Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e. V.

Eine Kurzdarstellung

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Heute hat der Volksbund
über 400 000 aktive Förderer sowie über eine Million Gelegenheitsspender und Interessenten. Mit ihren Beiträgen und Spenden, mit Einnahmen aus Erbschaften und Vermächtnissen sowie den Erträgen aus der jährlichen Haus- und Straßensammlung finanziert der Volksbund zu rund 75 Prozent seine Arbeit. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder.

Gegründet wurde die gemeinnützige Organisation am 16. Dezember 1919 – aus der Not heraus. Die noch junge Reichsregierung war weder politisch noch wirtschaftlich in der Lage, sich um die Gräber der Gefallenen zu kümmern. Dieser Aufgabe widmete sich fortan der Volksbund, der sich als eine vom ganzen Volk getragene Bürgerinitiative verstand. Bis Anfang der dreißiger Jahre baute der Volksbund zahlreiche Kriegsgräberstätten aus. Ab 1933 unterwarf sich die Führung des Volksbundes aus eigenem Antrieb der Gleichschaltungspolitik der NS-Regierung. Die Errichtung von Soldatenfriedhöfen des Zweiten Weltkrieges übernahm der Gräberdienst der Wehrmacht.

Erst 1946 konnte der Volksbund seine humanitäre Tätigkeit wieder aufnehmen. In kurzer Zeit gelang es, über 400 Kriegsgräberstätten in Deutschland anzulegen. 1954 beauftragte die Bundesregierung den Volksbund mit der Aufgabe, die deutschen Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen.

Im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen erfüllt der Volksbund seine Aufgabe in Europa und Nordafrika. In seiner Obhut befinden sich heute
825 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2,5 Millionen Kriegstoten. Mehr als 9 000 ehrenamtliche und 560 hauptamtliche Mitarbeiter/innen erfüllen heute die vielfältigen Aufgaben der Organisation.

Nach der politischen Wende in Osteuropa nahm der Volksbund seine Arbeit auch in den Staaten des einstigen Ostblocks auf, wo im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten ums Leben kamen, d.h. mehr als doppelt so viele, wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen.

Diese Aufgabe stellt den Volksbund vor immense Schwierigkeiten: Viele der über hunderttausend Grablagen sind nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder geplündert. Trotzdem richtete der Volksbund während der letzten Jahre über 300 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 190 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder her oder legte sie neu an. Dazu
zählen 55 zentrale Sammelfriedhöfe. Etwa 716 000 Kriegstote wurden umgebettet.

Zur langfristigen Sicherung seiner Arbeit hat der Volksbund 2001 die Stiftung „Gedenken und Frieden“ gegründet.

Mit der Anlage und Erhaltung der Friedhöfe bewahrt der Volksbund das Gedenken an die Kriegstoten. Die riesigen Gräberfelder erinnern die Lebenden an die Vergangenheit und konfrontieren sie mit den Folgen von Krieg und Gewalt.

Zu diesem Zweck vermittelt der Volksbund unter anderem Fahrten zu den Kriegsgräbern, veranstaltet nationale und internationale
Workcamps und Jugendbegegnungen an Kriegsgräbern und Gedenkstätten und informiert in Schulen und Schulfreizeiten. Das Leitwort lautet „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“. Außerdem hat er in der Nähe von vier Friedhöfen Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten errichtet, wo Schul- und Jugendgruppen ideale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische Projekte vorfinden.

Die Bundeswehr und der Reservistenverband unterstützten den Volksbund durch Arbeitseinsätze auf in- und ausländischen Kriegsgräberstätten, in den Workcamps, bei Gedenkveranstaltungen sowie der Haus- und Straßensammlung.


Der Volkstrauertag, der jedes Jahr im November vom Volksbund bundesweit ausgerichtet und unter großer Anteilnahme der wichtigen politischen und gesellschaftlichen Institutionen und der Bevölkerung begangen wird, ist ein Tag des Gedenkens und der Mahnung zum Frieden.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

Der Volksbund in Mecklenburg und Vorpommern gehört zu den ältesten Gliederungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Deutschlan. Bereits 1920 wurden in Mecklenburg die ersten Ortsverbände gegründet und 1926 der Landesverband Mecklenburg-Schwerin. Nach der Gründung des Bundeslandes konnte am 19. August 1991 im Dom zu Schwerin der neue Landesverband Mecklenburg-Vorpommern aus der Taufe gehoben werden.

Die Verbandsstruktur des Landesverbandes besteht aus Kreisverbänden, wobei 16 Kreisverbände derzeit aktiv sind. Neben dem hauptamtlichen Personal in der Landesgeschäftsstelle übernehmen ehrenamtliche Vorstände und Mitarbeiter die umfangreichen Aufgaben zur Unterstützung der Kriegsgräberfürsorge in den kommunalen Körperschaften des Landes. Die Schirmherrschaft trägt die Landtagspräsidentin. Unter den mehr als 69.000 bestatteten Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft auf über 600 Kriegsgräberstätten in rund 400 Orten unseres Landes befindet sich eine hohe Anzahl von zivilen Toten. Allein auf dem Golm/Usedom ruhen bis zu 20.000 Opfer der Bombardierung von Swinemünde am 12. März 1945. Diese geschichtlich bedeutende Kriegsgräberstätte befindet sich in der Trägerschaft des Volksbundes und dient als Mahnstätte für den Frieden. Seit 2005 unterhält der Volksbund in Nachbarschaft zur Kriegsgräberstätte Golm eine Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte. Sie dient im Besonderen der grenzüberschreitenden Bildungs- und Versöhnungsarbeit mit unserem Nachbarn Polen. Projektarbeit mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schulformen bilden den Schwerpunkt in der friedenspädagogischen Arbeit des Landesverbandes in den Städten und Kreisen.


Die Kriegsgräberfürsorge im Ausland wird vom Volksbund im Auftrag der Bundesregierung wahrgenommen. Im Inland sind dazu die Bundesländer nach dem Gräbergesetz zuständig. Gemäß der Gräbergesetz-Zuständigkeitslandesverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 13. Februar 2007 ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vor Anlegung, Ausgestaltung, Änderung und Erweiterung geschlossener Begräbnisanlagen einzubeziehen.

Spendenkonto:  172 890 0359,   BLZ 140 520 00,  Sparkasse Mecklenburg-Schwerin

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto: 3 222 999
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Aus dem Ausland
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Unser Spendenkonto


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