10 Jahre Riga-Beberbeki

Gedenkveranstaltung am 2. September in Lettland

1. September 2017

Bereits vor zehn Jahren wurde die deutsche Kriegsgräberstätte Riga-Beberbeki in Lettland eingeweiht. Der Volksbund organisiert am 2. September eine Gedenkveranstaltung.

Am 22. September 2007 wurde die deutsche Kriegsgräberstätte Riga-Beberbeki eingeweiht. Sie ist neben der Kriegsgräberstätte Saldus mit 22 929 Kriegstoten der zweite große Sammelfriedhof, den der Volksbund in Lettland für die Gefallenen des II. Weltkriegs angelegt hat. In Riga-Beberbeki  sind etwa 5 569 Kriegstote bestattet. Ihre Namen sind auf 33 Schriftstelen aus Naturstein zu finden. In diesem Jahr wurden weitere Schriftstelen mit den Namen und Lebensdaten von 477 Menschen nachbeschriftet. Sie sind nun keine anonymen Toten mehr, sie haben ihre Namen wieder erhalten.

Dieses zehnte Jahr des Bestehens ist der Anlass für eine Gedenkveranstaltung am 2. September, an der Angehörige der dort ruhenden Kriegstoten teilnehmen werden, wie auch deutsche und lettische Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik und Verwaltung.

Wolfgang Schneiderhan, Präsident des Volksbundes wird die Gedenkansprache halten. Er hat eine besondere Beziehung zu dieser Kriegsgräberstätte.

Vor zehn Jahren sprach er bei der Eröffnung als Generalinspekteur der Bundeswehr zu Angehörigen und Gästen. Als er die Schriftstelen entlang ging, stieß er auf den Namen Justin Schneiderhan. Bei den anschließenden Recherchen im Familienbuch traf er auf den Namen des im Baltikum vermissten Verwandten.  Da hatte er Gewissheit: Justin Schneiderhan war in Riga gefallen und auf dem Waldfriedhof beerdigt. Nun hat Wolfgang Schneiderhan an diesem Tag eine doppelte Rolle und einen besonderen Auftrag: als Präsident des Volksbundes und gleichzeitig auch als Angehöriger.

Die Gedenkveranstaltung auf der Kriegsgräberstätte Riga-Beberbeki wird um 14.00 Uhr nach der Kranzniederlegung für die lettischen Kriegstoten beginnen; hierbei wird auch der Toten der Schlacht um Riga, vor exakt 100 Jahren gedacht.

Der Volksbund begreift Friedhöfe und Kriegsgräberstätten als Lernorte. Seit den fünfziger Jahren leistet der Volksbund deshalb Bildungsarbeit und bringt in Workcamps Jugendliche aus ganz Europa zusammen. Sie pflegen gemeinsam die Kriegsgräberstätten und – genauso wichtig – lernen sich kennen und schätzen. Eine junge Teilnehmerin erklärte dies direkt nach einem Workcamp so: „Wir haben hier gelernt, was unsere Vorfahren getan haben. Aber hier sind wir zu einer internationalen Familie geworden.“

Bei Fragen vor Ort: Stefanie Nebel

Bei Fragen zur Arbeit des Volksbunds: Diane Tempel-Bornett: 0561/7009-139

www.volksbund.de

Adresse Friedhof:

Rigas iela (Richtung Südwesten, am Hinweisschild rechts abbiegen)

Piņķi, Babītes pagasts, LV-1001

GPS- Koordinaten:

56°55'59.64"N; 23°54'20.57"E