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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
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Bordj-Cedria
Als ein unübersehbares Mahnzeichen wirkt die am 28. September 1977 eingeweihte
Kriegsgräberstätte Bordj Cedria in die tunesische Landschaft hinein. Hier ruhen
8.562 bei den Kämpfen von November 1942 bis Mai 1943 in Tunesien gefallene oder
in Gefangenschaft verstorbene deutsche Soldaten.
Das deutsch-tunesische Kriegsgräberabkommen vom 28. März 1966 bildete die
Rechtsgrundlage, um den auf tunesischem Territorium verstreut liegenden
Gefallenen ein dauerndes Ruherecht zu sichern.
In der Nähe des Dorfes Bordj Cedria mit gerade mal 700 Einwohnern, etwa 25
Kilometer östlich von Tunis befindet sich die deutsche Kriegsgräberstätte. Im
Bereich der Küstenzone liegt sie mit ihren Weinfeldern und Olivenkulturen,
zwischen karstigen und wiederbewaldeten Höhenzügen, am Nordwesthang des
Gebirgsausläufers Keddel.
Auf der Hauptstraße Nr. 1 von Tunis nach Sousse zweigt drei Kilometer nach
Hamman-Lif der rund 800 Meter lange Zufahrtsweg nach Süden zur
Kriegsgräberstätte ab. Vorwegweiser kennzeichnen die Zufahrt.
Am Endes des Parkplatzes ist das Eingangsgebäude mit der Verwalterwohnung als
Abschluss quer zum Hang gelagert. Ein Deutsch sprechender Tunesier betreut im
Auftrage des Volksbundes mit vier Pflegearbeitern die Gräberstätte. Eine
überdachte Treppe führt zu dem offenen, gegen Sonne und Regen geschützten
Besucherraum. Zwischen Treppenaufgang und diesem Raum ist ein schmiedeeisernes
Gitter gezogen. Die entgegengesetzte Seite des Besucherraumes ist mit farbig
glasierten Kacheln gestaltet und zeigt in Umrissen das Land Tunesien mit den
ursprünglichen Grablageorten. Gebrannt wurden diese Kacheln in Nabeul, einer
alten tunesischen Töpferstadt. Der eingebrannte Text lautet:
„Diese Kriegsgräberstätte wurde in den Jahren 1973 bis 1975 errichtet. Hier
fanden die ursprünglich in Bizerta, El M’Dou, La Mornaghia, Mateur, Nassen und
S’Fax bestatteten deutschen Soldaten ihre endgültige Ruhestätte“.
Ein gepflasterter Weg führt hinauf zur Gräberstätte, die auf einer
vorgeschobenen Hangschulter liegt. Über einige Stufen wird der zentrale,
baumbestandene Innenhof erreicht. Entsprechend der Hanglage sind sechs
gestaffelt versetzte Einzelhöfe mit den in Ossarien (Gebeinhäuser) geborgenen
Toten gruppiert.
Der inmitten des zentralen Gedenkhofes stehende Gedenkstein trägt in
arabischer, deutscher und französischer Sprache die Inschrift: „In dieser
Gräberstätte ruhen 8.562 deutsche Soldaten von 1939 bis 1945“. Vier immergrüne
Bäume spenden Schatten.
Jede der Tafeln trägt sieben bis zehn Namen. Bei der Umbettung konnten einem
großen Teil der etwa 2.000 unbekannten Toten durch Identifizierung die Namen
wiedergegeben werden. Ruhebänke laden in den einzelnen Höfen mit ihren grünen
Pflanzeninseln zum Verweilen und zur Besinnung ein. Öffnungen in den Wänden
geben den Blick frei, der weit nach Norden bis zur blauschimmernden Bucht von
Tunis, nach Süden auf felsige Gebirgszüge und zu Füßen der Gräberstätte auf die
Talebene mit ihren Olivenhainen und Weinfeldern reicht.
Seit dem Jahr 2007 gibt es auch eine behindertengerechte Zufahrtsmöglichkeit.
Weitere Informationen: - Anfahrtsskizze - Fotogalerie
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Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz
in der Fassung vom 12. September 2007.
PDF-Datei (188KB)
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