Kriegsgräberfürsorge: Thema beim Treffen von Merkel und Putin

Volksbund ist ein anerkannter Partner in Russland

3. Mai 2017

Unter dem Titel "Eingespielte Distanz" berichten internationale Zeitungen, u.a. die WELT vom 3. Mai und DiePresse.com mit der Headline "Ein Schlagabtausch in Sotschi" über die kühle Stimmung während des Besuches von Kanzlerin Merkel bei Wladimir Putin.

Nicht nur die Ukraine-Krise ist Anlass für die Distanz zwischen dem russischen Präsidenten und der deutschen Kanzlerin.

Ein Thema sorgte für eine kurze, aber spürbare Erwärmung in der frostigen Stimmung: Kanzlerin Angela Merkel dankte Wladimir Putin für die Sorge um deutsche Kriegsgräber und das Versprechen, das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg zu bewahren. Das heißt konkret, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kann, darf und muss seinem humanitären Auftrag, deutsche Kriegsgräber in der Russischen Förderation zu erhalten, auch in angespannten politischen Zeiten nachgehen.

 

Im Wortlaut
Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem russischen Präsidenten Putin


 "Ich möchte auch daran erinnern, dass wir heute in einer Woche den 72. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs begehen werden. Ich war vor zwei Jahren anlässlich des 70. Jahrestags in Moskau und will noch einmal daran erinnern, welche Opfer gerade auch von der damaligen Sowjetunion erbracht und gebracht wurden, dass wir diese geschichtlichen Ereignisse nie vergessen dürfen und dass wir in diesem Geist auch unsere heutigen Beziehungen gestalten müssen. Ich möchte mich auch durchaus bei der russischen Regierung und beim Präsidenten dafür bedanken, dass die Kriegsgräberfürsorge für Soldaten der Sowjetunion, aber eben auch für deutsche Soldaten heute sehr selbstverständlich erfolgt. Für viele, viele Menschen, deren gesamtes Leben durch den Zweiten Weltkrieg geprägt wurde, bedeutet das sehr viel".

Quelle: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2017/05/2017-05-02-pk-merkel-putin-sotschi.html

 

Diane Tempel-Bornett