Kriegsgräberstätte suchen
Kriegsgräberstätte suchen

Bau, Instandsetzung und Pflege
Der Volksbund pflegt die Gräber von ca. 2 Mio. Kriegstoten, die auf 824 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten ruhen. Dazu kommen die Denkmäler und Friedhöfe des Krieges 1870/71 sowie mehr als 64 Anlagen aus den deutsch-dänischen Kriegen 1848/51 und 1864. 238 Anlagen werden durch eigenes Personal und 589 Anlagen durch Firmen, kommunale Betriebe, Kirchengemeinden, Vereine und Privatpersonen gepflegt. Die Pflegefläche beträgt insgesamt 765 Hektar.
Die Pflegearbeiten haben das Ziel, den ursprünglichen Gestaltungsgedanken aufzugreifen, die Friedhofsanlage weiterzuentwickeln und zu erhalten. Dabei sind die ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen einzuhalten.
Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2012 die Bauarbeiten im Osten weitgehend zu vollenden. Um dieses Ziel zu erreichen, war es erforderlich, in fast allen Staaten Osteuropas gleichzeitig zu arbeiten. In Russland konzentrierten wir uns zunächst auf die Gebiete, in denen besonders schwere Kämpfe stattfanden: St. Petersburg, Demjansk, Nowgorod, Wolgograd sowie das Kaukasusgebiet. Im Raum Kursk und im Smolensker Gebiet konnten wir erst in den letzten Jahren Kriegsgräberstätten errichten bzw. mit deren Planung beginnen.
Mit dem Baubeginn in Duchowschtschina, Gebiet Smolensk, haben wir die Realisierung des letzten großen Bauprojektes in Russland in Angriff genommen. In Belarus werden wir in diesem Jahr den Friedhof in Schatkowo einweihen und damit unser Ziel, einen zweiten zentralen Friedhof in Belarus auszubauen, erreichen.
Unsere Konzeption sieht für alle Länder vor, die ursprünglich vorhandenen vielen kleinen Grablagen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges aufzulösen und die dort geborgenen Soldaten auf die Sammelfriedhöfe umzubetten. Nur so ist es möglich, die Gräber dauerhaft zu erhalten.
Neue Lösungen
Unser Konzept beruht auf dem Bau zentraler Sammelfriedhöfe, deren Gestaltung den örtlichen Gegebenheiten angepasst wird. In der Russischen Föderation, Weißrussland und der Ukraine erfolgt die namentliche Kennzeichnung auf Stelen und in Namenbüchern mit den Lebensdaten der dort Bestatteten.
Kriegsgefangenenfriedhöfe
Seit Jahren kümmert sich der Volksbund auch um die Friedhöfe der Kriegsgefangenen. Inzwischen wurden 180 Anlagen mit einfachen Mitteln wieder hergerichtet. Der Volksbund schätzt, dass es über 6 000 weitere Kriegsgefangenenfriedhöfe gibt. Leider ist es nicht möglich, alle Anlagen zu erhalten. Aus diesem Grund schaffen wir auf ausgewählten Standorten würdige Formen des Gedenkens für die in einem bestimmten Gebiet in Kriegsgefangenschaft umgekommenen deutschen Soldaten. Dort werden auch die Namen der umliegenden Kriegsgefangenenfriedhöfe verzeichnet.



