gefallene in Langemark zusammen. Der deutsche Gräberdienst
führte in den 20er Jahren erste Herrichtungsmaßnahmen durch.
1930 übernahm der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge die Gestaltung und
erstellte u. a. ein Register deutscher Soldatenfriedhöfe in Flandern; Langemark
lief unter den Bezeichnungen "Langemark-Nord", "Studentenfriedhof" und
"Deutscher Soldatenfriedhof Nr. 123".
Die Deutsche Studentenschaft übernahm die Patenschaft und war Träger der
sogenannten "Langemark-Feiern" 1933 - 1945. Zusammen mit den
Traditionsverbänden vieler Regimenter unterstützte die Studentenschaft
finanziell wie materiell die Arbeit des Volksbundes.
Der Friedhof erhielt ein mächtiges Eingangsgebäude im Stile jener Zeit. Wie ein
mächtiger Felsblock lagert der Torbau aus rotem Wesersandstein hart am Rande
der Straße; "trotzig und stark in der archaischen Schlichtheit seiner
Oberfläche, in der Strenge und Gehaltenheit seines Umrisses, abweisend und
Abstand gebietend", so hieß es damals.
Nur eine schmale Pforte, gebildet durch ein Gitter enggeführter Eisenstäbe,
gibt Einlass. Durch einen eichenholz-getäfelten "Weiheraum" betritt der
Besucher über einen Ehrenhof das eigentliche Gräberfeld, dem das große
Gemeinschaftsgrab vorgelagert ist. Am 10. Juli 1932 wurde der deutsche
Soldatenfriedhof Langemark eingeweiht. 10.143 Gefallene - davon 6.313
namentlich bekannt - waren damals auf dem unteren Teil des Friedhofes
bestattet. Die Namen dieser Toten sind auf den Eichenholztafeln im "Weiheraum"
verzeichnet. Mit der Zusammenlegung aller deutschen Gefallenen des Ersten
Weltkrieges in Flandern (1956-1958) auf die drei großen Friedhöfe Langemark,
Menen und Vladslo erfolgten weitere Zubettungen.
24.917 untrennbare Gefallene wurden in einem neu angelegten Gemeinschaftsgrab
in Langemark beigesetzt. 10.000 bis dahin in Einzelgräbern ruhende Gefallene in
den Ortschaften Staden, Westroosebeeke, Pasdsendale, Poelkapelle, Moorslede,
Zonnebeke und Zillebeke wurden ausgebettet und erhielten auf dem sogenannten
"Mohnfeld" in Langemark (erhöhter Teil des Friedhofes) eine endgültige
Ruhestätte.
44.304 deutsche Gefallene ruhen heute in Langemark.
Das Gemeinschaftsgrab ist belegungsmäßig das größte auf deutschen
Soldatenfriedhöfen. Es erhielt eine besondere Gestaltung durch das Aufstellen
von vier Plastiken ("Trauernde Soldaten"), die der Münchner Bildhauer Prof.
Emil Krieger 1956 geschaffen hat. Vorbild für diese Figurengruppe mag das Foto
der Soldaten des Rheinischen Reserve-Infanterieregimentes 258 gewesen sein, das
am Grab eines Kameraden auf dem Friedhof in Bouillonville 1918 gemacht wurde.
Dieses Motiv kameradschaftlicher Trauer inspirierte einige Künstler. So finden
wir trauernde Soldaten als Mosaik auf den deutschen Soldatenfriedhöfen u. a. in
Quero, auf dem Pordoi und in Lommel. Im Gräberfeld in Langemark wird die alte
Frontlinie markiert durch drei Bunker aus der Kampfzeit und durch Granitblöcke
(die Rohlinge stammen aus der Umgebung) mit aufgebrachten Emblemen und
Hinweisen zu den Traditionsverbänden, die die Arbeit des Volksbundes bei der
Gestaltung des Friedhofes wesentlich unterstützten.
1971 wurden die bislang nur durch kleine Namensteine bzw. Eichenblöcke mit
Kupferplaketten gekennzeichneten Gräber durch Grabzeichen in Form liegender
Natursteinplatten ersetzt.
Von den 24.917 Gefallenen, die im Gemeinschaftsgrab bestattet sind, waren bis
Anfang der 70er Jahre lediglich 10.010 namentlich bekannt und in den
Belegungsbüchern des Friedhofes verzeichnet. Nach mühsamer Auswertung von
ergänzenden Unterlagen des Bayerischen Staatsarchives konnten bis 1981 die
Namen von über 7.000 weiteren hier Ruhenden in Erfahrung gebracht werden. Somit
sind heute 17.342 der im Gemeinschaftsgrab liegenden Gefallenen namentlich
bekannt, 7.575 blieben allerdings unbekannt.
Vor dem Gemeinschaftsgrab liegt auf einer Steinplatte ein Kranz aus bronzenen
Eichenblättern; in ihm finden wir die biblischen Worte
"Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen,
Du bist mein"
Jes. 43,1
1984 erfuhr der Soldatenfriedhof eine neue Gestaltung. Um das Gemeinschaftsgrab
herum wurden Bronzetafeln mit den Namen der 17.342 bekannt gewordenen
Gefallenen stelenförmig aufgestellt; die auf dem Gemeinschaftsgrab einst im
Halbkreis stehenden Skulpturen "Trauernde Soldaten" wurden an den hinteren
Friedhofsrand versetzt. Der Besucher betritt nun durch das monumentale
Eingangsgebäude den Friedhof. Über das im Anschluss an den offenen
Ehrenfriedhof liegende Gemeinschaftsgrab schweift der Blick über das mit Eichen
bestandene Gräberfeld mit Symbolkreuzgruppen und trifft schließlich auf die nun
gegen den Horizont nebeneinander stehenden, dem Gräberfeld zugewandten
trauernden Soldaten. Sie sollen Bindeglied zwischen den davor ruhenden Soldaten
und dem Besucher sein, den sie förmlich anziehen. Die Figuren schaffen somit
auch die Verbindung zwischen den Toten und den Lebenden.
Seit 1990 ist der Soldatenfriedhof Langemark, zusammen mit den Friedhöfen
Menen, Vladslo und Hooglede, dem Landesverband NRW im Volksbund als
Betreuungsfriedhof übergeben worden.
1998 wurden noch Gebeine von acht deutschen Gefallenen, die zusammen mit
Gebeinen britischer Gefallener bei Straßenbauarbeiten gefunden worden waren, in
Langemark beigesetzt.
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Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz
in der Fassung vom 12. September 2007.
PDF-Datei (188KB)
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