Digitaler Friedhof am Golm geplant

Kostenlose App für den digitalen Rundgang

3. März 2017

Einzigartig in Deutschland: mit der App Digitaler Friedhof ermöglicht der Volksbund einen ganz besonderen Rundgang mit Hilfe von Smartphones auf der Kriegsgräberstätte am Golm (Foto: Bettina Harz).

Ab dem 12. März 2017 können Besucher der Kriegsgräberstätte Golm sich vor Ort kostenlos die App „Digitaler Friedhof“ runterladen und auf den eigenen mobilen Geräten nutzen. Dieser digitale Rundgang auf einer Kriegsgräberstätte ist in Deutschland derzeit einzigartig. Das Projekt wurde vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern - Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Die App präsentiert vielschichtige historische Fakten zum Thema Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg, zur Geschichte Swinemündes und zur Bombardierung der Stadt im März 1945. Eine integrierte GPS-Karte löst automatisch an bestimmten Stellen des Friedhofes passende Informationen aus und bietet Orientierung auf dem Gelände. Der Besucher kann sich jedoch auch selbstständig durch die unterschiedlichen Kapitel klicken und sich in die Geschichte des Ortes vertiefen. Dabei bekommen die Toten der Kriegsgräberstätte und die Überlebenden der Bombardierung ein Gesicht. Durch unterschiedliche zum Teil bisher unveröffentlichte Fotografien, Dokumente und Zeitzeugenberichte erhält der Besucher einen tiefgehenden Einblick in die Geschichte und Gegenwart der Kriegsgräberstätte Golm.

Die App „Digitaler Friedhof“ wird in den Sprachen Deutsch, Polnisch und Englisch angeboten.

Am 12. März 2017, um 13.30 Uhr wird die App „Digitaler Friedhof“ auf der Kriegsgräberstätte Golm durch den parlamentarischen Staatssekretär Vorpommerns Patrick Dahlemann feierlich eingeweiht.

Anschließend findet die traditionelle Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Bombardierung der Stadt Swinemünde ebenfalls auf dem Gelände des Friedhofes statt.

Bettina Harz

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern