Gemeinsam an der Erinnerung arbeiten

Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland und Österreich und Jugendliche eines internationalen Workcamps pflegen Kriegsgräber auf dem Wiener Zentralfriedhof

15. August 2017

Gedenkfeier (Foto: Alexander Barthou)

Der Wiener Zentralfriedhof ist mit fast 2,5 Quadratkilometer einer der größten Friedhöfe in Europa. Dort findet man auch zahlreiche Gedenkstätten und Kriegsgräber, so die Anlage für die Kriegsopfer des Ersten Weltkrieges, der vom Österreichischen Schwarzen Kreuz betreut wird und die Anlage für die Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges, die der Volksbund betreut.

Jedes Jahr pflegen Angehörige der Deutschen Bundeswehr und des Österreichischen Bundesheers gemeinsam die Gedenkstätte. Sie reinigen die Grabsteine und erneuern die Namensschriftzüge. In diesem Jahr übernahmen neun Offiziere und Offiziersanwärter der Universität der Bundeswehr in München (sieben Frauen und zwei Männer) neben sechs Soldaten des Wiener Gardebataillons des Österreichischen Bundesheeres diesen Auftrag. Fachliche Unterstützung erhielten sie vom Volksbund und vom Österreichischen Schwarzen Kreuz.

Am letzten Tag des Einsatzes gedachten die Soldatinnen und Soldaten den Toten, sie legten einen Kranz nieder und trugen Gedenkworte auf Deutsch, Englisch und Französisch vor. Die Angehörigen des österreichischen Gardebatallions standen als Ehrenposten Spalier.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Workcamps des Volksbundes lösten die Soldatinnen und Soldaten bei der Gedenkarbeit und der anschließenden Renovierungsarbeit ab. Die Jugendlichen aus der russischen Föderation, der Ukraine, aus Deutschland, Polen und Italien werden bis Mitte August auf dem Wiener Zentralfriedhof arbeiten.

Alexander Barthou / Diane Tempel-Bornett