Gedenken und Erinnern – 70 Jahre danach

Volksbund-Veranstaltungen 2015

8. Januar 2015

Das Foto zeigt die Volksbund-Veranstaltung anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes in Europa im Jahr 2005. Zehn Jahre später lädt der Volksbund erneut zur Gedenkveranstaltung auf den Waldfriedhof Halbe bei Berlin. (Archivfoto: Maurice Bonkat)

Das Gedenken an die Opfer und das Erinnern an die Unmenschlichkeit des Krieges hat angesichts der vielfältigen und weltweiten Bedrohungen nicht an Aktualität verloren. Im Gegenteil: die Veranstaltungen des Volksbundes anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa vor 70 Jahren sowie zahlreicher Jahrestage der zugehörigen Kriegsgräberstätten und weitere Gedenkstunden setzen gerade heute wichtige Zeichen gegen das Vergessen und für eine gemeinsame Friedensarbeit, die äußere und innere Grenzen zu überwinden vermag. 

Kriegsgräberstätten sind eindrucksvolle Orte. Sie können Angst machen, zum Nachdenken anregen oder gar persönlicher Ort der Trauer sein. In jedem Fall sind es besondere Orte, die alle Menschen und Nationen an ihre Verantwortung zum Frieden und die Konsequenzen ihres möglichen Versagens erinnern. Dazu möchte auch der Volksbund im Jahr 2015 mit einer Reihe von Veranstaltungen im In- und Ausland beitragen. Im Folgenden lesen Sie eine Übersicht. Einen ausführlicheren Ausblick der Veranstaltungen (Stand Januar) finden Sie auch im PDF-Format am Ende des Textes:

Am 5. März gibt es in Treptow an der Rega (Trzebiatów/Polen) eine Gedenkstunde anlässlich des 70. Jahrestages des tragischen Flugzeugabsturzes am Kamper See.

Auftakt der Volksbund-Gedenkveranstaltungen des Jahres 2015 in Deutschland ist der 12. März am Golm auf der Insel Usedom. Auf der gleichnamigen Kriegsgräberstätte ruhen tausende Opfer der Bombardierung Swinemündes vor nunmehr 70 Jahren. Nahe dieser Kriegsgräberstätte betreibt der Volksbund heute eine Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte. An dieser Gedenkstunde wird voraussichtlich Lorenz Caffier als Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen.

100 Jahre liegt die Schlacht um die Dardanellen/Türkei zurück. Daran wird am 23. April in Tarabya erinnert.

In der kleinen brandenburgischen Ortschaft Halbe unweit der Bundeshauptsstadt liegt der Waldfriedhof Halbe. Das besondere an dieser Kriegsgräberstätte ist unter anderem die Vielzahl der verschiedenen Opfergruppen, die hier beerdigt wurden: Soldaten verschiedener Nationen, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Zivilisten und sogar Opfer der sowjetischen NKWD-Lager haben dort ihre letzte Ruhestätte erhalten. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes in Europa lädt der Volksbund daher am 29. April zur Gedenkveranstaltung an diesen so besonderen Ort. Im Umfeld der Veranstaltung wird zudem die Einbettung von Kriegstoten erfolgen, die erst in jüngster Zeit durch den Volksbund-Umbettungsdienst geborgen wurden.

Die Jugend- und Schularbeit ist eine der Kernaufgaben des Volksbundes. Die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte im französischen Niederbronn erfüllt diesen Anspruch inzwischen seit zwei Jahrzehnten. Daher ist für den Monat Mai gleich eine ganze Veranstaltungswoche geplant. Ausführliches Programm und genaue Termine folgen in Kürze.

In den französischen Gemeinden Pornichet und Fort-de-Malmaison wird am 14. Juni bzw. 20. Juni jeweils des 50-jährigen Bestehens der zugehörigen deutschen Kriegsgräberstätten gedacht. Auch hierzu bietet der Volksbund spezielle Reisen an.

Im Gedenken an das Kriegsende vor 70 Jahren sowie in Erinnerung an das Schicksal zahlloser Flüchtlinge lädt der Volksbund am 8. August auf die deutsche Kriegsgräberstätte in Esbjerg/Dänemark. Dazu bietet der Landesverband Schleswig-Holstein eine Informationsfahrt zu der Kriegsgräberstätte sowie auf das Gelände eines ehemaligen Flüchtlingslagers an.

Auf das zwanzigjährige Bestehen der Kriegsgräberstätten Przemysl/Polen sowie Hunkovce/Slowakische Republik blickt der Volksbund gemeinsam mit seinen Gästen am 4. und 6. September zurück. Auch hierzu gibt es ein entsprechendes Reiseangebot.

Die sanierte Kriegsgräberstätte Langemark in Belgien wird nach mehrmonatiger Bauphase am 16. Oktober wiedereröffnet. Es ist eine der beeindruckendsten Erinnerungs- und Gedenkstätte des Ersten Weltkrieges.

Den Abschluss des Gedenkjahres 2015 bildet dann die zentrale Gedenkveranstaltung des Volksbundes zum Volkstrauertag am 15. November im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin.

Eine Auswahl der Gedenkveranstaltungen des Volksbundes finden Sie hier. Zudem bieten einige Landes- und Bezirksverbände des Volksbundes weitere Gedenkveranstaltungen sowie zugehörige Reiseangebote an, über die gesondert informiert wird.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

Commerzbank Kassel


Förderer Workcamps 2016

Sie wollen aktiv den Volksbund bei der Pflege deutscher Kriegsgräberstätten im Ausland unterstützen? Dann sind Sie hier genau richtig!

Grabnachforschung


Der Volksbund bietet mit der Gräbersuche online Zugriff auf 4,7 Millionen Daten von deutschen Kriegstoten des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Ist der Kriegstote über die Gräbersuche nicht aufgeführt, können Sie für die weitere Klärung einen Suchantrag stellen. zur Gräbersuche

Newsletter

Melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse an und wir informieren Sie regelmäßig über aktuelle Neuigkeiten! Selbstverständlich können Sie unseren Newsletter jederzeit wieder abbestellen.