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Brno

Aktuelles:
Auf der Kriegsgräberstätte in Brno ist die Beschriftung der Kriegstoten, die nicht geborgen werden konnten, vorgesehen. Etwa 4.000 Namen sind zur Namenkennzeichnung in zwei Namenbüchern aus Metall vorgesehen.

Deutsche Kriegsgräberstätte 1939/45 Brno (Brünn)Tschechische Republik

Der Volksbund ist im Auftrag der Bundesregierung für die deutschen Kriegstoten der beiden Weltkriege im Ausland und somit auch für die ehemalige Tschechoslowakei zuständig.

Nach Auswertung der Grabmeldungen für die heutige Tschechische Republik konnten 18.368 Gräber deutscher Gefallener des Zweiten Weltkrieges in 1.635 Gemeinden festgestellt werden. Die tatsächliche Zahl dürfte wesentlich höher liegen. Aufgrund fehlender Unterlagen ist dem Volksbund über die Anzahl der Verluste unter den Zivilpersonen nur sehr wenig bekannt.

Als Folge der veränderten politischen Situation in Osteuropa konnte der Volksbund seit Anfang der neunziger Jahre auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik tätig werden. Seitdem ist er damit befasst, die Gräber zu finden und die Gefallenen auf zentrale Sammelfriedhöfe zu überführen. Die Arbeiten erfolgen auf der Grundlage des Artikels 30 des zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik vom 04.03.1992 geschlossenen Vertrages, der die Absichtserklärung beider Regierungen, die Kriegsgräber zu schützen und ihre Erfassung und Pflege zu ermöglichen, enthält. Ein Kriegsgräberabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik konnte noch nicht abgeschlossen werden.

Auf dem städtischen Friedhof in Brünn existieren Gräber von Soldaten vieler Nationen aus zwei Jahrhunderten. Die deutschen Gräberfelder aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges blieben in ihrer Ursprungsform erhalten. Erste Zubettungen erfolgten 1967/68 im sogenannten "Prager Frühling", wodurch die Anlage erweitert wurde. Die hieran anschließenden Friedhofsflächen, die als Deponie genutzt wurden, hat der Volksbund 1992/93 für die Anlage eines Sammelfriedhofes erschlossen. Dadurch wurden Zubettungsflächen für weitere 6 500 Tote geschaffen, so dass in Brünn insgesamt 9 000 Kriegstote ihre letzte Ruhestätte erhalten können.

Die bestehenden Grabfelder in den Blöcken 66 A, 79 und z. T. 79 A wurden belassen, die vorhandenen Grabplatten aufgenommen und die Gräber durch Granitkreuze gekennzeichnet. Im Rahmen der Ausbaumaßnahme entstand ein Altan (offenes Friedhofshäuschen) mit Informationstafeln.

Erste Zubettungen mit Gefallenen aus Südmähren erfolgten 1995. Mittlerweile sind auch die Blöcke 79 A, 79 B und 79 C komplett belegt und die Grabkreuze versetzt. Die Belegungszahl beträgt derzeit 7.889 deutsche Kriegstote.

Weitere Einbettungen werden im Block 79 D vorgenommen, wobei die Kennzeichnung der Gräber dieser Toten sukzessive erfolgt.

Die Einweihung des Friedhofes fand am 23. Oktober 1993 statt.

Hinweise zu den Angaben im Namenbuch

Bei den im Gedenkbuch verzeichneten Namen werden verschiedene Begriffe verwendet, die im folgenden erläutert werden:

"Angaben zur Grablage"

Soweit bereits eine Umbettung stattgefunden hat, ist die ge­naue Grablage ge­nannt (z.B. Block 79 C, Reihe 7, Grab 409).

Haben wir noch nicht nach einem Grab suchen können, so ist der auf der Mel­dung genannte Todes- bzw. Grablageort verzeichnet.

"Zum Gedenken"

Der Kriegstote konnte von unserem Umbettungsdienst nicht geborgen werden.

"Unter den Unbekannten"

Der Kriegstote konnte bei den Umbettungsarbeiten nicht eindeutig identifiziert werden. Er ruht jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem angegebenen Block des Friedhofes und ist einer der dort als "Unbekannter deutscher Soldat" Bestatteten.

"Familiengrab"

Der Kriegstote wurde seinerzeit in seine Heimat überführt.

"vermisst"

Die Person ist im Umbettungsbereich der Kriegsgräberstätte vermisst.

Keine Grablageangabe

Der Kriegstote ruht noch in seiner Ursprungsgrablage. Eine Umbettung hat noch nicht stattgefunden.

Wir machen darauf aufmerksam, dass noch nicht alle im Gedenkbuch namentlich aufgeführten Kriegstoten oder Vermissten auf Namentafeln oder Grabzeichen auf der Kriegsgräberstätte verzeichnet werden konnten.

Stand: 9. Februar 2017

Öffnungszeiten:
Mai - August: 6 Uhr - 20 Uhr
April/September: 6 Uhr - 19 Uhr
März/Oktober/1. November: 7 Uhr - 18 Uhr
November bis Februar: 7 Uhr bis 17 Uhr

Bilder von Brno

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Wegbeschreibung

Der Stadtfriedhof liegt im Süden Brno (Brünn), im Stadtteil Bohunice, der Haupteingang befindet sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn D 1 (E 50 / E 65), an der in die Stadt führenden Straße Videnska (Straße Nr. 52, E 461).Direkte Zufahrt zum Soldatenfriedhof:von Prag auf der D 1 kommend Richtung Olomouc/Bratislava fahrend, die Abfahrt "Exit 194 B Brno-Centrum/Wien" abfahren. An der Abfahrt Wien (E 461) vorbei Richtung Centrum, dann nach dem Abzweig Richtung Prag auf der rechten Fahrspur dem kleinen weißen Hinweisschild "Bohunice/Herspice" folgen und die Schnellstraße verlassen.Den kleinen Parkplatz umfahren; am Ende rechts (Bohunicka) abbiegen, unter der Autobahnbrücke hindurch und nach ca. 300 m (Lany) auf der rechten Seite eine kleine Toreinfahrt nehmen, direkt vor dem Stadtteilschild "Mestka Cast Bohunice".Geradeaus auf das Friedhofstor (Nebeneingang) zufahren, Parkplatz auf der rechten Seite direkt vor dem Tor. Das Pförtnerhaus am Eingang zu unserm Friedhof ist nicht mehr besetzt und das dort ausgelegte Buch im Moment nicht verfügbar. An einer Lösung wird gearbeitet.

Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Tschechische Republik

Als Folge der politischen Situation in Osteuropa ist der Volksbund erst seit 1990 in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Tschechoslowakei (CSSR) offiziell tätig. In 1.635 Gemeinden der heutigen Tschechischen Republik gab es nach den Unterlagen der Deutschen Dienststelle 18.368 Gräber. Die auf dem Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei gefallenen Soldaten werden auf mindestens 178.000 geschätzt. Der Volksbund hat in den vergangenen achtzehn Jahren bereits 10 Friedhöfe ausgebaut. Dort ruhen derzeit 26.775 deutsche Kriegstote. Nach dem aktuellen Ausbau der letzten Anlage in Eger werden die Bauarbeiten in der Tschechischen Republik abgeschlossen sein. Der Schwerpunkt der Volksbundarbeit wird sich dann auf die Suche nach den Kriegstoten, ihre Bergung und Bestattung verlagern. Über die Ziviltoten (Vertreibungsopfer) ist dem Volksbund nur wenig bekannt. Seit achtzehn Jahren sucht der Volksbund nach den Gräbern und birgt die Gefallenen. Die frühere tschechoslowakische Regierung hatte zwar die Bestimmungen des humanitären Völkerrechts (Genfer Rot-Kreuz-Abkommen von 1949) durch Unterzeichnung und Ratifizierung formal akzeptiert, - dennoch blieb bis zur politischen Wende die Fürsorge für deutsche Kriegsgräber fast unmöglich. Der Artikel 30 des Deutsch-Tschechoslowakischen Nachbarschaftsvertrages von 1992 enthält die Absichtserklärung beider Regierungen, die Kriegsgräber zu schützen und ihre Erfassung und Pflege zu ermöglichen. Auch die Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997 bezieht die Frage der Renovierung von Grabstätten mit ein. Nach wie vor steht der Abschluss eines bilateralen Kriegsgräberabkommens aus, welches die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Tschechien auf eine gesetzliche und damit für alle Vertragspartner (z.B. Gemeindeverwaltungen) verbindliche Grundlage stellen würde. Erste Verhandlungen wurden Anfang 2001 aufgenommen, jedoch noch nicht abgeschlossen. Der Volksbund arbeitet seit 1990 mit verschiedenen tschechischen Firmen zusammen, deren Tätigkeit in enger Absprache mit dem tschechischen Außen- und Innenministerium sowie dem Verteidigungsministerium erfolgt. Eingebunden in diese Aufgabe sind die Auslandsausschüsse des Parlamentes und des Senates sowie die kommunalen Verwaltungen.

Kriegsgräberabkommen in Tschechische Republik

27.02.1992 Art. 30 des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen und Slowakischen Republik über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit (BGBI. 1992 II S. 463 ff)

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

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