Nachricht
Einbettung von 84 Kriegstoten in Tallinn
12. Juni 2018

Direkt neben der seit 1943 existierenden und im Jahr 1990 durch den Volksbund wiederhergestellten Kriegsgräberstätte Tallinn-Maarjamäe (früher: Reval-Marienberg) waren neue Kriegsgräber entdeckt worden. Dabei handelt es sich um 84 Kriegstote. Die meisten von ihnen waren Angehörige der deutschen Marine. Ihre Leichen wurden während des Zweiten Weltkrieges nach verlustreichen Seegefechten an den Küsten Estlands angespült. Vor Kurzem hatte das Volksbund-Umbettungsteam um Anton Pärn und Thomas Schock seine Arbeit aufgenommen, die von estnischen Archäologen geborgenen Gebeine übernommen und die Funde vollständig protokolliert. 

Die bisher namenlos ruhenden Kriegstoten wurden nun heute am 8. Juni im Rahmen einer kleinen Gedenkzeremonie an der Seite ihrer ehemaligen Kameraden zur letzten Ruhe gebettet. Maßgeblichen Anteil daran hatte unser Arbeitskommando des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ aus Laage bei Rostock, das ein freies Wochenende opferte, um den Volksbund bei der Einbettung zu unterstützen. 

Im Beisein des deutschen Botschafters, Herrn Christoph Eichhorn, des Militärattachés Fregattenkapitän Harald Krempchen, des estnischen Majors Madis Morel, eines Pastors der evangelisch-lutherischen Kirche und der verantwortlichen Mitarbeiter des Volksbundes wurde die Einbettungszeremonie durchgeführt. 

Die deutschen Soldaten trugen die beiden Kränze zum Ehrenmal, ein Trompeter der estnischen Streitkräfte spielte das Lied vom Guten Kameraden. 

Beim anschließenden Empfang wurde Kommandoführer Oberstabsfeldwebel Frank Cecatka und Oberfeldwebel Anja Koch stellvertretend für alle Mitglieder des Arbeitskommandos vom Volksbund mit der Gedenkmünze des Volksbund-Beauftragten für die Bundeswehr gedankt.