Das Schicksal der Kriegsgefangenen

Tagung im Deutsch-Russischen Museum

13. Juni 2017

Ein Besucher betrachtet die ausgestellten Panzer auf dem Gelände des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst. Dort beschäftigt sich die aktuelle Tagung unter Beteilung des Volksbundes mit dem Schicksal deutscher sowie sowjetischer Kriegsgefangener. (Fotos: Diane Tempel-Bornett)

Wie erging es sowjetischen Kriegsgefangenen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in Deutschland? Was erduldeten umgekehrt die deutschen Soldaten als Gefangene der Sowjetunion? Fragen wie diese spiegeln sehr gut die differenzierte Herangehensweise, welche der aktuellen Tagung vom 13. bis 14. Juni im Deutsch-Russischem Museum Karlshorst zugrunde liegt. Zudem bietet die vom Auswärtigem Amt geförderte Fachtagung den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über das „Projekt zur bilateralen Recherche- und Datenbank sowjetische und deutsche Kriegsgefangene und Internierte“ auszutauschen.

Historische Forschung und Erinnerungskultur

Neben dem Volksbund-Präsidenten Wolfgang Schneiderhan sind dazu auch zahlreiche Volksbund-Experten aus den Bereichen Bildungsarbeit sowie des Volksbund-Gräberdienstes nach Karlshorst gereist. Ziel der Tagung ist unter anderem, zusätzliche Perspektiven für historische Forschung und Erinnerungskultur zu gewinnen. Der Volksbund, das Deutsche Historische Institut, das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst, das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschungen sowie das Österreichische Schwarze Kreuz treten dabei gemeinsam als Veranstalter auf.

Einen Bericht mit Schlaglichtern über die Tagung können Sie hier nachlesen (von Dr. Heike Winkel und Diane-Tempel-Bornett).

Einen interessanten Artikel des Deutschlandfunk über diese Fachtagung finden Sie hier (externer Link).

 

Einer der Gastredner ist Robert Zaka, der über die Arbeit des Volksbund-Gräberdienstes informierte.

Das Foto entstand in einer Tagungspause und zeigt im Vordergrund drei Mitarbeiter des Volksbund-Gräberdienstes (von links): Rolf Wiedemann, Denis Burtnjak und Daniela Lehmann.

Die Seminarbeiträge im Deutsch-Russischen Museum werden simultan übersetzt.

 

Jan Effinger vom Volksbund stellt das Namensziegelprojekt als gedenkpraktische Perspektive vor.