75 Jahre Schlacht von Stalingrad

Podiumsgespräch am 24. Oktober in Berlin-Karlshorst

21. September 2017

Der Titel des Flyers zeigt eine stilisierte "Mutter Heimat" auf dem Wolgograder Mamajew-Hügel.

Anlässlich des 75. Jahrestages wendet sich die Vortrags- und Filmreihe dem Phänomen "Stalingrad" zu. Es gilt an eine gewaltige Schlacht mit ihren vielen Opfern zu erinnern, deren Nachwirkung sich bis heute kaum einer entziehen kann. Wer in Deutschland über die Schlacht redet oder schreibt, kann es schwer vermeiden, Begriffe wie "Untergang", "Fanal" oder "Wendepunkt" zu verwenden. Ebenso ist auch im Russischen der Begriff "Wendepunkt" schnell in aller Munde, gefolgt von "Sieg" und "Nach Berlin! Schon die Wortwahl lässt erahnen, dass viele unterschiedliche Geschichten entstanden sind, seit die Schlacht an der Wolga endete. In der deutschen Erinnerung geschah das am 31. Januar, in der sowjetischen am 2. Februar 1943. In drei deutsch-russischen Gesprächsrunden sowie einer fünfteiligen, kommentierten Filmreihe mit sowjetischen/russischen und west- wie ostdeutschen Werken spüren wir dem Phänomen "Stalingrad" nach.

Das Programm zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier als PDF.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 24. Oktober 2017, 19 Uhr, Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin mit dem Podiumsgespräch "Schneise der Vernichtung".

Teilnehmer: Prof. Dr. Dieter Pohl, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt,
                   Dr. Andrej Umansky, Universität zu Köln

Moderation: Dr. Jörg Morré, Museum Berlin-Karlshorst

Die 6. Armee stand auf dem südlichen Flügel der gewaltigen deutschen Streitmacht, die im Juni 1941 die Sowjetunion überfiel. In einem Jahr zog sie quer durch die Ukraine, bis die Entscheidung fiel, die wichtige Industriestadt Stalingrad anzugreifen. Voller Überzeugung stellte sich das Oberkommando der 6. Armee wissentlich in den Dienst der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. In ihrem Befehlsbereich ereigneten sich die ersten Massenerschießungen an sowjetischen Juden, so auch das Massaker von Babij Jar. Soldaten der 6. Armee führten sogenannte Vergeltungsaktionen gegen Partisanen und Zivilbevölkerung durch. Die Stadt Charkow wurde ausgehungert. Eine Schneise der Vernichtung hinter sich lassend, bahnte sich die 6. Armee den Weg bis an die Wolga.